Casella, Alfredo

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Casella, Alfredo

Seconda Sinfonia in do minore op. 12

Art.-Nr.: 4124 Kategorie:

44,00 

Alfredo Casella

Seconda Sinfonia in do minore op. 12
(II. Symphonie in c-moll, 1908-10)

(geb. Turin, 25. Juli 1883 — gest. Rom, 5. März 1947)

I Lento, grave, solenne (p. 1) – Allegro energico (p. 2) – Quasi andante calmo (p. 10) – Allegro moderato assai (p. 12) – Lento (Tempo dell’Introduzione, p. 19) – Allegro energico (p. 21) – Allegro assai vivace (p. 29) – Allegro energico (p. 33) – Quasi andante calmo (p. 37) – Tempo del seconda tema (p. 39) – Lento (Tempo dell’Introduzione, p. 44) – Allegro mosso (p. 46) e stringendo progressivamente fino alla fine: Presto risoluto (p. 53)
II Allegro molto vivace (p. 54) – Coda (p. 85) – Trio: Maggiore. Più allegro (p. 87) – Scherzo da capo
III Adagio, quasi andante (p. 101)
IV Finale. Tempo di marcia ben risoluto, con fuoco (p. 143) – Feroce. Con energia selvaccia, brutale (p. 152) – Allegro vivo (p. 159) – Come una marcia funebre (p. 161) – Allegro risoluto (p. 165) – Tempo primo, un poco largamente (p. 182) – Feroce (p. 185) e stringendo inesorabilmente al Allegro molto vivace (p. 193) – Di nuovo a tempo di marcia funebre (p. 199) – Epilogo. Adagio mistico. Con tutta l’intensità di espressione possibile (p. 204) – Maestoso. Trionfale. Con tutta l’energia sino alla fine (p. 220)

 

Vorwort
1896 ging Alfredo Casella nach dem Tod seines Vaters auf Giuseppe Martuccis Rat mit seiner Mutter, der er seine musikalische Früherziehung verdankte, zum Studium nach Paris. Er blieb dort bis 1915. Er studierte Klavier bei Louis Diémer und Komposition bei Gabriel Fauré. Paris war zu jener Zeit das eigentliche Zentrum der musikalischen Welt, und Casella schloss Freundschaft mit wunderbaren Musikern wie Ravel, Enescu, Sarasate, Casals, Debussy und Strawinsky. Im August 1907 vollendete er seine Orchestration von Milij Balakirevs ‚Islamey‘, die in Russland enthusiastisch aufgenommen und aufmerksam vom gleichaltrigen Igor Srawinsky studiert wurde, und reiste noch im selben Jahr nach St. Petersburg, wo er Balakirev, Liapunov, Siloti, Rimsky-Korsakov und Glasunov kennenlernte. Zuvor hatte er schon seine Erste Symphonie geschrieben.

Im 19. Jahrhundert entstand in Italien – lange Zeit unter der Dominanz der Oper – fast kein nennenswertes symphonisches Werk und überhaupt sehr wenig Instrumentalmusik von Rang. Die ersten Komponisten, die dann als Symphoniker hervortraten, waren Giovanni Sgambati und Giuseppe Martucci mit je zwei Symphonien. Als Casella im Januar 1906 in Paris mit der Komposition seiner Ersten Symphonie in h-moll op. 5 begann, war dies also für italienische Verhältnisse durchaus noch ungewöhnlich. Er vollendete sie am 24. Juli 1906, und bald darauf erschien sie bei Mathot in Paris im Druck, doch kam es zu keiner Aufführung in Paris. Casella schrieb in seiner Autobiographie ‚I Segreti della Giara‘ (Florenz 1941) darüber, dass die Veröffentlichung der Partitur „zu früh kam, denn sie ist ein sehr kindliches Werk, das zwischen einem starken russischen Einfluss und demjenigen von Brahms und Enescu oszilliert. Zu jener Zeit glaubte ich, ein Meisterwerk geschrieben zu haben. Ich begann, der Realität ins Auge zu sehen, als ich sie im folgenden Winter in Turin Toscanini zeigte. Er machte mir mit geschliffenen, aber klaren Worten klar, was die Schwächen der Komposition sind.“

Im Frühsommer 1908 begann Casella mit der Komposition seiner Zweiten Symphonie, über welche er in den ‚Segreti della Giara‘ schrieb, er habe daran „mit großer Sorgfalt gearbeitet. Diese Partitur blieb unveröffentlicht. Es ist ein Werk von dreiviertelstündiger Dauer, hinter welchem gebieterisch die Schatten von Mahler und Strauss, und – weniger offensichtlich – von Rimsky-Korsakov und Balakirev aufsteigen. Seltsamerweise beeinflusste mich die unmittelbare Umgebung sehr wenig, obwohl ich bereits elf Jahre in Frankreich lebte und meine Ausbildung hier abgeschlossen hatte. Unzweifelhaft war das die Folge meines italienischen Naturells, das bereits grundsätzlich anti-impressionistisch geworden war und instinktiv andere Wege suchte als jene, denen die bessere französische Musik jener Tage folgte. […]

 

 

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Partitur Nr.

4124

Edition

Repertoire Explorer

Genre

Orchester

Format

225 x 320 mm

Druck

Reprint

Seiten

230

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