Chabrier, Emmanuel / orch. Mottl, Felix

Trois Valses romantiques pour orchestre

Art.-Nr.: 4472 Kategorie:

26,00 

Emmanuel Chabrier – Trois Valses romantiques (1883/1898)

(geb. Ambert, Puy-de-Dôme, 18. Januar 1841 — gest. Paris, 13. September 1894)

Orchestriert von Felix Mottl

Vorwort
Frankreich brachte im 19. Jahrhundert einige bedeutende Komponisten hervor. Hier fallen einem Namen wie Saint-Saens, Franck, Gounod und viele weitere ein. Emmanuel Chabrier ist der vergessene Mann der französischen Musik. Und der Individuellste war er sicherlich. Er selbst schrieb in einem Brief an seinen Musikverleger Costellat im Jahre 1886: „Meine erste Sorge ist, das zu tun, was mir gefällt; ich versuche vor allem, meiner Individualität freien Lauf zu lassen; meine zweite ist es, kein verdammter Langweiler zu sein“. Mit seiner Leidenschaft für Poesie und Malerei ebenso wie für Musik, konnte er Verlaine, Manet (dessen Gemälde er als einer der ersten kaufte), Fauré, Duparc und Chausson zu seinen Freunden zählen.

Emmanuel Chabrier wurde am 18. Januar 1841 in Ambert, in der Auvergne, geboren. Einer Gegend die nach seiner Aussage „nur Grobiane oder geistreiche Leute hervorbringt…ich traf meine Wahl“. Als einziges Kind von Jean Chabrier, einem Anwalt, und Evelina Durozay zeigte er schon früh eine Begabung für Musik und nahm im Alter von sechs Jahren Klavierunterricht. Er musste jedoch dem Drängen der Familie nachgeben und Jura studieren, während er seine gesamte Freizeit seiner musikalischen Ausbildung widmete. Er blieb nach seinen eigenen Aussagen immer ein Autodidakt. Im Alter von zwanzig Jahren trat Chabrier, dem Wunsch seines Vaters folgend, eine Anstellung im Innenministerium an. Tagsüber Beamter, nachts Künstler, verkehrte er in den Clubs und Salons von Paris. Durch die viele Arbeit innerhalb des Ministeriums während des Deutsch-Französischen Krieges hatte er wenig Lust zu komponieren, und erst 1873 entstand ein Impromptu für Klavier, das Manets Frau gewidmet war. Im selben Jahr heiratete Chabrier Alice Dejean. Aus dieser glücklichen Verbindung gingen zwei Söhne hervor. Alice hatte bald Augenprobleme und verlor nach und nach ihr Augenlicht. In dieser Zeit, 1874, schrieb Chabrier das Lamento, ein relativ kurzes symphonisches Stück. Sein erster größerer Erfolg kam 1877 mit dem Erfolg seiner Operette L‘Etoile. Im Jahr 1880 gab er schließlich nach 18 Jahre seinen Posten im Innenministerium auf, um sich ganz der Musik zu widmen. Den Ausschlag zu dieser Entscheidung gab ein Aufenthalt in München. Hier lernte er die Musik Wagners (vor allem Tristan und Isolde) kennen, die ihn wie viele weitere französische Komponisten tief beeindruckte. In Paris gehörte er dann zur Gruppe „Les Wagnériens“. Zwei Jahre später besuchten Chabrier und seine Frau Spanien, ein viermonatiger Aufenthalt, der das Leben des Komponisten maßgeblich beeinflussen sollte und aus dem sein bekanntestes Orchesterwerk stammt: España. Der Einfluss Wagners auf seine Kompositionen wurde immer geringer. Er äußerte: „Ich schreibe meine eigene, höchst eigene Musik“. Er schuf allerdings nur noch wenige Kompositionen, nach einem Nervenzusammenbruch hörte er damit ganz auf. 53-jährig und nach längerer Krankheit starb Chabrier 1894 an einer Lähmung in Paris. …

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Partitur Nr.

4472

Edition

Repertoire Explorer

Genre

Orchester

Format

210 x 297 mm

Druck

Reprint

Seiten

90

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