Debussy, Claude

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Debussy, Claude

Danse Sacrée et Danse Profane. Deux Danses pour harpe avec accompagnement d’orchestre (Piano Reduction for 2 pianos or harp & piano, 2 copies)

14,00 

Debussy, Claude

Danse Sacrée et Danse Profane. Deux Danses pour harpe avec accompagnement d’orchestre (Piano Reduction for 2 pianos or harp & piano, 2 copies)

Information zum Werk:

Debussys Danses pour harpe chromatique wurden vom Königlichen Konservatorium Brüssel in Auftrag gegeben und im April/Mai 1904 komponiert. Der Auftrag selber war ein weiteres Zeugnis für seinen wachsenden Ruhm, der zwar nach dem Erfolg seiner Oper Pelléas et Mélisande im Jahre 1902 scheinbar über Nacht zustande kam, dem jedoch Jahrzehnte an Arbeit und Entbehrungen vorausgingen. Ziel des neuen Auftrags war, ein neues Instrument zu fördern: die kreuzsaitig bespannte chromatische Harfe, die von der Firma Pleyel als Verbesserung der Pedalharfe der rivalisierenden Firma Erard eingeführt und vermarktet wurde. Der angebliche Vorteil der chromatischen Harfe lag in ihrer einfachen Bauweise, das Instrument hat sich jedoch nicht durchsetzten können: Heute wird die Pedalharfe bei Aufführungen bevorzugt.

Die Danses bestehen aus zwei Stücken – «Danse sacrée» und «Danse profane» – die jedoch ohne Unterbrechung ineinander übergehen und den Eindruck eines zusammenhängenden Ganzen vermitteln. Beide Stücke, obwohl reizend, elegant und ruhig-heiter, wurden bei der Uraufführung am 6. November 1904 im Pariser Concerts Colonne mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Folgende beißende Kritik erschien etwa in Le Figaro aus der Feder von Gabriel Fauré: «Immer wieder trifft man auf die gleichen harmonischen Ungereimtheiten, die manchmal merkwürdig und verführerisch, ansonsten jedoch schlicht unangenehm klingen.”

Mehr als ein Kritiker verwies auf die bildhaften Assoziationen, die das neue Werk hervorrief. Solche Vergleiche waren bei der Diskussion der Musik Debussys alles andere als ungewöhnlich und führten durch ihre ständige Wiederholung zur Etikettierung des Komponisten als „Impressionist“ – ein Begriff, der ihm höchst zuwider war. Im vorliegenden Falle wiesen die Besprechungen auf die Gemeinsamkeiten der Danses mit den Gemälden von Eugène Carrière (1849-1906) und Henri Le Sidaner (1862-1939) hin, die enge stilistische Verbindungen zum Impressionismus pflegten. Wenn jedoch überhaupt ein Maler mit den Danses in Verbindung gebracht werden sollte, wäre es Pierre Puvis de Chavannes (1824-1898), ein ausgesprochener Quergeist, der seine Kunst häufig in einer persönlichen antikisierenden Traumwelt situierte. Es fällt nicht schwer, sich die Danses als musikalisches Pendant zu dieser Traumwelt vorzustellen.

 

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Partitur Nr.

722b

Edition

Repertoire Explorer

Genre

Tasteninstrument & Orchester

Format

225 x 320 mm

Druck

Reprint

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