Goldmark, Rubin

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Goldmark, Rubin

Requiem for large orchestra

Art.-Nr.: 4018 Kategorie:

28,00 

Rubin Goldmark – Requiem

(geb. 15. August 1872, New York City – gest. 6. März 1936, New York City)

Suggested by Lincoln’s Gettysburg Address
for Symphony Orchestra (1918)

Andante (p. 2) –Moderato (p. 3) – Allegro moderato (poco a poco stringendo, p. 20) – Poco più mosso (p. 29) –
Poco meno (p. 33) – Moderato (p. 37) – Allegro moderato – Più mosso (p. 51) – Feroce (p. 60) – Allegro molto (p. 63) – Andante molto solenne (p. 66) – Un pochettino più mosso (p. 76) – Tranquillo (p. 82) –
Tempo primo (largamente, p. 91) – poco più moto (p. 94)

Vorwort
Rubin Goldmark, die herausragende Erscheinung unter den amerikanischen Studenten Antonín Dvoráks, ist heute vor allem als Lehrer so bedeutender Komponisten wie George Gershwin (1898-1937), des genialen Italo-Amerikaners Vittorio Giannini (1903-66), Aaron Copland (1900-90), Frederick Jacobi (1891-1952) oder Alexei Haieff (1914-94) bekannt. Stilistisch durch und durch ein konservativer Spätromantiker, sozusagen ein „eherner Romantiker“ abseits der fortschrittlichen Strömungen der Zeit, ist Rubin Goldmark nach seinem Tode in einem Klima modernistischer Ästhetik schnell komplett vergessen worden. Doch besticht seine Musik nicht nur mit melodischem Charme und Vitalität, sondern auch durch Erfindungsreichtum, harmonische Substanz und vollendete Meisterschaft der großen Formen und der Orchestration und ist es wert, wiederentdeckt zu werden.
Er war der Neffe des berühmten jüdisch-österreichischen Komponisten Carl Goldmark. Sein Vater, der im burgenländischen Deutschkreutz geborene Rechtsanwalt und Kantor Leo Goldmark (1843-1927), war eine Schlüsselfigur im New Yorker Musikleben. Er gehörte zu den Gründern der Oratorio Society of New York, bei deren Aufführungen er mitwirkte, und war auch Mitgründer und zeitweise Direktor der New York Symphony Society. So wuchs Rubin Goldmark in ein Milieu hinein, in welchem die bedeutendsten Musiker, die in New York tätig waren und gastierten, regelmäßige Gäste waren.
Zunächst studierte Rubin Goldmark privat Klavier bei dem aus Deutschland emigrierten Alfred von Livonius (1846-1916; seit 1892 amerikanischer Staatsbürger) und ein Jahr am College of the City of New York. 1889 ging der Siebzehnjährige für zwei Jahre nach Wien zu seinem Onkel, wo er am Konservatorium Komposition bei Robert Fuchs und Johann Nepomuk Fuchs und Klavier bei Anton Door studierte. Nach seiner Rückkehr nach New York studierte er ab 1891 zwei Jahre lang am National Conservatory in New York Klavier mit dem ungarischen Virtuosen und einstigen Schüler von Moscheles, Tausig und Liszt Rafael Joseffy (1852-1915) und Komposition bei Antonín Dvorák. Nachdem am 8. Mai 1893 dort Rubin Goldmarks 1892 komponiertes Klaviertrio d-moll op. 1 durch den Geiger Michael Banner (1868-1941), den Cellisten Victor Herbert (1859-1924) und den Komponisten selbst am Klavier uraufgeführt wurde, sagte Dvorák: ”Now there are two Goldmarks!”, und das Werk erschien 1896 bei Breitkopf & Härtel in Leipzig im Druck. Nach Dvoráks Weggang unterrichtete Goldmark 1893-94 Klavier und Theorie am National Conservatory. Doch musste er aus gesundheitlichen Gründen die Stadt New York verlassen, und so wurde extra für ihn das Colorado College in Colorado Springs gegründet, als dessen Direktor er bis 1902 wirkte. Als Komponist wurde er überregional bekannt, als am 13. Januar 1900 das Boston Symphony Orchestra seine Tondichtung ’Hiawatha’ nach Longfellow uraufführte.
1902 kehrte Rubin Goldmark, dessen Gesundheit sich stabilisiert hatte, nach New York zurück, wo er nun die nächsten zwei Jahrzehnte privat Klavier und Komposition unterrichtete. Er reiste quer durch die Vereinigten Staaten und Kanada und gab ‚Lecture-Recitals’ mit der Musik Richard Wagners. 1907 war Goldmark Mitgründer der von seinem Lehrer Rafael Joseffy initiierten ‚Bohemians’, eines legendären New Yorker Musiker-Clubs, als deren Präsident er 1907-10 und von 1926 bis zu seinem Tode wirken sollte (1910-26 war der Geiger Franz Kneisel [1865-1926] Präsident). 1909 gewann er mit seinem Klavierquartett op. 12 den Paderewski Prize. Am 14. März 1914 spielte das Boston Symphony Orchestra die Uraufführung der seinem Onkel Carl Goldmark gewidmeten Tondichtung ‚Samson’. Am 30. Januar 1919 wurde sein rein orchestrales ‚Requiem. Suggested by Lincoln’s Gettysburg Address’ von den New Yorker Philharmonikern aus der Taufe gehoben und wurde wie der ‚Samson’ von Schirmer verlegt. …

 

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