Raff, Joachim

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Raff, Joachim

Welt-Ende, Gericht, Neue Welt Op. 212, oratorio (with German & English libretto)

Art.-Nr.: 4305 Kategorie:

65,00 

Joachim Raff – Welt-Ende – Gericht – Neue Welt op. 212

(geb. Lachen bei Zürich, 27. Mai 1822 — gest. Frankfurt am Main, 24. Juni 1882)

 

Vorwort
In der 1887 erschienen Geschichte des Oratoriums schreibt Franz Böhme folgende Worte: »Joachim Raff mit seiner ›Offenbarung‹ (1882) war wohl der letzte Oratoriencomponist von Bedeutung, der die Händel=Mendelssohnsche Oratorienform noch zur Anwendung brachte und hat in dieser seiner letzten großartigen Tonschöpfung eine seltene Innigkeit und Tiefe mit hervorragender geistreicher Faktur und glänzender Instrumentation zu ergreifender Wirkung verbunden.«1 Er stellt den Komponisten damit nicht nur in die musikgeschichtliche Erbfolge von Georg Friedrich Händel und Felix Mendelssohn, sondern grenzt Raffs Schaffen von anderen bekannten Komponisten, wie beispielsweise Franz Liszt, geradezu ab. Gerade die Abgrenzung von Franz Liszt, dem Raff lange Zeit sehr nahe stand und mit dem er viele Jahre in Weimar zusammengearbeitet hatte, ist bemerkenswert. Schließlich war es Liszt, über den Raff immer wieder in Kontakt mit geistlicher Musik kam, besonders in Form von Messen und Oratorien.

In der zweiten Hälfte der 1850er Jahre komponiert Franz Liszt erste Teile seines Christus und tritt mit diesen 1859 an die Öffentlichkeit. Im Vergleich zu anderen Oratorien ist der Text des Christus, wie in einer Messe, in Latein gehalten. Etwa 10 Jahre später vollendet Johannes Brahms sein Deutsches Requiem op. 45 und auch Raff verwendet bei seinem Anfang der 1880er Jahre komponierten Oratorium nicht die Liturgie-Sprache Latein, sondern eine Luther-Übersetzung.2

Der Komponist wählte, wie Brahms, selbst aus den zahlreichen Bibelstellen aus und setzte diese in Beziehung, um ein Libretto für sein Oratorium zu schaffen – Joachim Raff wird hier zum Textdichter. Aus dieser Beschäftigung heraus entstand schließlich ein »Oratorium nach Worten der heiligen Schrift zumal der Offenbarung Johannis« (Untertitel des Klavierauszugs). …

 

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Partitur Nr.

4305

Edition

Repertoire Explorer

Genre

Chor/Stimme & Orchestra

Format

210 x 297 mm

Druck

Reprint

Seiten

342