Holmès, Augusta

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Holmès, Augusta

Andromède, poème symphonique

Art.-Nr.: 4655 Kategorie:

28,00 

Augusta Holmès – Andromède

(geb. Paris, 16. Dezember 1847 – gest. Paris, 28. Januar 1903)

Poème Symphonique (1901)

Vorwort
Ein Vorwort zu Andromède, der letzten vollendeten und uraufgeführten symphonischen Dichtung von Augusta Holmès, muss zwangsläufig die Leistungen ihrer frühen und mittleren Jahre als Kontext für ihre späte Karriere berücksichtigen. Zu ihrer Zeit sehr erfolgreich, ist sie im 20. Jahrhundert aus der konventionellen Musikgeschichte verschwunden, obgleich sie zu den vielen grossen Komponisten und Komponistinnen gehörte. Die 1847 als Tochter irischer Einwanderer in Paris geborene und später in Versailles lebende Holmès hatte schon früh durch ihre Familie Kontakt zu den führenden Künstlerkreisen Frankreichs. Sie komponierte 22 Orchester- und Chorwerke, darunter das preisgekrönte Lutèce (1877), allesamt grossformatige Werke von triumphaler Ästhetik.1 Mit ihren vier Opern, von denen La Montagne Noire 1895 fertiggestellt und in der Pariser Ópera uraufgeführt wurde, gehört sie zu den wenigen Komponistinnen, deren Opern auf dieser Bühne inszeniert wurden. Als Dichterin und Komponistin schrieb Holmès den Großteil der Texte, die ihre Kompositionen begleiten. Sie war eine Anhängerin des Parnassianismus und Mutter der Kinder der französischen Dichterin Catulle Mendès. Ihre schriftstellerische Begabung geht auf ihren Patenonkel zurück, den berühmten französischen Dichter Alfred de Vigny. Die Beziehung zwischen Vigny und Holmès reicht bis in ihre frühe Kindheit zurück und hielt bis zu dessen Tod im Jahr 1863.

Holmès‘ Karriere nahm um 1868/9 Fahrt auf, als eine von ihr und Major Holmes veranstaltete Soiree sich für immer in die Erinnerungen junger Künstler wie Villars Adam L‘Isle, Henri Regnault, Cazalis und anderer prominenter Künstler, Schriftsteller und Dichter einprägen sollte, die alle eifrige Besucher des Salons der Familie waren.2 Erinnerungen und Zeitungsartikel aus der Feder der Gäste berichten von einem Abend, an dem Augusta alle mit ihrer Stimme und ihren Kompositionen verzauberte. Als Anhängerin Richard Wagners trug Holmès gemeinsam mit ihrem Vater und Camille Saint-Saëns durch ihre abendlichen Zusammenkünfte in Versailles zur Verbreitung von Wagners Musik und seiner philosophischen Ästhetik in Paris bei. Bei diesen Soireen hatte Holmès den jungen Camille Saint-Saëns kennengelernt, der ihr lebenslanger Freund und Bewunderer wurde. Sie war die l‘outrancière, die Unerhörte, und Saint-Saëns, der diesen Beinamen prägte, hatte damit ihren für die damalige Zeit seltenen kämpferischen Impuls treffend beschrieben….

 

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