Liebermann, Rolf

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Liebermann, Rolf

Furioso for orchestra

Art.-Nr.: 3099 Kategorie:

22,00 

Rolf Liebermann – Furioso für Orchester (1945)

(geb. 14. September 1910, Zürich – gest. 2. Januar 1999, Paris)

Allegro vivace, furioso (p. 3) – Andante (p. 24) – Allegro vivace, Tempo I (p. 33)

 

Vorwort (von Christoph Schlüren)
Rolf Liebermann, Großneffe des Berliner Malerfürsten und offenen Nazi-Gegners Max Liebermann (1847-1935) und Sohn eines gebürtigen Deutschen und einer Französin, zählt sowohl zu den erfolgreichsten Opernkomponisten als auch zu den bedeutendsten Opernintendanten seiner Zeit. 1929-33 studierte er Jura an der Züricher Universität und nahm zugleich privaten Musikunterricht bei José Berr (1874-1974). Durch seine Liaison mit der Chansonnière Lieselotte Wilke veranlasst, die bald darauf unter dem Namen Lale Andersen (1905-72) berühmt und mit ihrem Lied ‚Lili Marleen’ unsterblich wurde, komponierte er zunächst Chansons, Stummfilmmusiken und war in der Cabaret-Szene tätig. 1936 belegte er einen Dirigierkurs von Hermann Scherchen (1891-1966) in Budapest und war daraufhin 1937-38 Assistent Scherchens beim Musica Viva-Orchester in Wien. Daraufhin leistete er in der Schweiz seinen Militärdienst ab und war ab 1940 privater Kompositionsschüler von Wladimir Vogel (1896-1984) in Ascona, wo er in die Zwölftontechnik eingeführt wurde. 1943 schrieb er die ‚Polyphonen Studien’ für Kammerorchester, 1944 die Kantate ’Une des fins du monde’ für Bariton und Orchester nach Jean Giraudoux. 1945-50 wirkte er als Tonmeister beim Züricher Radio. Während jener Zeit entstanden die ‚Chinesischen Liebeslieder’ nach Klabund für hohe Stimme, Harfe und Streicher und das ‚Furioso’ für Orchester (1945), zwei Bühnenmusiken (1946), die ‚Suite über sechs schweizerische Volkslieder’ für Orchester (1947), eine ‚Musique’ nach Baudelaire und Verlaine für Sprecher und Orchester (1948), die auf Textrhythmen entworfene 1. Sinfonie und die dramatische Szene ‚Chinesisches Lied’ für Alt, Tenor und Klavier (1949). Daraufhin übernahm er 1950-57 die Leitung der Orchesterabteilung der Schweizerischen Rundfunkgesellschaft. In jenen Jahren komponierte er die Kantate ‚Streitlied zwischen Leben und Tod’ für Soli, Chor und Orchester (1950), eine Klaviersonate (1951), seine erste Oper ‚Leonore 40/45’ (1952), die international als Skandal empfunden wurde, die weit erfolgreichere zweite Oper ‚Penelope’ und das bald populäre ‚Concerto for Jazzband and Symphony Orchestra’ (1954), und als dritte Oper die Opera buffa ‚Die Schule der Frauen’ (1955), die neben Gottfried von Einems ‚Danton’s Tod’ die erfolgreichste Oper der Nachkriegszeit sein sollte. Zu allen drei Liebermann-Opern der 1950er Jahre steuerte Heinrich Strobel (1898-1970), der Leiter der Musikabteilung des Südwestfunks in Baden-Baden und entscheidende Motor der Donaueschinger Musiktage nach dem Kriege, das Libretto bei. 1957 wurde Liebermann auf Wunsch des dortigen Chefdirigenten Hans Schmidt-Isserstedt (1900-73) vom Norddeutschen Rundfunk in Hamburg als Leiter der Hauptabteilung Musik engagiert, wo er 1958 das ‚Geigy Festival Concerto’ für Basler Trommler und Orchester und 1959 das ‚Capriccio’ für Sopran, Violine und Orchester komponierte. ..

 

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