Gilbert, Henry

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Gilbert, Henry

Negro Rhapsody for orchestra

Art.-Nr.: 4076 Kategorie:

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Henry Franklin Belknap Gilbert – Negro Rhapsody für Orchester

(geb. Somerville, Massachusetts, USA, 26. September 1868 – gest. Cambridge, Massachusetts, USA, 19 Mai 1928)
(Originaltitel Shout, 1912, überarbeitet 1915)
(3.2.2.2 / 4.2.3.1 / Pauken / Harfe / Streicher)

Preface (by ©2018 Laura Stanfield Prichard and Jasmine Wiese, Harvard University & San Francisco Symphony)

Premiere: 5. Juni 1913:; Metropolitan House Orchestra (70 Musiker), dirigiert vom Komponisten beim Music Shed at the Norfolk Music Festival in Connecticut (USA). Dr. Carl Stoeckel (1858-1925) und seine Frau Ellen Battell Stoeckel (1851-1939), die Gründer des Norfolk Festival im Jahre 1899 (ursprünglich Litchfield County Choral Union), beauftragten die Komposition. Carl war der Sohn von Gustave Stoeckel, Organist an der Yale University und Dirigent der ersten Fakultät des Yale Glee Club. Ellen war die Tochter von Robbins Battell, einem Experten für Kirchenglocken und ein Komponist, der sich auf Hymnen, Kunstlieder und Arrangement von Spirituals spezialisiert hatte.
Veröffentlichung: New York: H. W. Gray, 1915. Gilberts Beschreibung der Rhapsody ist auf einem gedruckten Blatt beigelegt. (BG166, Yale Gilbert Archive).
Spätere Bearbeitung: Die für ein grosses Orchester bearbeitete Fassung erlebte ihre Premiere am 12. Dezember 1915 durch die Orchestral Society of New York (Max Jacobs, Dirigent) am Harris Theater in New York City.

Amerikanische Musik und Sklaverei
Ungefähr 645.000 Afrikaner wurden zwischen 1650 und 1808 als Sklaven in die USA verschleppt. Hauptsächlich stammten sie aus der Subsahara, also dem nordwestlichen Afrika und den Küstenregionen im mittleren Westen und mussten unter schlechtesten Bedingungen arbeiten, vor allem als Erntearbeiter im ländlichen Süden. Sie brachten ihre eigenen musikalischen Traditionen mit, und viele Aktivitäten, von der Arbeit bis zum Gottesdienst, waren von Liedern begleitet. Mit dem ersten Sklavenschiff kamen Menschen vom Stamm der Adra aus Benin, aus deren foddun – Ritualen sich der Kern der hybriden afro-katholischen vodoun-Religion in Louisiana entwickelte. Die Wolof und Bambara vom Senegal River brachten ihren traditionellen melismatischen Gesang und ihre Saiteninstrumente (bedeutende Vorläufer des Blues und des Banjos) mit. Die Spanier plünderten die zentralafrikanischen Forstkulturen des Kongo, auf deren getrommelten Polyrhythmen die Tanzrhythmen von Havanna bis Harlem aufbauen sollten…

 

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