Medtner, Nicolai

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Medtner, Nicolai

Piano Concerto No. 2 in C minor Op. 50

Art.-Nr.: 4696 Kategorie:

46,00 

Nicolas Medtner – Klavierkonzert Nr. 2 in c-Moll, Op. 50

(geb. 5. Januar 1880 [O.S. 24. Dezember 1879], Moskau – gest. 13. November 1951, London)

(1926-7)

Toccata p.9
Romanza p.94
Divertimento (Rondo) p.145

Vorwort
„Jeder Musiker, der erkannt hat, dass es ihm nicht gelingt, in der einzigen wahren Sprache unserer Kunst etwas Neues zu sagen, muss sein Versagen sich selbst zuschreiben und nicht der Sprache der Musik. Können wir nicht zur rechten Zeit schweigen, so haben wir gewiss kein Recht, unsere Sprache durch sinnlose Versuche ihrer Nachahmung zu verstümmeln.“ (Medtner The Muse and Fashion (trans. Swan) Haverford, Pa (1951) S. 106)

*

Nikolai Karlowitsch Medtner lebte in turbulenten Zeiten. Zwei Weltkriege, politische und musikalische Revolutionen, künstlerische Vernachlässigung, Exil und chronische Krankheit erlebte er. Dennoch erklärte ihn sein großer Freund, Landsmann und Exilant Sergej Rachmaninow zum “größten Komponisten unserer Generation”. In Anbetracht der Tatsache, dass Bartok, Busoni, Debussy, Prokofjew, Ravel, Schönberg und Skrjabin zu dieser Generation gehörten, war dies zweifellos ein großes Lob. Rachmaninows Wertschätzung für Medtner war so groß, dass er ihm sein eigenes Viertes Klavierkonzert widmete. So ist Rachmaninow der Widmungsträger des in dieser Ausgabe veröffentlichten Klavierkonzert des Komponisten.

Medtners künstlerisches Credo kommt in seinem 1931 erschienenen Buch The Muse and Fashion zum Ausdruck. Die unaufhaltsame Bewegung weg von der Tonalität im traditionellen Sinne während der ersten Jahrzehnte des zwanzigsten Jahrhunderts war für Medtner etwas verwirrend. Wie das obige Zitat zeigt, stellte er die Stille über die willkürliche Spekulation. Der Ruf des Erzkonservatismus, ja sogar der Rückschrittlichkeit verbannte Medtner weitgehend in die Anonymität. Seine Neigung zur Introvertiertheit und sein Verzicht, um Popularität zu werben, verstärkten die Wahrnehmung, er sei unnahbar. Im Gegensatz zu Rachmaninow, Schönberg und anderen Exilanten der Nachkriegs- und Revolutionszeit gelang es Medtner nicht, sich in den USA niederzulassen. Stattdessen lebte er bis zu seinem Tod in dem ruhigen britischen Vorort Golders Green in London. Eine blaue Gedenktafel weist auf seinen Wohnsitz in der Wentworth Road Nr. 69 hin. Vielleicht wäre sein Vermächtnis anders ausgefallen, wenn er den gleichen Schritt über den Atlantik gemacht hätte, den so viele seiner europäischen Zeitgenossen unternommen hatten. …

 

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