Casella, Alfredo

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Casella, Alfredo

Partita for piano and small orchestra, op. 42

Art.-Nr.: 4040 Kategorie:

42,00 

Alfredo Casella – Partita für Klavier und kleines Orchester op. 42

(geb. Turin, 25. Juli 1883 — gest. Rom, 5. März 1947)

 

Vorwort
Die Partita für Klavier und kleines Orchester (Oboe, Klarinetten, Trompeten, Pauken und Streicher) op. 42 ist eines der erfreulichsten und erfolgreichsten Werke des italienischen Musikers Alfredo Casella und beleuchtet einige grundsätzliche Aspekte seiner Biographie und Poetik.

Geboren 1883 in Turin zog Casella im Jahre 1896 nach Paris, wo er am renommierten Konservatorium der Stadt studierte. Danach begann er eine erfolgreiche Karriere als Pianist, Komponist und Konzertveranstalter in der französischen Hauptstadt. Obwohl er viele Jahre in Paris lebte, wurde er kein französischer Staatsbürger; er kultivierte intensive Beziehungen mit italienischen Exilanten, darunter die Autoren Ricciotto Canudo und Gabriele D’Annunzio. Sein Wunsch, in die Heimat zurückzukehren, ging im Jahre 1915 in Erfüllung, als er zum Professor für Klavier am Liceo di Santa Cecilia in Rom berufen wurde. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich Casella zu einem der dynamischsten und intellektuell anregendsten unter den in Italien aktiven Musikern; unermüdlich setzte er sich für die Erneuerung und Internationalisierung der italienischen Musik ein. 1917 war er an der Gründung der Società Italiana di Musica Moderna (SIMM) beteiligt, einer kämpferischen, aber kurzlebigen Kulturvereinigung, die in den folgenden zwei Jahren zahlreiche Konzerte mit zeitgenössischer Musik veranstaltete. Ein Jahr später, in seinem Manifest La nuova musicalità italiana, veröffentlicht in Ars nova, dem Journal der SIMM, kritisierte Casella die Abgeschlossenheit der italienischen Musikkultur und verwarf die Modelle des musikalischen Nationalismus, die auf einer „kunstvollen“ Verwendung von Folklore wie bei Grieg, Rimskyi-Korsakow oder Albéniz beruhe. Casella behauptete, dass Nationalität in der Musik ein „nicht kalkulierbares“ Gefühl sei und dass die „ewigen Charakteristiken“ des „italienischen Geistes“ – Grossartigkeit, Strenge, Genauigkeit, Fülle und Entspannung, Kühnheit und Suche nach dem Neuen – durch Verismo nicht ausreichend ausgedrückt werden können. Auch war er davon überzeugt, dass die fundamentale Qualität der italienischen Kreativität sei, eine „klassische“ Synthese aus den fortschrittlichsten Techniken und Stilen aus dem Ausland zu schaffen.1 Während der 1920er Jahre fand Casellas Vorschlag der Wiederbelebung der italienischen Musik Unterstützung durch das faschistische Regime und führte zur Gründung einer neuen Kulturvereinigung unter der Schirmherrschaft von D’Annunzio, der Corporazione della Nuove Musiche (CDNM), ursprünglich benannt Fascio Italiano di Coltura Musicale Moderna. In einem Artikel, veröffentlicht in La prora, dem Mitteilungbatt der CDNM, sagte Casella den Anbruch eines neuen „Klassizismus“ voraus: ein „absolut objektiver und dynamischer Gedanke“, anti-romantisch und anti-impressionistisch, fest verwurzelt in “stark gebauten und gestalteten organischen Formen“, „tonalen Zentren“, horizontalen und kontrapunktischen Verfahren und, etwas allgemeiner gesprochen, auf der „Rückkehr zu unserer ernsten klassischen Tradition“ – das heisst Frescobaldi, Monteverdi, Scarlatti und Rossini. Eine Kunst voller Freude, Klarheit und Optimismus, und gelegentlich ironisch. Eine Kunst, die die Vitalität der futuristischen Experimente nicht verwarf, die sich aber gleichzeitig bemerkenswert anders gestaltete als Casellas avantgardistischen Werke aus den 1910er Jahren. …

 

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