Matthyssens, Maria

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Matthyssens, Maria

Choses d’âme: mélodies pour chant et piano

27,00 

Maria Matthyssens
(Antwerpen, 20. April 1861 – Teddington (GB), 31. Juli 1916)

Herzensangelegenheiten: Lieder für Singstimme und Klavier
(ca. 1910)

Der Mädchenname dieser in ihrer Zeit populären Komponistin war Marie Schewyck, aber seit der Eheschließung mit dem Architekten George Matthyssens ging sie unter dem Familiennamen ihres Mannes durchs Leben.

Sie studierte bei Berühmtheiten aus dem Antwerpener Musikleben wie Jan Blockx, Emile Ergo, Emile Wambach und Flor Alpaerts. In einem Brief an den Textdichter Lambrecht Lambrechts wird berichtet. dass sie schon als Kind gut Klavier spielte und eine schöne Sopranstimme besaß. Sie trat als Sängerin in Antwerpen und Brüssel auf, profilierte sich jedoch vor allem als Komponistin. 1898 brachte sie bei Schott Frères in Brüssel einen Zyklus von zwölf Liedern heraus, und Anfang 1899 organisierte der Antwerpener Cercle artistique et littéraire ein Konzert, das beinahe zur Gänze ihrem Schaffen gewidmet war. Le Guide musical vom 22. Januar 1899 schrieb über ihre Lieder: „Sie sind anmutig und originell, wie geschaffen, um zu gefallen. Sie sind nicht so anspruchsvoll wie die Lieder von Schubert, Schumann, Robert Frantz und Brahms, sondern ähneln mehr den ‚Mélodies’ von Gounod und Massenet. Die Lieder von Frau Matthyssens zeichnen sich weiterhin dadurch aus, dass sie gut in der Stimme liegen und ihr Gefühl für die Prosodie erkennen lassen.“ Matthyssens sang damals selbst einige ihrer Schöpfungen. Die Texte der französischen Lieder fand sie unter anderem bei Léon Solvay, Gustave De Graef und Marguerite Coppin. Ausnahmsweise schrieb sie auch selbst ein Gedicht, unter anderem Bouderie (‚kleines Gedicht in Prosa für Tenor’) und Chant d’hyménée (ihren Kindern gewidmet).

Matthyssens wurde jedoch vor allem als Komponistin von volkstümlichen Liedern auf Texte in niederländischer Sprache bekannt. Ganz im Sinne der zahlreichen gut besuchten Liederabende, die am Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts von kulturellen Vereinigungen wie dem Willemsfonds, Davidsfonds und Algemeen Nederlands Verbond (ANV) organisiert wurden, schrieb sie eine ganze Reihe „Lieder im Volkston“. Ihr Lied Prins Karnaval (Text von Willem Gijssels) erhielt einen Preis vom ANV und war vor dem Ersten Weltkrieg die Lieblingsnummer bei den Liederabenden des Brüsseler ANV. Noch populärer war das fröhliche Schoentje lap! (Text von Ernest De Weert), das im Jahre 1900 den ersten Preis beim Liedwettbewerb der Stadt Antwerpen errang. Dessen Melodie wurde auf dem Glockenspiel der Antwerpener Kathedrale gespielt, und die Brennerei F. X. De Beukelaer machte damit Reklame für ihren Kräuterlikör Elixir d’Anvers. Matthyssens blieb jedoch am dauerhaftesten bekannt durch das Lied Omdat ik Vlaming ben (Text von Lambrecht Lambrechts), das bis weit in das zwanzigste Jahrhundert auf vielen flämischen Zusammenkünften gesungen wurde. …

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Partitur Nr.

2557

Sonderedition

The Flemish Music Collection

Genre

Chor/Gesang & Instrument(e)

Druck

Reprint

Seiten

54