Cilea, Francesco

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Cilea, Francesco

Adriana Lecouvreur (with Italian libretto)

Art.-Nr.: 2084 Kategorie:

74,00 

Francesco Cilea

Adriana Lecouvreur

(geb. Palmi, 23. Juli 1866 – gest. Varazze, 20. November 1950 )

Vorwort (von Joseph Morgan, 2018 / Übersetzung: Peter Dietz)
Ein sitzengelassener Liebhaber, ein Armband und ein vergifteter Veilchenstrauss sind es, die die Handlung von Cileas berühmtester Oper Adriana Lecouvreur (uraufgeführt 1902) vorantreiben.

Adriana Lecouvreur ist die Vertonung eines Librettos von Arturo Colautti, das auf dem Schauspiel von Eugène Scribe und Ernest Legouvé basiert. Die Oper erzählt eine in weiten Teilen erfundene Geschichte über Personen, die ziemlich real waren, darunter die Titelfigur selbst, die französische Schauspielerin Adriana Lecouvreur (1692-1730), die für ihren natürlichen Stil und die geheimnisvollen Umstände ihres Todes bekannt war. Im Stile der Spätromantik und des frühmodernen verismo geschrieben, erwies sich Cileas vieraktiges Bühnenwerk als starkes Vehikel für ältere Sopranistinnen, getragen von einer überzeugenden Atmosphäre aus dem 18. Jahrhundert, einer Mischung aus Tragödie und Komödie und der mitfühlenden Natur der Hauptfigur. Sollte diese Oper eine Schwachstelle haben, so ist es höchstens die zu verschachtelte Handlung des Werks.

Francesco Cilea wurde im italienischen Palmi am 23. Juli 1866 geboren. Anfangs erwartete man von ihm, mit einem juristischen Studium in die Fußstapfen seines Vater zu treten, aber schon früh zeigte sich seine musikalische Begabung, so dass Francesco Florio, ein Freund Bellinis, dem jungen Mann einen Platz am Konservatorium in Neapel besorgte. Ein starkes Projekt zum Abschluss seines Studiums, die Oper La Tilda, brachte ihm eine Aufführung in Wien ein, wo Hanslick von ihm Notiz nahm. Die nächsten drei Jahre sollte er mit den Arbeiten an einer neuen Oper verbringen, L‘arlesiana, die ihre Premiere im Jahre 1900 in Mailand erlebte und dabei half, Enrico Carusos Namen international bekannt zu machen.
In der Zwischenzeit war in Italien die verismo- Bewegung auf ihrem Höhepunkt angelangt. Diese Bewegung befasste sich nicht mit dem Konflikt zwischen den Göttern und der aristokratischen Klasse wie die Opera seria, noch repräsentierte sie die Auseinandersetzung zwischen den Bauern und dem Adel wie die Opera buffa, sondern sie hatte sich den Kampf zwischen anderen Göttern, seien es das Schicksal, die Religion oder die Riten, und den Bauern, die in den Schmutz getreten wurden, auf die Fahnen geschrieben. Vor diesem Hintergrund konnte es sich nur um ein tragisches Genre handeln, und so verwundert es nicht, dass Cilea, ein Mitglied der giovane schola in Italien, sein grösstes Werk in dieser Gattung schrieb…

 

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Partitur Nr.

2084

Genre

Oper

Format

210 x 297 mm

Druck

Reprint

Seiten

502