Mackenzie, Alexander Campbell

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Mackenzie, Alexander Campbell

Jason, Dramatische Kantate für Solo Stimmen, Chor und Orchester Op. 26

Art.-Nr.: 4632 Kategorie:

68,00 

Alexander Campbell Mackenzie – Jason, Op. 26

(b. Edinburgh, 22 August 1847; d. London, 28 April 1935)

Dramatische Kantate

Vorwort
Selten kommt es vor, dass ein zehnjähriger schottischer Junge von seinem Vater zum Musikstudium nach Deutschland mitgenommen und ihm dort in der herzoglichen Stadt Sondershausen mitgeteilt wird, dass er seinen Vater nie wieder sehen wird. So erging es Alexander Mackenzie, denn sein Vater war krank und wusste, dass er bald sterben würde. War es grausam, den Jungen allein am Rande des Harz zu lassen, zur Lehre bei Kapellmeister Stein? Nein, das war es nicht. Es war das selbstlose Geschenk einer Zukunft für einen begabten Jungen, der in der europäischen Musik zu einer Berühmtheit heranwuchs, bewundert von Liszt, Busoni, Hans von Bülow, Pablo Sarasate und Edward Elgar, der 1895 von Königin Victoria zum Ritter geschlagen und 1922 von König Edward VII. zum Knight Commander of the Victorian Order ernannt wurde; der aber bis heute von seiner eigenen Nation beschämend vernachlässigt wird.

Als Vollwaise hatte Mackenzie in Sondershausen kein Geld, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, aber er war so begabt, dass er bereits im Alter von 11 Jahren als zweiter Geiger im herzoglichen Orchester für sich selbst sorgte. Als er schließlich Deutschland verließ, um nach Edinburgh zu gehen und dann in London zu studieren, musste er Englisch neu lernen – oder vielleicht sollte man besser sagen Schottisch, denn er verlor nie seinen schottischen Akzent und wurde liebevoll „Mac“ genannt.

1888 nahm er den Posten des Direktors der Royal Academy of Music in London an und blieb dort bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1924. Die Hingabe, mit der er sich dieser Institution widmete, während er weiterhin dirigierte und komponierte, lässt sich treffendsten mit den Worten Elgars ausdrücken: „Hier identifizierte er sich mit allem, was groß und gut war“.

Der Organisator Mackenzie stellte sich vielleicht sogar selbst als Komponist in den Schatten. Aber gerade in seiner Eigenschaft als Komponist sollte man sich jetzt an ihn erinnern. Seine Begabung für Melodien ist herausragend, sein Umgang mit thematischer Transformation ist ebenso geschickt wie seine Orchestrierung: Er beherrschte sowohl große als auch kleine Formen, wobei die beiden Konzerte und die Pibroch Suite einen festen Platz im Repertoire verdienen, ebenso wie sein Oratorium The Rose of Sharon. Obwohl seine Musik eindeutig der Brahms-Liszt-Wagner-Ära entstammt, ist sie doch seine eigene, gleichgültig, ob im schottischen Idiom oder nicht. ..

 

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