Rubinstein, Anton

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Rubinstein, Anton

Concerto pour Violoncelle No. 2, op. 96

Art.-Nr.: 4809 Kategorie: Schlüsselwort:

27,00 

Rubinstein, Anton – Concerto pour Violoncelle No. 2, op. 96

Allegro moderato 10:00, p. 3
Andante 7:00, p. 31
Moderato – Allegro vivace 8:00, p. 43 – p. 76

Komponiert:
1874, für seinen Kollegen am Sankt Petersburger Konservatorium Karl Dawydow
(Давыдов, 1838-1889)
Widmung:
Carlo Alfredo Piatti (1822-1901), ein mit Rubinstein befreundeter italienischer Cellist
Veröffentlichung:
Leipzig: Bartolf Senff, 1875, Tafel 2347.
Besetzung:
Solocello, 2 Flöten, 2 Oboen, 2 B-Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner in F, 2 Trompeten in D, Pauken, Streicher

Hintergrund
Anton Rubinstein, der sich als Gründer des Konservatoriums von St.Petersburg einen Namen machte, war einer der großen Klaviervirtuosen des 19. Jahrhunderts. Der Höhepunkt seiner Karriere als Bühnenmusiker war eine Serie von sieben aufeinanderfolgenden „Historischen Konzerten“, in denen der Pianist musikalisch die Geschichte der Klaviermusik erzählte. Als „Steinway- Künstler“ präsentierte Rubinstein die Konzerte in ganz Osteuropa und den USA. Er erhielt 200 Dollar (in Gold) für jede einzelne Aufführung, zuzüglich Spesen. Jedes dieser Ereignisse konnte bis zu acht komplette Klaviersonaten enthalten, Zugaben nicht mitgerechnet; diese Konzerte hinterließen bei seinen Klavierkollegen von Clara Schumann bis zum jungen Sergei Rachmaninow nachhaltigen Eindruck. In der ersten Veranstaltung einer jeden Reihe erklangen Werke von Byrd, Bull, Couperin, Rameau, Scarlatti und Bach: die kontrapunktischen und von der Melodie dominierten Kompositionen verlangten einen besonderen Anschlag, für den Rubinstein berühmt war. Neben seiner Virtuosität und dem enzyklopädischen Gedächtnis pries man ihn für seinen Ton, den sinnlichen Vortragsstil und seine Ausdauer: in nur 239 Tagen gab er insgesamt 215 Konzerte in Amerika (manchmal bis zu drei Aufführungen am Tag). Die Einkünfte investierte er in Immobilen nahe St. Petersburg.

Anton Rubinstein wurde 150 Kilometer nordwestlich von Odessa geboren. Er wuchs im russisch-orthodoxen Glauben auf (seine Familie war vom Judentum konvertiert und ließ sich taufen, als er fünf Jahre alt war; später aber wurde er Atheist). Rubinstein wurde in Moskau (1834-39) und Paris (1839-40) erzogen, wo er für Chopin und Liszt spielte. Nach einer dreijährigen Konzertreise durch Europa und einer weiteren, kürzeren Tournee durch Russland traten Anton (vierzehn Jahre alt) und Nikolai (acht Jahre alt) vor Zar Nikolaus I und dessen Familie im Winterpalast in St. Petersburg auf.

Von 1844 bis 1846 lebten die Brüder Rubinstein in Berlin, wo sie von Mendelssohn und Meyerbeer gefördert wurden. Als Anton siebzehn Jahre alt war, konnte er nicht mehr als Wunderkind durchgehen. Erfolglos bat er um Unterstützung bei Liszt in Wien und versuchte, seinen Lebensunterhalt als Lehrer in Berlin zu verdienen. Als er wegen der Revolution von 1848 nach St. Petersburg zurückkehrte, begann er wieder zu konzertieren und komponierte gelegentlich für den Hof des Zaren, wo ihn die Schwägerin des Zaren, Grossherzogin Elena Pavlovna, großzügig unterstützte.
Vier Jahre, von 1884 bis 1858, dauerte seine erste Konzertreise als Solist durch Europa, wo er eigene Werke spielte, gelegentlich kontrastiert mit Concerti und aktuellen Kompositionen von russischen Komponisten. Anlässlich eines Besuchs bei der Familie des Zaren während deren Winteraufenthalts 1856/57 in Nizza diskutierten er und Elena Pawlovna über die Qualität der russischen Musikerziehung. Diese Gespräche führten zur Gründung der Russischen Musikgesellschaft (1859) und des St. Petersburger Konservatoriums (1862). Bis 1857 diente der Komponist als Gründungsdirektor des Instituts; er rekrutierte Talente für seine Fakultät, ließ den Unterricht in russischer Sprache abhalten und überarbeitete den Lehrplan (1887 bis 1891). Nachdem Rassequoten für neue Studenten und Preisverleihungen eingeführt wurden, trat Rubinstein schließlich zurück. …

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