Casella, Alfredo

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Casella, Alfredo

Suite in C major Op.13 for orchestra

Art.-Nr.: 4246 Kategorie:

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Alfredo Casella – Suite in C-Dur Op. 13

(geb. Turin, 25. Juli 1883 – gest. Rom, 5. März 1947)

Suite in C-Dur Op. 13
(á Jean Huré) 1909-10

Overture – Allegro ma non troppo p.3
Sarabande – Gravemente p.43
Bourrée – Molto vivace, con brio e spirito p.65

Vorwort
Alfredo Casella wurde 1883 in Turin geboren. Seine Eltern waren beide musikalisch, seine Mutter war Pianistin und sein Vater Cellist am Liceo Musicale in Turin. Nach einem erfolgreichen Konzertdebüt als Pianist im Circolo degli Artisti 1893 und auf Anraten von Giuseppe Martucci (1856-1909)1 kam man überein, dass der junge Casella Musiker werden sollte. 1896 schrieb er sich am Pariser Konservatorium ein, studierte Klavier bei Louis Diémer (1843-1919) und blieb nach seinem Abschluss am Konservatorium, um die Kompositionsvorlesungen von Gabriel Fauré (1845-1924) zu besuchen. Von 1906-09 engagierte man Casella als Cembalist für die Société des Instruments Ancien, ein Ensemble, das sein Klavierlehrer Louis Diémer in den 1890er Jahren gegründet hatte, 1911 wurde er Generalsekretär der Société Musicale Indépendante[S.M.I], einer 1910 von Fauré, Ravel, Schmitt und Koechlin gegründeten Organisation zur Unterstützung und Förderung zeitgenössischer Musik.2

In seiner ersten kompositorischen Phase, die bis 1913 dauerte, setzte sich Casella eindeutig für einen heterogenen kompositorischen Ansatz ein, einen eklektischen Kosmopolitismus, der Mahler, den russischen Nationalismus, Fauré und italienisches volkstümliches Themenmaterial aus Italien zusammenführte und nebeneinander stellte. Bemerkenswerte Kompositionen aus dieser ersten Kompositionsphase sind die Symphonie Nr. 1 Op.5 (1905-06), Italien: Rhapsodie für Orchester Op.11 (1909), Symphonie Nr. 2 Op.12 (1908-09), die Suite in C Op.13 (1909-10) und das Ballett Le couvent sur l‘eau (Il Convento Veneziano) Op.19 (1912-13).

Die Suite in C Op.13 ist ein dreisätziges Werk, dessen Titel ein Echo barocker Suiten sind – Ouvertüre, Sarabande und Bourrée. Die Suite ist Casellas Freund, dem französischen Komponisten und Organisten Jean Huré (1877-1930) gewidmet. Bezüglich der Orchestrierung ähnelt sie Mahlers Symphonien Nr. 1 (1884-88, revidiert 1893-96) und Nr. 4 (1892, 1899-1900, revidiert 1901-10) (keine Posaunen oder Tuba) und zeigt deutlich Casellas alles überspannende intertextuelle Syntax und die gleichzeitige Verschmelzung von „alt“ und „neu“, die stilistische Einflüsse gegenüberstellt und seine neoklassische/klassisch modernistische Phase von 1920 bis 1944 vorwegnimmt.
Die Ouvertüre
Die Ouvertüre beginnt mit einer Eröffnung, die an Mahlers Symphonie Nr. 1 erinnert – ein gehaltenes Streicherflageolett, über das die Holzbläser eine absteigende Linie spielen, die zu einem d-Moll-Akkord in den Bläsern (einem kleinen neapolitanischen Dreiklang) führt, der sich dann wieder in einen C-Dur-Akkord verwandelt. Dann beginnt die erste Sektion. Es gibt zwei Hauptthemen – das erste spielen die Hörner, das zweite die tieferen Streicher (acht Takte vor Ziffer 2). Beide Themen werden wiederholt, bevor eine chromatische Bewegung beginnt, die zu einer ff – Reprise der Themen ab Ziffer 3 führt. Von Takt 63 bis 77 erscheinen eine Reihe von Kadenzen von der Dominante zur Tonika, die sich auf eine Reprise des zweiten Themas (über einen Bass auf E) hin bewegen, gefolgt vom ersten Thema (über einen Bass auf B). …

 

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Orchester

210 x 297 mm

Reprint

108

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