Madetoja, Leevi

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Madetoja, Leevi

Symphony No.2, Op.35

Art.-Nr.: 4084 Kategorie:

36,00 

Leevi Antti Madetoja – Symphonie Nr. 2 in Es- Dur, Op. 35

(geb. Oolu, 17. Februar 1887 – ges. Helsinki, 6. Oktober 1947)

Vorwort
Der finnische Komponist Leevi Madetoja schien vom Pech verfolgt zu sein. Dieser dunkle Sog zog mal offenkundig und mal subtil an dem Mann und seiner Musik, sogar in jungen Jahren. Jede glückliche Wendung kehrte sich zum Gegenteil, wie es den Anschein erweckte, und führte ins Pech oder zu unerwarteten Komplikationen.

Madetoja wuchs in einem Haushalt auf, der mehrfach vom Tod heimgesucht wurde. Sein Vater immigrierte 1887 in die Vereinigten Staaten und plante, dass seine Familie im folgen solle. Ein Jahr später erlag er einer Tuberkulose-Erkrankung; Leevi Madetoja lernte ihn nie kennen. Ein älterer Bruder starb 1883 bereits als Kind. Um seine Mutter und seinen jüngeren Bruder zu unterstützen, arbeitete Leevi Madetoja unter anderem in einem Sägewerk und als Straßenreiniger; später entkam er diesen Umständen, indem er sich 1906 an der Universität von Helsinki und dem Musikinstitut der Stadt einschrieb.

Dort studierte Madetoja Musiktheorie, Komposition und Klavier. Er war kein Wunderkind, arbeitete fleißig und kam nur langsam voran. Sein größtes Talent lag im Spiel der Kantele, eines finnischen Volksinstruments. Diese Unterart der Kastenzither besitzt Saiten, die gezupft werden. Madetoja erlernte das Instrument gut genug, dass er ein professionelles Modell mit 30 Saiten bekam – sicherlich war er der einzige Komponist von Rang, der dieses unübliche Instrument meisterte. Um die Verbindung zur Volksmusik zu fördern, sponsorte die Finnische Literaturgesellschaft Madetoja nach einem Jahr am Musikinstitut eine Reise in die Inkeri-Region in Russland. Die Volkslieder, die er dort sammelte, sollten auf seinen ureigenen Kompositionsstil Einfluss nehmen.

1908 wurde Madetoja das seltene Privileg zuteil, von Jean Sibelius (1875-1957) als Privatstudent unterrichtet zu werden – vor ihm erhielt nur einer diese Ehre.1 Doch Sibelius war kein Naturtalent als Lehrer: Er hielt seinen Unterricht nur sporadisch ab, seine Methoden wirkten exzentrisch, und er klopfte lieber markante Sprüche, als einen langfristig angelegten Lehrplan zu verfolgen. Darüber hinaus konnte Sibelius sozial schwierig sein, eifersüchtig hinsichtlich seines Standes in den Augen der Öffentlichkeit und als Finnlands größter lebender Komponist empfindlich gegenüber Kritik. …

 

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