Corder, Frederick

Prospero, Concert Overture

Art.-Nr.: 3015 Kategorien: ,

21,00 

Frederick Corder
(geb. London, 26. Januar 1852 – gest. London 21. August 1932)

Prospero
Op.14

Konzertouvertüre für grosses Orchester

Erstaufführung im Crystal Palace, Sydenham, London, Oktober 24. 1885,
dirigiert von August Manns.

 

Vorwort
Frederick Corder wurde im Londoner Stadtteil Hackney als Sohn musikalischer Eltern geboren, die ihn schon als Kind ermutigten, Klavier – und Violinunterricht zu nehmen. Nach seinem Schulabschluss bereitete er sich auf eine berufliche Laufbahn als Geschäftsmann vor, aber nach drei Jahren überdachte er seine Absichten und überzeugte seine Eltern, dass es für ihn am besten sei, seine musikalischen Studien fortzusetzen. Im Jahre 1873 nahm ihn der bekannte George Macfarren am Royal College unter seine Fittiche und unterrichtete ihn in Komposition und Harmonielehre. Leider hegte Macfarren wenig Sympathie für die Musik von Richard Wagner, den Corder anbetete. Als der junge Komponist im Jahre 1875 das Mendelssohn – Stipendium gewann, war er in der Lage, nach Köln zu reisen und am dortigen Konservatorium Komposition bei Ferdinand Hiller und Klavier bei Isidor Seiss zu studieren. Die Fülle des musikalischen Lebens in dieser deutschen Stadt stimulierte den jungen Mann, ungeachtet der Tatsache, dass Hillers musikalische Anschauungen ebenso konservativ waren wie die Macfarrens in London. Bei seiner Rückkehr in seine Heimatstadt tat sich Corder schwer, mit seiner Ausbildung und seinen Fähigkeiten den Lebensunterhalt zu verdienen, hatte er doch inzwischen auch noch eine Ehefrau zu versorgen – Henrietta Louisa (geborene Walford): „Schaut her, meine Lehrzeit war beendet, und wie Robinson Crusoe zog ich Bilanz über meine Besitztümer und Aussichten. Ich hatte eine ausgezeichnete Ausbildung genossen in Dingen, die für mich von keinem praktischen Nutzen waren. Ich spielte das Klavier nicht gut genug, um mich in der Öffentlichkeit hören zu lassen, und die Geige so gut wie überhaupt nicht. Ich sah, und ich sehe bis jetzt keine Möglichkeit, als Komponist anzufangen. Ich sah mich in eine Anstellung als Organist geworfen, obwohl ich das Instrument nie studiert hatte. Mit einem Pfund die Woche lebten wir in einem einzigen Raum und waren recht glücklich, trotz der düsteren Aussichten.“ (RAM Club Magazine, November 1909)

Corder schrieb Artikel für Groves Dictionary und zahlreiche Musikzeitschriften: für die Musical Times verfasste er eine Serie gut recherchierter Artikel über Wagners Opern. Er arrangierte Musik und übersetzte Lieder. Gemeinsam mit seiner Frau schuf er wegweisende Fassungen von Wagners Werken, die einen wesentlichen Anteil daran hatten, die Popularität des Komponisten in England zu verbreiten. Im Jahre 1880 ernannte man ihn zum Musikdirektor des Brighton Aquarium, wo er ein kleines, aber effizientes Orchester mit 18 Musikern leitete. Dies war für Corder eine wichtige Erfahrung, denn die Anstellung brachte ihn in Kontakt mit klassischen Symphonien und zahlreichen Orchesterwerken. Während er seinen Routinejob erledigte, wuchs nach und nach seine Bekanntheit als Komponist. Unter den Werken dieser Periode finden sich eine Sammlung von Trios mit dem Titel River Songs (1881), eine Ouvertüre Ossian (1882) geschrieben für die Philharmonic Society, Dreamland (1883), eine Ode für Chor und Orchester, eine Suite of Rumanian Dances (1883) für Violine und Klavier und die vorliegende Konzertouvertüre Prospero (1885). Als er beauftragt wurde, eine Kantate für das Wolverhampton Festival für das Jahr 1886 zu schreiben, entstand sein bekanntestes Werk The Bridal of Triermain (nach Sir Walter Scott romantischem Gedicht). 1887 brachte die Carl Rosa Company seine Oper Nordisa in Liverpool unter grossem Beifall auf die Bühne, und auch in den Provinzen und in der Hauptstadt feierte das Werk grosse Erfolge.

 

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Partitur Nr.

3015

Sonderedition

The Phillip Brookes Collection

Genre

Orchester

Format

210 x 297 mm

Druck

Reprint

Seiten

66

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