Charpentier, Marc-Antoine

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Charpentier, Marc-Antoine

Medée (Opera in two volumes with French libretto)

Art.-Nr.: 2096 Kategorie:

80,00 

Marc-Antoine Charpentier – Médée

(b. Paris, 1643 – d. Paris, 24. Februar 1704)

 

Im Dezember 1693 fand die Uraufführung von Médée im Paris Palais Royale statt. Es war der erste Auftrag der Académie royale de musique an Marc-Antoine Charpentier (1643-1704) und seine einzige vollendete Oper. Im Mittelpunkt der fünf Akte steht die griechische Zauberin Medea und ihr Exil in Korinth. Medea ist die Symbolfigur für den tyrannischen Mord an den eigenen Kindern. Thomas Corneille erzählt in seinem Libretto die Geschichte, wie es dazu kam, dass Medea in verzweifelter Wut über Jasons Untreue die eigenen Kinder tötete. Charpentiers Innovationen bei der Orchestrierung und der harmonischen Komplexität machen die Oper zu einer unterschätzten Schatzgrube, die als „Reiseführer durch die Orchestrierung im 17. Jahrhundert dienen könnte“. (Powell) Tatsächlich ist diese Oper ein großartiges Beispiel für das europäische Hochbarock, denn Charpentier repräsentierte mehrere nationale Identitäten. Die Oper war nur drei Monate bis zum März 1694 auf der Bühne, trotz guter Kritiken und grossem Lob durch die französische Königsfamilie.

Hintergrund
Man kann die Geschichte der Uraufführung von Médée nicht erzählen, ohne jene seltsame Epoche zu beleuchten, in der sie beauftragt wurde. Charpentier hatte nie zuvor eine Oper geschrieben oder je mit der Akademie zusammengearbeitet. Die Akademie kämpfte mit den Folgen des frühen Tods von Jean-Baptiste Lully, der zahlreiche erfolgreiche Opern komponierte. Sie fanden keinen adäquaten Ersatz, der ein Opernpublikum für mehr als ein paar Wochen oder Monate halten konnte. Die Pariser waren immer noch vernarrt in Lully, und keinen der unzähligen Komponisten, die zu dessen Nachfolge antraten, konnten sie akzeptierten.

Auftritt Charpentier: obwohl in Frankreich geboren und aufgewachsen, erhielt er seine kompositorische Ausbildung bei Giacomo Carissimi, war von der italienischen Stilistik geprägt und galt daher als italienischer Komponist. Er hatte sich bereits einen Namen gemacht als Komponist geistlicher Musik, sowohl instrumental als auch vokal. Ein Teil von Lullys Erfolg beim Pariser Publikum war darauf zurückzuführen, dass seine Werke ausgesprochen französisch waren, trotz seiner italienischen Herkunft. Die Akademie beauftragte Médée bei Charpentier, aber die Bastion der Lullyaner, die in Paris verblieb, akzeptierte die Oper nie, und das öffentliche Interesse schwand nach nur drei Monaten. …

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Partitur Nr.

2096

Edition

Opera Explorer

Genre

Oper

Format

210 x 297 mm

Druck

Reprint

Seiten

604