Berger, Theodor

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Berger, Theodor

Violin Concerto

Art.-Nr.: 1746 Kategorie:

25,00 

Theodor Berger

(b. Traismauer, Lower Austria, 18 May 1905 — d. Vienna, 21 August 1992)

Violinkonzert (1963)

 

I Adagio (p. 2) – Andante (p. 9)
II Cadenza ad libitum – Allegro molto (p. 14)
III Adagio – Poco meno adagio – Andante (p. 40) – Adagio – Più adagio (p. 47)
IV Vivace (p. 48) – Presto (p. 69)
Vorwort
Theodor Berger war ein großer Außenseiter in der österreischischen Musik, ein Komponist, dem man zumal in seinen späten Jahren zwar mit großer Achtung begegnete, der jedoch erstaunlich wenig Erwähnung findet, wenn von den wichtigen Tonsetzern des 20. Jahrhunderts die Rede ist. Dies ist in höchstem Maße unverständlich, und er hat eine vollkommen eigene Tonsprache von unverkennbarer Eigenart und unerschöpflicher Vielfältigkeit entwickelt, deren Wurzeln weniger im Expressionismus liegen als in einer aparten Mixtur spätromantischer und impressionistischer Elemente mit polytonalem Schillern und einer an Strawinsky und die neue Sachlichkeit anknüpfenden Wildheit, die sich besonders in übermütigen rhythmischen Spielen äußert. Der immer wieder hervorkehrende mysteriöse Anteil seiner Expressivität hat Verbindungen zum schauerlich-geheimnisvollen Aspekt der frühen Romantik. Formal liebt er das phantasiehaft Schweifende, welches von untergründigen, frei behandelten Strukturen zusammengehalten wird.
Berger wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und wurde zum Volksschullehrer ausgebildet. Die dort am Rande vermittelten musikalischen Grundkenntnisse brachten ihn selbst auf die Spur seiner Bestimmung, und dank der Unterstützung
einiger Gönner konnte er das Studium an der Wiener Musikakademie aufnehmen. Er war 1926-32 Student des eminenten österreichischen Symphonikers Franz Schmidt (1874-1939), doch hat er später gelegentlich betont, dass er seinen
künstlerischen Werdegang weitgehend als autodidaktisch erlebte. Damals ließ er Schmidt wissen, seine Vorbilder seien
Bartók und Strawinsky, was dieser wohlwollend zur Kenntnis nahm („sind ja keine schlechten Adressen, denen Sie sich
da zuwenden“), ihm jedoch bei derlei Erkundungen nicht helfen konnte.
Nach Abschluss des Studiums ging Berger nach Berlin, wo ihn Wilhelm Furtwängler entdeckte und ihm Türen öffnete.
Nach dem Anschluss ans Dritte Reich kehrte Berger 1939 nach Wien zurück, wo er sich auf Dauer niederließ. Zu seinen
Freunden zählten die Kollegen Miklós Rózsa, Werner Egk, Samuel Barber, Joseph Marx und Marcel Rubin. Er wurde mit
vielen Auszeichnungen bedacht, legte jedoch nicht den geringsten Wert darauf.
Vergleichbar dem Engländer Peter Racine Fricker (1920-90) oder dem US-Amerikaner Peter Mennin (1923-83) ist Berger
bis Ende der 50er Jahre ein Komponist, der überall als führender Repräsentant neuer Musik wahrgenommen wird, doch
die allmähliche Verfestigung des Begriffs der Avantgarde und die verengten ästhetischen Auseinandersetzungen in der
Szene sind überhaupt nicht seine Sache, und im Laufe der sechziger Jahre verschwindet er allmählich aus dem Fokus des
Interesses der Fachwelt. Dazu trägt auch seine grundsätzliche Scheu vor der Öffentlichkeit bei, die Weigerung, Interviews
zu geben und via Medien für seine Musik zu werben. Er wird als schwieriger Mensch beschrieben, wofür seine eigene
Auskunft von 1960 einen Anhaltspunkt geben mag: „Mein ganzes Leben ist gespalten in Euphorie und Depression.
Nimmt erstere ab, ist die zweite schon im Wachsen. Und bald kann kein noch so leuchtender Gedanke mehr das Herz
bewegen. Dann sind alle Gedanken, die starken und schwachen, gleich unschmackhaft. Und die Hand lügt mir bei jedem
weiteren Notenstrich; erst wenn Überschwang wiederkehrt, kann ich mich wieder freuen an meinen Gedanken und an sie
glauben, dann kann ich wieder schreiben.“…

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Partitur Nr.

1746

Edition

Repertoire Explorer

Genre

Violine & Orchester

Seiten

82

Format

210 x 297 mm

Druck

Reprint