Elgar, Edward

The Dream of Gerontius Op. 38 for Mezzo-Soprano, Tenor and Bass Soli, Chorus & Orchestra (with an analytic essay by A. J. Jaeger )

53,00 

Elgar, Edward – The Dream of Gerontius Op. 38
for Mezzo-Soprano, Tenor and Bass Soli, Chorus & Orchestra

(b. Lower Broadheath, near Worcester, 2 June 1857 — d. Worcester, 23 February 1934)

with an analytic essay by A. J. Jaeger

Die Erstaufführung von Elgars The Dream of Gerontius fand am Morgen des 3. Oktober statt, an einem Mittwoch im Jahre 1900 während des renommierten Birmingham Triennial Festivals. Die Musikgeschichte erinnert dieses Ereignisses als eine der erbärmlichsten Premieren eines Hauptwerks innerhalb der letzten 150 Jahre. Der Chor hatte zuwenig ge- probt, war auch ansonsten gänzlich verwirrt angesichts der Stilistik der Komposition und verlor regelmässig sowohl Orientierung wie auch Tonhöhe. Alle drei Solisten waren eine Fehlbesetzung, obwohl Marie Brems, der Engel, ver- schiedene Male die Aufführung rettete, während alles um sie herum zusammenbrach. Der Dirigent Hans Richter war unvorbereitet und blamierte sich mit dem daraus folgenden Unheil. Für heutige Musikhörer ist es offensichtlich, dass damals niemand schätzen konnte, wie sehr sich Gerontius von jedem vorhergehenden Chorwerk unterschied – war es doch weniger ein Nachfolger der Oratorien von Händel, Mendelssohn oder Dvorak, sondern eher dem Musikdrama nach Wagner verpflichtet, und benutzte Techniken, die von Liszt und Wagner gelernt waren und eine Tonsprache und einen Orchesterstil, der näher an Richard Strauss war. Die englische Musikwelt war noch nicht reif genug für dieses Werk. Auch war diese Erfahrung bezeichnend für die Verwaltung der englischen Musikfestivals und die unrealisti- schen Erwartungen ihrer Hauptverlger für Chormusik.

Aber es kann keinen Zweifel daran bestehen, dass Elgar selbst in nicht unerheblichem Maße für dieses Desaster ver- antwortlich war. Das Birmingham Festival Committee machte den ersten Anlauf im Sommer des Jahres 1898 und bot Elgar an, ein völlig neues Werk für das 1900er Festival zu schreiben. Dies war ein Beweis der Reputation, die Elgar nunmehr innerhalb der Ausrichter von Chorfestivals genoss, von denen Birmingham das angesehenste war und auf eine stolze Geschichte neuer Auftragskompositionen zurückblicken konnte. Mendelssohns Elias (1846), Gounods Re- demption (1882), Dvoraks Die Geisterbraut (1885) und Requiem (1891) sind nur einige Werke, die für Birmingham geschrieben wurden und die inzwischen Bestandteil des Repertoires der englischen Chorgesellschaften waren. Elgar brauchte nicht lange, um dem Auftrag zuzustimmen, aber ein geeignetes Thema zu finden war eine ganz andere Sa- che. Sein erster Vorschlag war ein Werk über das Leben des Heiligen Augustinus, aber George Johnstone, der Sekretär des Festivals, riet ab, denn im protestantischen Britannien war dies ein kontroverser Vorschlag. So liess Elgar die Sache ruhen, bis er seine laufenden Aufträge erledigt hatte.

Die erste dieser Verpflichtungen bestand in der Vollendung der Partitur der Kantate Caractacus für das Leeds Festival im Jahre 1898. Fast unmittelbar nach der erfolgreichen Premiere machte er sich an ein völlig unerwartetes Projekt, die Enigma Variations, das sich als jenes Werk entpuppte, mit dem er internationalen Ruhm erwerben sollte. Aber nach deren erster Aufführung 1899 gab es ersteinmal Druck, das Ende des Werks neu zu bearbeiten. Dieser Druck kam von Elgars Freund und Mentor Augustus Johannes Jaeger, dem Manager von Novello & Co.. Elgar arbeitete den Sommer über an der Revision und begann darauf mit der Arbeit an seinen Sea Pictures für das Norwich Festival von 1899. …

 

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Partitur Nr.

1186

Sonderedition

The Phillip Brookes Collection

Genre

Chor/Stimme & Orchestra

Seiten

260

Format

210 x 297 mm

Druck

Reprint

Klavierauszug

vorhanden

Anmerkungen

Deutscher und englischer Text

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