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Chor/Gesang & Instrument(e)

First performance: 3. June 1988, Verftet (Bergen). Music Factory ensemble conducted by Geir Johnson Ketil Hvoslef is the youngest son of Norway’s pre-eminent symphonist Harald Sæverud (1897-1992) and Marie Hvoslef (1900-82). His birth coincided with the completion of Siljustøl, the great mansion in the outskirts of Bergen where the Sæverud family settled and where Harald Sæverud lived until his passing on 27 March 1992. Being the son of a great composer, music was naturally very present during Hvoslef’s upbringing. He learned to play the piano and the viola and, in his teens, he became heavily involved in Bergen’s jazz and pop music environment, becoming a member of what was, reportedly, Bergen’s first rock band. Hvoslef (who retained the Sæverud surname until his 40th birthday, when he decided to adopt that of his mother) had, however, plans to become a painter and took serious steps in that direction. It was in the Bergen Art Academy that he met the painter Inger Bergitte Flatebø (1938 – 2008), who would become his wife and adopt the Sæverud surname. …

ORCHESTER

Als Komponist mehrerer symphonischer Gedichte, die im US-Bundesstaat Minnesota angesiedelt sind, mag für manchen der deutsche Komponist und Dirigent Hugo Wilhelm Ludwig Kaun eine Überraschung sein. Schließlich wurde Kaun in Berlin geboren, studierte in Berlin und starb in Berlin. Im Alter von 23 Jahren jedoch beschloss er, sein Glück in Übersee zu suchen, im amerikanischen Milwaukee, Wisconsin, nur einen Bundesstaat weiter als Minnesota.

Kaun absolvierte seine musikalische Grundausbildung an der Königlich Akademischen Hochschule für ausübende Tonkunst, einer angesehenen Organisation, die inzwischen in der Universität der Künste Berlin zusammengefasst ist. Diesen formalen Studien folgte Privatunterricht bei dem Komponisten Friedrich Kiel, einem berühmten Lehrer seiner Zeit. Kaun war gleichermaßen umtriebig im Komponieren und Dirigieren. Er schaffte es, zahlreiche Werke zu komponieren, aufzuführen und zu veröffentlichen, während er gleichzeitig eine Berliner Chorgesellschaft gründete und leitete. Obwohl er noch ein junger Mann war, machte er sich als erfahrener musikalischer Leiter und Unternehmer auf den Weg in die Vereinigten Staaten – perfekt für eine Stadt mit schnell wachsendem musikalischen Appetit. …

Chor/Gesang & Orchester

für Bariton, Chor und Orchester

Rainer Maria Rilkes Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke zählt zu den meistvertonten Texten des 20. Jahrhunderts. Als der 24-jährige Dichter im Herbst 1899 – nach eigener Aussage „in einer Nacht, übrigens, einer herrlichen Herbstnacht“ – die Weise zu Papier gebracht hatte, ahnte er wohl kaum, dass er gerade sein erfolgreichstes Werk abgeschlossen hatte. Die Anregung zu dieser Arbeit hatte Rilke durch einen Aktenauszug erhalten, den der Hauptstaatsarchivregistrators Meister aus Dresden am 19. Juli 1870 erstellt hatte und welcher sich im Nachlass seines Onkel Jaroslav fand. Der Verstorbene hatte versucht, einen Nachweis für die von der Forschung angezweifelte Verwandtschaft der Rilkes mit dem Kärntner Adelsgeschlecht Rülke zu erbringen. Dieses historische Dokument ist der Weise von Liebe und Tod als Zitat vorangestellt und bildet mit seiner „gepreßten Vertrocknetheit“, so Rilke, einen krassen Gegensatz zu deren sprachlicher Rauschhaftigkeit, welche vor allem einer kunstvollen Verflechtung von Poesie und Prosa entspringt.

Die kraftvolle Schilderung der fiktiven Erlebnisse eines jungen Edelmanns im 4. Österreichischen Türkenkrieg erschien zuerst in der Zeitschrift Die Arbeit und wurde anschließend von Axel Juncker in einer limitierten Auflage ohne nennenswerte Resonanz herausgegeben. …

Solo Instrument(e) & Orchester

Mit dem Repertoire für Violoncello und Orchester verbinden sich vor allem Werke des späten 19. Jahrhunderts wie die Kompositionen Schumanns, Dvoraks oder – im Fall des Doppelkonzerts a-Moll op. 102 – von Johannes Brahms; zu den berühmtesten Werken für diese Besetzung gehört darüber hinaus das Konzert e-Moll op. 85 von Edward Elgar. Ein Konzert, das sich eher im Schatten dieser das Konzertleben beherrschenden Werke befindet, stammt aus der Feder eines Komponisten, der gemeinhin vor allem mit dem Opernrepertoire in Verbindung gebracht wird: Das Konzert für Violoncello und Orchester »Invocation« op. 31 von Ermanno Wolf-Ferrari wurde postum erst sechs Jahre nach dem Tod des Venezianers im Jahr 1948, also 1954 herausgegeben.

Hermann Friedrich Wolf wurde am 12. Januar 1876 in Venedig als Sohn einer Venezianerin und des deutschen Malers August Wolf geboren und wuchs bis zu seinem 15. Lebensjahr in Italien auf. Seine große malerische Begabung führte zu einer ersten Ausbildung an der Accademia di Belle Arti in Rom und später an die private Malschule von Simon Holosy in München, wo er schließlich 1892 die Eignungsprüfung an der Königlichen Akademie der Tonkunst bestand und sein zweites Talent ausbilden lassen konnte: Wolf-Ferrari (der diesen Namen von einem Studentenkonzert 1894 an führte) studierte bei Josef Gabriel Rheinberger, dem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts höchst begehrten Kompositionslehrer an der Münchner Akademie, außerdem Dirigieren bei Ludwig Abel. …

 

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