Wolf-Ferrari, Ermanno

Concertino for English horn, string orchestra and two horns in A flat major op.34

Art.-Nr.: 4212 Kategorie:

18,00 

Ermanno Wolf-Ferrari – Kleines Konzert für Englisch Horn, Streichorchester und zwei Hörner in As – Dur op. 34

(geb. Venedig, 12. Januar 1876 – gest. Venedig, 21. Januar 1948)

Preludio p.1
Capriccio p.9
Adagio p.19
Finale p.25

Vorwort
Die Literatur für Englisch Horn – zumal die konzertante – ist ausgesprochen übersichtlich; um so bemerkenswerter, dass ein Konzert sich in Interpretenkreisen großen Interesses erfreut, das aus der Feder eines Komponisten stammt, der gemeinhin vor allem mit dem Opernrepertoire in Verbindung gebracht wird: Das Kleine Konzert für Englisch Horn, Streichorchester und zwei Hörner op. 34 von Ermanno Wolf-Ferrari entstand als Spätwerk des Venezianers im Jahr 1946, zwei Jahre vor dem Tod des Komponisten.

Hermann Friedrich Wolf wurde am 12. Januar 1876 in Venedig als Sohn einer Venezianerin und des deutschen Malers August Wolf geboren und wuchs bis zu seinem 15. Lebensjahr in Italien auf. Seine große malerische Begabung führte zu einer ersten Ausbildung an der Accademia di Belle Arti in Rom und später an die private Malschule von Simon Holosy in München, wo er schließlich 1892 die Eignungsprüfung an der Königlichen Akademie der Tonkunst bestand und sein zweites Talent ausbilden lassen konnte: Wolf-Ferrari (der diesen Namen von einem Studentenkonzert 1894 an führte) studierte bei Josef Gabriel Rheinberger, dem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts höchst begehrten Kompositionslehrer an der Münchner Akademie, außerdem Dirigieren bei Ludwig Abel.

Ohne einen regulären Abschluss zu erlangen, kehrte Wolf-Ferrari im Jahr nach Beendigung des Studiums 1895 nach Venedig zurück. Von besonderer Bedeutung war die Begegnung mit Giuseppe Verdi in Mailand, wo Wolf-Ferrari 1897 Dirigent eines deutschen Chors wurde. Schlagartige Berühmtheit erlangte der Komponist mit der Uraufführung von La vita nuova op. 9 für Chor und Orchester auf Texte Dante Alighieris, die 1903 in München stattfand. Das Werk wurde bis zum Zweiten Weltkrieg mehrere hundert Mal aufgeführt.

Wolf-Ferrari amtierte seit 1903 als Direktor des Liceo Civico Musicale »Benedetto Marcello« in Venedig, eine Tätigkeit, von der er sich – polyglott zwischen Deutschland und Italien lebend – 1909 beurlauben lassen sollte; er lebte später in Zürich, dann in Zollikon am Zürichsee. Vor allem der Eindruck des Ersten Weltkriegs lastete auf ihm, der sich als »Wurzelloser« verstand – mit dem Ergebnis von Depressionen, Schaffenskrisen und einer Scheidung. 1939 wurde er als Kompositionsprofessor an das Mozarteum in Salzburg berufen – und lebte wieder zurückgezogen in München und Venedig, unbehelligt sowohl vom italienischen Faschismus als auch vom Nationalsozialismus. Die Nachkriegszeit verbrachte Wolf-Ferrari wieder in Zürich und starb am 21. Januar 1948 unerwartet an Herzversagen. Sein Ehrengrab befindet sich auf der venezianischen Friedhofsinsel Isola di San Michele. …

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Partitur Nr.

4212

Edition

Repertoire Explorer

Genre

Solo Instrument(e) & Orchester

Format

210 x 297 mm

Druck

Reprint

Seiten

48

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