Smyth, Ethel

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Smyth, Ethel

The Prison, Symphony for Soprano, Bass-Baritone, Chorus and Orchestra (Vocal score with English libretto)

Art.-Nr.: 1654b Kategorien: , ,

24,00 

Smyth, Ethel – The Prison, Symphony for Soprano, Bass-Baritone, Chorus and Orchestra (Vocal score with English libretto)

For more information about the piece:

Teil 1. „Close on Freedom“ p.1

Teil 2. „The Deliverance“ p.104

Premiere:

19. Februar 1931 in Edinburgh

Vorwort

Bei The Prison handelt es sich um die letzte große Komposition der englischen Opernkomponistin Ethel Smyth. Mit diesem Chorwerk krönte sie nicht nur ihre eigene Karriere, sondern wollte auch ihrem langjährigen Weggefährten und Librettisten Henry Brewster (1850–1908) ein Denkmal setzen. Smyth lernte den amerikanischen Schriftsteller und Philosophen 1882 während ihres mehrmonatigen Aufenthalts in Florenz kennen. Obwohl dieser mit der Schwester von Smyths Leipziger Vertrauten Elisabeth von Herzogenberg (1847–1892) verheiratet war, verliebte er sich in die junge Komponistin. Dies führte letztendlich zum dauerhaften Zerwürfnis zwischen dem Ehepaar Herzogenberg und Smyth, obwohl Smyth fünf Jahre lang den Kontakt zu Brewster abgebrochen hatte. Erst im Frühjahr 1890 begegneten sich die beiden bei der Uraufführung von Smyths erstem Orchesterwerk, der Serenade in D-Dur, wieder. Nach dem Tod von Elisabeth von Herzogenberg und von Brewsters Frau Julia (1842–1895) begannen Brewster und Smyth zusammenzuarbeiten und schufen gemeinsam drei Opern (Fantasio (UA 24.5.1898), Der Wald/The Forest (UA 9.4.1902) und Les Naufrageurs/Strandrecht/The Wreckers (UA 11.11.1906)). Ihrem Librettisten widmete Smyth ihre Oper Der Wald und Chrysilla, das dritte ihrer vier französischen Lieder, weil es ein literarisches und musikalisches Porträt ihres Freundes darstellen sollte.

Über zwanzig Jahre später sorgte Smyth durch ihre Sinfonie erneut dafür, dass Brewsters Schaffen in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Denn sie vertonte darin Ausschnitte aus Brewsters metaphysischem Buch The Prison. A Dialogue. In seinem Buch thematisiert Brewster den inneren Kampf des Menschen, sich von den Fesseln des eigenen Selbst zu befreien und das volle Bewusstsein der Unsterblichkeit der eigenen Seele zu erlangen, um so dem Tod entgegensehen zu können. Brewster gestaltet seine Monographie in Form eines Gesprächs zwischen Freunden, die über ein Manuskript, das angeblich von einem unbekannten Gefangenen stammen soll, diskutieren. Für ihre Sinfonie wählt Smyth Auszüge aus den letzten Äußerungen des Gefangenen, die sie auf die Gesangsrollen des Gefangenen (Basssolo), seiner Seele (Sopransolo) und die Stimmen (Chor) aufteilt. Mit dem Gedanken, Brewsters Werk kompositorisch zu verarbeiten, hatte Smyth bereits längere Zeit gespielt: „Dame Ethel Smyth hatte gespürt, dass in den Gedanken ihres Freundes, H. B. Brewster, eine Kraft verborgen lag, die darauf wartete, in Musik ihren Ausdruck zu finden, etwas, was er zu sagen versucht hatte und was er tatsächlich geschafft hatte zu sagen, aber was die Hilfe einer Sprache, Musik, benötigte, die viel intuitiver verstanden wird als das gesprochene Wort.“1 Neben der Vertonung war es Smyth ein großes Anliegen, Brewsters Text der Öffentlichkeit als Reprint wieder zur Verfügung zu stellen. In einem ausführlichen Vorwort zu dieser Neuausgabe beleuchtet sie die allgemeine Bedeutung Brewsters für die Philosophie und für ihr persönliches Leben. …

Read preface of the full score /  Vorwort zur Partitur lesen > HERE

Edition

Repertoire Explorer

Genre

Chor/Stimme & Orchestra

Format

225 x 320 mm

Anmerkungen

Klavierauszug mit englischem Libretto

Druck

Reprint

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