Gilson, Paul

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Gilson, Paul

Andante et Scherzo pour Violoncelle et Orchestre ou Piano. Reduction pour Violoncelle et Piano par F. Hacks (Piano performance score & Solo Violoncello)

16,00 

Paul Gilson – Andante et scherzo pour violoncelle et orchestra ou piano

(Brussels, 15 June 1865 – Brussels, 3 February 1942)

(1906)

Paul Gilson ist zweifellos einer der markantesten Komponisten der belgischen Musikgeschichte. Obwohl er – abgesehen von einigen Kompositionsstunden bei François-Auguste Gevaert (1828-1908) – weitgehend Autodidakt war, hinterließ er ein umfangreiches, vielfältiges Oeuvre von hoher Qualität. Im Jahr 1892 gelang ihm mit La mer (4 Symphonische Skizzen), das bis heute als Höhepunkt seines Schaffens gilt, auch der internationale Durchbruch. Aber es scheint, als hätte er diesen frühen Erfolg nie mehr wiederholen können. Er befasste sich mit fast allen Gattungen, wobei aber auffällt, dass sein Schwerpunkt auf der Blasmusik lag. Er komponierte um die dreihundert Werke für Blasorchester, was ihm den Beinamen „Vater der belgischen Blasmusik“ einbrachte. Erstaunlicherweise war Gilson auch der erste Komponist weltweit, der ein Konzert für Saxophon schrieb: 1902 schuf er zwei Konzerte für Altsaxophon. Neben dem Komponieren legte Gilson einen großen Tatendrang an den Tag. Er unterrichtete an den Konservatorien von Brüssel und Antwerpen, war Inspektor für Musikerziehung und während des Ersten Weltkriegs stellvertretender Direktor des Antwerpener Konservatoriums. Nach seinen offiziellen Lehraufträgen erteilte er weiterhin so viele Privatstunden, dass schließlich fast die gesamte belgische Komponistengeneration der Zwischenkriegszeit bei ihm in die Lehre gegangen war. Gilson veröffentlichte zahlreiche musiktheoretische Werke und war auch als Rezensent und Musikschriftsteller tätig. … …

Jan Dewilde
(translation: Jasmien Dewilde)

Die hier veröffentlichte Ballade, inspiriert von der Lyrik Heinrich Heines, war ursprünglich für Klavier solo komponiert worden und stammt aus den Jahren 1911-1915. Die Fassung für Klavier und Orchester wurde 1919 fertiggestellt. Die Pianistin Henriette Faure spielte die Uraufführung mit dem belgischen Rundfunkorchester unter der Leitung von Léonce Gras am 10. Februar 1950. Die mehr als zwanzig Minuten lange Musik ist in sieben verschiedene Abschnitte gegliedert, die auf ein Programm, Scenes de la Foret, anspielen. Der Titel stammt von einer früheren symphonischen Dichtung Koechlins La Forêt — Le soir, la nuit, die weder veröffentlicht noch aufgeführt wurde. Der Komponist stellte der Balladenpartitur ein Gedicht voran: „Sie singen alte Legenden und kleine, alte Lieder im Wald der Erinnerung. Seht, wie sie sich mit der Unruhe der Gegenwart zu einem großen Schrei in die Nacht hinein mischen… Die fahle Nacht, wenn die Stille sich im Mondlicht über den Teich senkt“.

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