Gotovac, Jakov

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Gotovac, Jakov

Song and Kolo from the opera “Ero the Joker” for orchestra

Art.-Nr.: 1949 Kategorie:

17,00 

Jakov Gotovac
(geb. Split, Dalmatien, 11. Oktober 1895 – gest. Zagreb, 16. Oktober 1982)

Lied und Kolo
aus der Oper „Ero der Schelm“ für Orchester

 

Vorwort
Der Kolo ist ein schneller Rundtanz, der in Gruppen getanzt wird und im südlichen Balkan sehr verbreitet ist. Dvořák verarbeitet einen Kolo in seiner Op. 72 – Vertonung der Slawischen Tänze. Hier werden die Grundschritte des Tanzes und dessen Formate durch die Einführung von Synkopen und anderen Zusätzen in eine komplexeren Zusammenhang gebracht. Normalerweise findet der Tanz anlässlich sozialer Anlässe wie Hochzeiten oder religiöse Feste statt. Die Tänzer tragen farbenfrohe Kostüme, deren Stil je nachRegion sehr unterschiedlich seine kan. Die vorliegende Partitur ist eine instrumentale Version des Finale von Gotovacs Oper Ero s onoga svijeta (Ero der Schelm). Obwohl angeblich eine Konzertversion ohne Gesang existieren soll, die Gotovac selbst erstellt, nennt die Partitur Max Schönherr als Bearbeiter.
Während der 1930er Jahre war Gotovac eine der grössen Persönlichkeiten innerhalb des Establishments der nationalen kroatischen Musik, die folkloristische Elemente mit klassischen Formen verschweisste, ähnlich wie Dvořák und Smetana es am Ende des 19. Jahrhunderts mit der tschechischen Musik vollzogen. Bäuerliches Leben und Humor stehen häufig im Zentrum seiner Kompositionen. Um seiner Musik eine kroatische Identität zu verleihen, schuf er sowohl eigene folkloreähnliche Melodien und verwendet gelegentlich ebenfalls originale Volksweisen über einer schlichten homophonen Struktur mit chromatischen Farbtupfern. Die besten Beispiele hierfür finden sich den in bekanntesten Werken seiner mittleren Periode: Koleda (1925), Symphonischer Kolo (1926), Die Ackerleute (1937), Lieder und Tänze des Balkan (1939) und der Gusle-Spieler (1940).

Als Heranwachsender erhielt Gotovac in Split sporadischen Unterricht in grundlegenden musikalischen Fragen von ortsansässigen Lehrern. Auf Wunsch seiner Eltern studierte er nach dem Abschluss der Mittelschule Rechtswissenschaften an den Universitäten von Zagreb und Graz. Jedoch zeigte sich die Anziehungskraft der Musik als zu mächtig, und so studierte er ab 1920 Komposition bei Joseph Marx an der Musikakademie in Wien. Eine kurze Zeit blieb er in Šibenik, wo er seine Spuren durch die Neubelebung der Philharmonischen Gesellschaft hinterliess. 1923 ernannte man ihn zum Korrepetitor und Stimmtrainer an der Zagreber Oper, schließlich wurde er Chefdirigent des Hauses, an dem er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1957 bleiben sollte. Neben seiner Theaterarbeit war als Chordirekter eine prominente Persönlichkeit; er leitete die beiden wichtigsten Chorgesellschaften in Zagreb, den Mladost-Balkan- Studentenchor und den Vladimir Nazor- Chor. Zwischen 1962 und 1964 diente Gotovac als Präsident des kroatischen Komponistenverbandes.
Seine komische Oper Eros onoga svijeta (Ero der Schelm), vollendet und uraufgeführt im Jahre 1935, war sein mit Abstand erfolgreichstes Werk und wurde unter grossem Beifall in Europa und anderswo aufgeführt. Die phantasievolle Handlung auf ein witziges Libretto von Milan Begovic gibt dem Komponisten ausreichend Gelegenheit zu farbenfrohen Paradestücken, Pathos und Komödie.

Die Handlung
Micha, ein wohlhabender junger Mann, sucht eine Frau. Um sicherzustellen, dass er nur wegen seiner Herkunft geliebt wird, plant er, sich der zukünftiger Braut als Habenichts zu präsentieren…

 

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