Pfitzner, Hans

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Pfitzner, Hans

Stage music to Henrik Ibsen’s drama ‘Das Fest auf Solhaug/The Feast at Solhaug’

Art.-Nr.: 4815 Kategorie: Schlüsselwort:

36,00 

Hans Pfitzner – Musik zum 1855 verfassten Schauspiel von Henrik Ibsen «Das Fest auf Solhaug»

(geb. Moskau, 5. Mai 1869 – gest. Salzburg, 22. Mai 1949)

H. Ibsen (1828-1906)

(1889-90)

Akt I
I Vorspiel (p. 1)
II Scene der Margit. Melodram und Lied (p. 21)
III Finale (p. 37)

Akt II
IV Vorspiel (p. 57)
V Chor „Er locket ins Freie“ (p. 77)
VI Lied „Ich fuhr wohl übers Wasser“ (p. 89)
VIb Melodram (p. 93)

Akt III
VII Vorspiel (p. 109)
VIII Schluss (p. 141)

Vorwort
Die 1889-90 komponierte Musik zu Henrik Ibsens frühem, 1855 entstandenem Drama ‚Das Fest auf Solhaug‘ ist, gemeinsam mit der Sonate Op. 1 für Cello und Klavier, das erste echte Reifezeugnis in Hans Pfitzners Schaffen. Ganz besonders das Vorspiel zum ersten Akt zeigt ihn bereits auf der vollen Höhe seiner so feinsinnigen wie verletzlichen Kunst. Zugleich ist ihre Entstehung ein vortreffliches Beispiel dafür, wie ein junger Künstler in seiner Naivität gegenüber den Gepflogenheiten der Welt enttäuscht werden kann.

Pfitzner berichtet in ‚Bilder und Eindrücke meines Lebens‘ (zweitveröffentlicht in ‚Hans Pfitzner. Reden, Schriften, Briefe‘, herausgegeben von Walter Abendroth [Berlin, 1955]) in dem Kapitel ‚Worüber ich alles nicht nachgedacht habe‘ über die Kompositionen seiner Konservatoriumszeit in Frankfurt am Main. Dabei ist zunächst die Rede von den ‚Jugendliedern‘, dem frühen Cellokonzert („dessen Orchesterpart ich niemals gehört habe und welches niemals öffentlich aufgeführt worden ist“), dem Frauenchor mit Alt-Solo und Orchester ‚Der Blumen Rache‘ („welcher von Knorr für ein Prüfungskonzert empfohlen, aber von Scholz abgelehnt worden war, ohne rechte Begründung […] ‚Der Blumen Rache‘ bekam ich erst in meiner Straßburger Zeit zum erstenmal zu hören, also etwa zwanzig Jahre nach der Niederschrift“) und dem in wenigen Wochen als Ersatz für ‚Der Blumen Rache‘ entstandenen ‚Scherzo für Orchester‘ („Es war das einzige Werk, welches ich während meiner Konservatoriumszeit – abgesehen natürlich von Klavierliedern – erklingen gehört habe“). Dann kommt Pfitzner zur Hauptsache jener Zeit: „Der größte Wurf meiner Lehrjahre aber war, neben meiner auf Empfehlung von Iwan Knorr bei Breitkopf & Härtel als Opus 1 gedruckten Cellosonate, meine erste dramatische Komposition: die vollständige Musik zu Ibsens Drama ‚Das Fest auf Solhaug‘. Die musikalische Sprache dieses Jünglingswerkes schlägt zum erstenmal die in der Cellosonate und in manchen Klavierliedern schon vorbereiteten leidenschaftlichen Töne voll und in grossem Stile an. Dieses Werk bildet den Übergang von den eigentlichen Jugendkompositionen zu den Werken der Reife. Seine Schaffung hat mich in den Stand gesetzt, in meinem ersten großen Opernwerke, dem ‚Armen Heinrich‘, ganz meinen eigenen Stil zu schreiben und meine eigene musikalische Sprache zu sprechen, die mit Wagner so wenig zu tun hat wie mit Bellini.

 

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