Schnabel, Artur

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Schnabel, Artur

Symphonie Nr. 1

Art.-Nr.: 4832 Kategorie: Schlüsselwort:

42,00 

Artur Schnabel – Symphony No. 1

(geb. Lipnik bei Bielitz (Bielsko), Österreich [heute Polen], 17. April 1882 – gest. Axenstein, Schweiz, 15. August 1951)

(1938-39)

I Molto moderato, un poco grave
II Vivace (p. 57)
III Largo, con devozione e solennità (p. 85)
IV Allegro molto e con brio (p. 107)

Vorwort
Mit dem erstmaligen Nachdruck der Partitur der Ersten Symphonie ist das lange geplante Projekt von Repertoire Explorer, sämtliche reifen Orchesterwerke Artur Schnabels in käuflichen Studienausgaben erhältlich zu machen, vollendet. Und dank der phänomenalen Bemühungen des großen Geigers und Dirigenten Paul Zukofsky sind diese vier Werke (und weitere) auch in hochklassigen Aufnahmen nachzuhören – denn nicht nur haben sie, vor allem aufgrund ihrer horrenden Schwierigkeiten, bislang nicht ins Konzertleben Einzug gehalten, sondern es existieren auch bis heute keine weiteren kommerziellen Einspielungen. Ähnlich wie bei Eduard Erdmann haben zudem die Faszination und der Ruhm des epochemachenden Pianisten das kompositorische Schaffen Schnabels weitestgehend überschattet. Schnabel galt ab Mitte der 1910er Jahre schnell zurecht als radikal fortschrittlicher Tonschaffender. Rückschauend ist in ihm einer der kompromisslosesten, komplexesten und freisinnigsten Komponisten der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts zu erblicken.

Wie kam Schnabels Musik seinerzeit in der Fachwelt an? Stellvertretend sei aus einer einfühlend geschriebenen Kritik von Walter Schrenk (1893-1932) zitiert, die am 10. Oktober 1929 in der Deutschen Allgemeinen Zeitung erschien: „Das war eine harte Nuss, besonders für das Publikum, das an diesem Abend, den das Kolisch-Quartett mit Artur Schnabel gab, den Beethoven-Saal [Berlin] bis zum letzten Platz füllte. Artur Schnabel hat sich weder als Klavierspieler noch als Komponist je um Popularität bemüht; er ist einer der wenigen, die in keiner Richtung Konzessionen machen, und auch darauf beruht die unangreifbare Stellung, die er in dem heutigen, sinnlos gewordenen Konzertbetrieb einnimmt. Der Komponist Artur Schnabel ist insofern eine Ausnahmeerscheinung, da ihm an der öffentlichen Aufführung seiner Werke offenbar nicht viel liegt; nur selten hört man eines seiner Werke, jedesmal aber hat man den Eindruck, einem bedeutenden Ereignis beizuwohnen. Die Uraufführung des dritten, 1922 komponierten Streichquartetts enthüllte wieder die Kraft und Eigenart einer schöpferischen Begabung, die sozusagen nur in sich hineinmusiziert, die — abhold jedem äußeren Effekt — nur innere Visionen musikalisch zu gestalten sucht. Eine solche, ethisch und geistig tief fundierte Kunst wird nie eine breitere Wirkung erwarten dürfen. […] Eine ganz abseitige Musik steckt in diesem Quartett, eine Musik voller Phantasie und Ausdruckskraft, eine Musik von einer für die heutige Zeit fast beispiellosen Intensität des Gefühls. Sie ist ganz in sich versponnen, sie geht Wege, auf denen gewiss nicht jeder folgen kann, aber sie bleibt immer Musik im schönsten Sinne des Wortes. Musik des Herzens und der Seele: glücklicherweise denkbar weit entfernt von dem Phantom der neuen Sachlichkeit. Ihre unendlich komplizierte Faktur ist nur eine Folge der verwickelten und differenzierten seelischen Vorgänge, die sich hier in zuweilen sehr absonderlichen, immer aber schöpferischen Klängen manifestieren. Die Allgemeingültigkeit dieser Musik sinkt dadurch allerdings auf ein Minimum hinab — sie ist nur für wenige Menschen geschrieben.“ …

 

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