Butterworth, George

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Butterworth, George

Volume 2 (Works for chamber group): Suite for String Quartet, Love Blows as the Wind Blows (versions for voice and string quartet, voice and piano, and voice and small orchestra)

27,00 

George Sainton Kaye Butterworth

(b. 12 Juli 1885, London – 5. August 1916, Pozières)

Band 2: Kammermusik

Suite für Streichquartett (1910)
Love Blows as the Wind Blows
Für Gesang und Streichquartett, oder Gesang und Klavier (1911-12)
Love Blows as the Wind Blows
Für Gesang und kleines Orchester
(herausgegeben von Phillip Brookes)
(1914)

George Butterworth war einer der besten britischen Komponisten in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg, der tragisch seinem Leben ein Ende setzte. Er komponierte sowohl exquisite Musik für Orchester als auch bewegende und eindringliche Lieder, besonders zu den Worten von A. E. Housman. Er setzte sich sehr für die Erneuerung des Volksliedes ein, war einer der talentiertesten Morris-Tänzer und mitverantwortlich dafür, dass viele dieser alten Volkstänze erhalten blieben.

Sein Tod raubte dem Musikleben ein außerordentliches Talent und gab zu Spekulationen Anlass, was Butterworth vollbracht hätte, wäre er nicht im Krieg gefallen.

Suite für Streichquartett
Butterworth komponierte zwei Stücke für Streichquartett: ein früher Essay aus seinen Jahren in Eton und die hier vorgelegte Suite, sein einziges Kammerwerk, das erhalten blieb. Es stammt aus dem Jahr 1910, kurz nachdem die Butterworth-Familie nach Chelsea zog (was im Autograph vermerkt ist). Hugh Allen, Freund und Mentor von Butterworth aus den Oxforder Jahren, meint, dass es eher als Love Blows geschrieben wurde. Das Werk lag in der Bodleian Library in Oxford (eine Bibliothek, die viele der Autographen des Komponisten beherbergt) für etwa 90 Jahre, bevor die Erlaubnis gegeben wurde (durch die Geduld und Beharrlichkeit des Klarinettisten Slaymark), die Suite zu kopieren.

Mitglieder des Leonora-Ensemble gaben die Premiere im Jahre 2001 am 22. April in St. Augustine’s, Grove Park, London, und am 10. Juni in der Clun Parish Church, Shopshire. Dank gebührt nicht nur den aufführenden Musikern, sondern auch der Bodleian Library für ihre Mitarbeit und John Mitchell, der veranlasste, dass die Partitur 2001 von Modus Music veröffentlicht wurde.
Die Suite besteht aus fünf Sätzen, in denen der Einfluss des Volksliedes offensichtlich ist (Butterworth war in dieser Zeit sehr mit der Volksliederneuerung beschäftigt). Es gibt in der Suite auch Anzeichen für den Gebrauch avancierter impressionistischer Harmonien.

– Der fließende erste Satz beginnt mit einem Bratschenthema in C-moll, das an so manche Volksmelodie erinnert, doch in diesem Fall ganz sicher erfunden ist. Die Musik kommt zu einem Höhepunkt in der entlegenen Tonart As-moll, bevor sie zu früher gehörtem Material zurückkehrt.

– Der zweite Satz ist ein kurzes Scherzo in B-dur, das wiederum mit der Bratsche beginnt und einige interessante synkopierte und komplexe rhythmische Effekte enthält.Seine außerordentliche Kürze gibt zu der Vermutung Anlass, dass Butterworth ihn vielleicht nicht vollendete, doch eine eher zutreffende Erklärung ist, dass der Satz als kurze Einleitung zum zentralen dritten Satz konzipiert wurde.

– Das zentrale Allegro molto folgt in vieler Hinsicht der typischen Scherzoform. Die Eckabschnitte sind in einem modalen G-moll komponiert, während der Mittelteil in As-dur steht. Im letzten Abschnitt kommt es zu einem Höhepunkt in G-dur.

– Der langsame vierte Satz ist in einer Art modalem G-dur komponiert.

– Das Finale in C-moll und Es-dur ist wegen seiner etwas zu künstlichen Abschnitte vielleicht der am wenigsten erfolgreiche Satz. Die zwei Grundthemen zeigen den Einfluss des Volksliedes, doch bei ihrer Durchführung macht sich ein Mangel an Inspiration bemerkbar. Der Satz endet mit einer kurzen aber einprägsamen Verknüpfung zu dem ernsten Material, das den ersten Satz eröffnete.

Die Suite gehört zu Butterworths besten Partituren und verdient, trotz der Künstlichkeit einiger Passagen, von unternehmungslustigen Streichquartetten gespielt zu werden. Es gibt einige schöne Partien für Streicher, besonders in den kraftvollen Synkopierungen des Scherzos und in den lyrischen Melodien des langsamen Satzes.

 

 

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Partitur Nr.

623

Special Edition

The Phillip Brookes Collection

Genre

Kammermusik

Seiten

124

Performance materials

available

Printing

First print

Specifics

Love blows as the wind blows (for voice & small orchstra): Conductors' score & parts available

Size

160 x 240 mm