Huber, Hans

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Huber, Hans

Violin Concerto No. 2 in D minor (First edition)

30,00 

Hans Huber – Violin Concerto No. 2 in D minor

(b. Eggenburg near Solothurn, 28 June 1852 — d. Locarno, 25 December 1821)

(1886)

I Adagio (ma non troppo) (p. 1) – Allegro appassionato (p. 12) – Molto più tranquillo (p. 26)

Allegro (Tempo primo – con fuoco) (p. 32) –

II Adagio (p. 59) – Più animato (p. 65) – Adagio (Tempo primo) (p. 67) –

III Adagio (Tempo der ersten Einleitung) (p. 71) – Allegro appassionato (p. 74)

Molto più tranquillo (p. 82) – Tempo primo (più con fuoco) (p. 88) – Tranquillo (p. 94)

Allegro appassionato (p. 95) – Sempre più animato (p. 102)

Hans Huber, einstiger Schüler Carl Reineckes (1824-1910) zu Leipzig, seit 1877 in Basel ansässig, seinerzeit in der Schweiz als Nationalkünstler verehrt und in den Nachbarländern als „Führer der Schweizer Komponistenschule“ angesehen, komponierte neun Symphonien, verwarf jedoch bald jene am 2. Februar 1890 in Basel unter seiner eigenen Leitung uraufgeführte Symphonie in A-Dur, die ursprünglich seine Zweite war (als Erste wird die Tell-Symphonie op. 63, uraufgeführt am 26. April 1881 in Basel unter Huber, gezählt). Folglich wurde die Symphonie e-moll op. 115, bekannt geworden als ‚Böcklin-Symphonie‘, zu seiner Zweiten, die ihm zusammen mit der Dritten Symphonie C-Dur op. 118, der ‚Heroischen‘ (uraufgeführt am 9. Februar 1902 in Basel unter Hubers Leitung), stürmische Erfolge einbrachte. Nun folgten die zunächst 1903 als Concerto grosso entstandene Vierte Symphonie A-Dur, genannt die ‚Akademische‘ (in definitiver Fassung erst am 3. Februar 1919 in Zürich gegeben) sowie die am 11. Februar 1906 in Basel erstmals dargebotene Fünfte Symphonie F-Dur, auch ‚Romantische‘ genannt, eigentlich eine Programmsymphonie zu ‚Der Geiger von Gmünd‘. 1911 vollendete Huber seine Sechste Symphonie, zu der in später Zeit noch die Siebente Symphonie d-moll und die Achte Symphonie F-Dur (UA unter Hermann Suter am 29. Oktober 1921 in Basel) hinzukamen.

Anlässlich von Hubers sechzigstem Geburtstag schrieb ihm sein Kollege Friedrich Hegar (1841-1927), der bedeutende Dirigent: „Du kannst auf eine arbeitsreiche Vergangenheit zurückblicken, und wenn Dir als Komponist nicht auf allen Gebieten der äußere Erfolg zuteil wurde, den Du verdient hättest, so hast Du doch die Genugtuung, zu wissen, dass diejenigen Deiner Kunstgenossen, die ein ungafangenes Urteil haben, Dich als Sinfoniker zu den wenigen zählen, die in den letzten zwanzig Jahren auf diesem Gebiete Werke von bleibendem Werte geschaffen haben.“ Wie hoch die Stellung Hubers seinerzeit auch in Deutschland war, bestätigt die folgende Anfrage Felix Weingartners (1863-1942): „Ich freue mich sehr, Ihre Böcklin-Sinfonie nächsten Winter in München einzuführen. Rehberg in Genf erzählte mir nun, Sie hätten eine neue Sinfonie geschrieben. Ich würde sie gerne in Berlin zuerst bringen, da Nikisch dort die Böcklinsche gebracht hat.“

In seiner autobiographischen Skizze, veröffentlicht im Festheft der Schweizerischen Musikzeitung anlässlich des Ersten Schweizerischen Tonkünstlerfests 1900, schreibt der brillante Pianist und feinsinnige Komponist Hans Huber u.a.: „Aus meinem wilden und zügellosen Dilettantismus (gleichzeitige Schwärmerei für die damals erschienenen Paganini-Variationen von Brahms und Tannhäuser-Marsch von Wagner-Liszt) riss mich endlich Carl Munzinger mit energischer Hand und pädagogischem Verständnis los und zeigte mir die guten Mittel und Wege zur „wahren Kunst des Klavierspiels“ und der Theorie. Damit ausgerüstet reiste ich im Kriegsjahr 1870 ans Konservatorium nach Leipzig, wo ich vier Jahre namentlich beim Prof. Reinecke und bei den Lehrern Wenzel und Dr. Paul in den verschiedenen Kunstzweigen arbeitete. Eng befreundet mit ausgezeichneten Männern wie Dr. Hugo Riemann, Otto Klauwell und andern stand ich mitten im tobenden Kampf der Neudeutschen contra Klassiker. Wir alle wurden in diesem Circulum Wien, Bayreuth, Weimar und Leipzig tüchtig herumgeworfen. Aus diesen begreifbar wechselnden Stimmungen heraus mag sich in meine ersten Werke leider eine gewisse Stillosigkeit hineingeschlichen haben, die erst später einer stärker hervortretenden Individualität weichen musste. Wie haben es doch in dieser Hinsicht die Jüngeren – was Kunstmoral betrifft – leichter!

Im Jahre 1874 folgte ich den Fußstapfen meiner Freunde Munzinger, Kogel, Gustav Weber und Freund nach und nahm in Wesserling (Elsaß) eine behagliche Privatstellung an, wo ich in herrlicher Natur und bei distinguierten Menschen nach Herzenslust arbeiten konnte. Durch das Bedürfnis gezwungen, einen größeren Wirkungskreis zu erlangen und mit der Kunst überhaupt in direktere Beziehung zu treten, siedelte ich im Jahre 1877 stellungslos nach Basel hinüber. Mit Mühe und Not, als damaliger ‚Moderner’ etwas misstrauisch angesehen, brachte ich es nach einigen Jahren des Harrens und mit Hilfe der Nachbarstadt Mülhausen zu einem gesuchten Klavierlehrer. Das Hässliche für meine künstlerische Weiterentwicklung lag in dem Umstande, dass ich zur Bestreitung meines materiellen Daseins manches Werk vorzeitig und kritiklos herausgab. Die Folgen blieben deshalb nicht aus. Mea culpa, mea culpa! …

 

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Genre

Violine & Orchester

Seiten

110

Format

225 x 320 mm

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