Respighi, Ottorino

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Respighi, Ottorino

Concerto in modo misolidio per pianoforte ed orchestra

Art.-Nr.: 777 Kategorie:

23,00 

Preface

Ottorino Respighi – Concerto in modo misolidio per pianoforte ed orchestra »Omnes gentes plaudite manibus« (1925)

(b. Bologna, 9 July 1879 — d. Rome, 18 April 1936)

I – Moderato (p. 3) – Più moderato, espressivo (p. 8) – Più mosso (p. 10) Moderato (p. 16) – Marcato (p. 18) – Moderato e calmo (p. 20) – Più mosso (p. 23) Poco sostenuto (p. 25) – Tempo I (p. 28) –Cadenza. Liberamente (p. 32) Mistico (p. 35)

II – Lento (p. 37) – Andante con moto (p. 40) – Lento molto Moderatamente allegro (p. 42) – Lento – Moderatamente allegro (p. 43) Lento (p. 44) – Andante lento (p. 45) – Tempo I (p. 47) – Andante con moto (p. 49) Movendo (p. 50) – (attacca:) –

III – Passacaglia. Allegro energico (p. 51) – Più allegro (p. 52) (accel. al:) Vivace (p. 56) – Con slancio (p. 61) – Poco sostenuto (p. 63) Solo a fantasia (p. 65) – Allegretto (p. 67) – Allegro ritmato (p. 69) (string. al:) Allegro vivo (p. 70) – Andante espressivo (p. 72) (allarg. al:) Più lento, calmo (p. 74) – Allegro (p. 76) Sostenuto (p. 79) – Allegro vivo (p. 81)

Vorwort

Das Concerto in modo misolidio für Klavier und Orchester ist zusammen mit dem Concerto gregoriano für Violine und Orchester (Repertoire Explorer Studienpartitur 149) Ottorino Respighis bedeutendster und ambitioniertester Beitrag zur Gattung des Solokonzerts. Beide Werke lagen Respighi ganz besonders am Herzen, in beiden war er gewiss, sein Bestes gegeben zu haben, und beiden traute er eine dauerhafte Präsenz im Konzertleben zu. Leider ist das in beiden Fällen nicht eingetreten. Dies liegt nicht an der Qualität der Musik, die zum Substantiellsten aus Respighis Feder zählt. Ein gemeinsamer Grund für den verhältnismäßig geringen Erfolg ist gewiss, dass diese Werke nicht bei Respighis Hauptverleger Ricordi erschienen sind. Das 1921 komponierte Concerto gregoriano erschien 1922 bei der Universal Edition im Druck (wie auch das in der stilistischen Haltung und Ambition verwandte Streichquartett Quartetto dorico [komponiert 1924, veröffentlicht 1925]); das 1925 komponierte Concerto in modo misolidio wurde 1926 vom Berliner Verlag Bote & Bock in Partitur gedruckt und erscheint hiermit, als unveränderter Nachdruck des Erstdrucks, erstmals im Studienformat. Da weder Universal Edition noch Bote & Bock viele Werke Respighis akquirierten, kümmerte man sich auch nicht nachhaltig um deren Verbreitung und war nach den ersten weniger wohlgesonnenen Kritiken gerne bereit, das Engagement für die Musik herunterzufahren. So ist es gekommen, dass das Concerto gregoriano nur gelegentlich und das Concerto in modo misolidio äußerst selten im Konzert zu hören sind, und insbesondere vom letzteren liegen auch nur sehr wenige Plattenaufnahmen vor. Vielleicht wird sich das in Zukunft ändern, nachdem der Autorenschutz abgelaufen und der finanzielle Aufwand für Aufführungen nunmehr geringer ist.

Die Entstehung des Concerto in modo misolidio fällt in eine sehr aufregende Zeit in Respighis Leben. Am 13. Januar 1919 hatte er seine vormalige Schülerin Elsa Respighi-Sangiacomo (1894-1996) geheiratet, und in jener Zeit vertiefte er sich mehr und mehr in seine Neigung zu alter Musik. Ganz besonders war es der Gregorianische Choralgesang, dessen Studium er sich nunmehr mit höchster Intensität widmete. So berichtet Elsa Respighi (in Ottorino Respighi: dati biografici ordinati; Ricordi, Milano, 1962):

„In wenigen Tagen eignete er sich alles an, was ich selbst wusste und noch viel mehr. Wie eine Sucht hatte uns die Gregorianik ergriffen. Kein Tag verging, an dem er mich nicht gebeten hätte, einige Stellen aus dem Graduale romano zu intonieren. Unzweifelhaft ist der Einfluss der Gregorianik auf die Kunst des Meisters sehr stark gewesen. In fast all seinen Werke nach 1920 kann man den Niederschlag der gregorianischen Kunst finden.

Auf Capri komponierte Respighi einige Monate später im Herbst 1919 drei Präludien über gregorianische Melodien für Klavier (Tre preludi su melodie gregoriane). In diesen Kom-positionen dokumentiert sich der Seelenzustand Ottorinos zu jener Zeit: freudvolle Bejahung und religiöse Ergriffenheit, konform der Harmonie unseres gemeinsamen Lebens.

In diesen Tagen äußerte der Meister einmal, wie schön es wäre, das gregorianische Melos aus dem Rahmen der katholischen Liturgie herauszulösen und seine künstlerischen und menschlichen Werte der modernen Tonsprache dienstbar zu machen.“

Um 1920 war die impressionistische Tondichtung Fontane di Roma Respighis mit Abstand erfolgreichstes Werk, das weltweit von den großen Orchestern und Dirigenten mit rauschendem Erfolg gegeben wurde und seinen Namen international in die erste Liga katapultierte. An größeren Kompositionen entstanden in der Folge das nachhaltig populäre Ballett La boutique fantasque, in welchem Klavierpetitessen aus Gioacchino Rossinis Alterswerk für großes Orchester arrangiert sind, die Kantate Primavera, die brillant-groteske symphoniche Dichtung Ballata delle gnomidi über Carlo Clausettis gleichnamige Schauerballade, das Adagio con variazioni für Cello und kleines Orchester, das Concerto gregoriano, die Oper Belfagor, die sehr viel Widmung in Anspruch nahm, und dann 1924 die viersätzige Tondichtung Pini di Roma, die am 14. Dezember 1924 im Augusteo zu Rom unter Bernardino Molinari uraufgeführt wurde und seit dieser stürmisch bejubelten Feuertaufe über die Zeiten Respighis erfolgreichstes Werk für großes Orchester geblieben ist. Im Herbst 1923 war Anton Bock vom Verlag Bote & Bock auf der Durchreise in Rom, besuchte Respighi und ersuchte ihn um einige Werke für seinen Verlag. Unter anderem einigte man sich auf die geplante Oper La campana sommersa nach Gerhart Hauptmanns Märchendrama Die versunkene Glocke. Zwar hatte auch schon Heinrich Zöllner (1854-1941) ein Vierteljahrhundert zuvor eine Oper über dieses Sujet geschrieben, doch erreichte Bock die schnelle Zustimmung Hauptmanns, der Zöllner die Rechte damals nicht exklusiv zugestanden hatte. ….

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Score Data

Edition

Repertoire Explorer

Genre

Tasteninstrument & Orchester

Seiten

100

Format

160 x 240 mm

Druck

Reprint

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