Bruch, Max

Das Feuerkreuz Op. 52 (The Fiery Cross), Cantata for soprano, baritone, bass, mixed chorus, and orchestra

Art.-Nr.: 1887 Kategorie:

50,00 

Max Christian Friedrich Bruch

The Fiery Cross (Das Feuerkreuz, op. 52)

A cantata for soprano, baritone, bass, mixed chorus, and orchestra, op. 52

(geb. Köln, 6. Januar 1838 – gest. Friedenau, 20. Oktober 1920)

Erstaufführung:
26. Februar 1889 in Breslau

Vorwort
Max Bruch war ein deutscher Komponist, der über 200 Werke geschrieben hat, am bekanntesten sein bewegendes Kol nidrei für Cello und Orchester, op. 47, und das erste seiner drei Violinkonzerte (Violinkonzert No. 1 in G-Moll, op. 26) von 1866, das zu einem Standard im Violinrepertoire geworden ist. Die Nationalsozialisten verboten seine Musik von 1933 bis 1945 auf Grund seines Nachnamens, seines gut bekannten Satzes einer Melodie aus der jüdischen Liturgie für den Jom Kippur und seiner unveröffentlichten Drei Hebräischen Gesänge für gemischten Chor und Orchester (1888).

Bruch war von 1892 bis 1911 auch ein erfahrener Kompositionslehrer, der an der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin Seminare und Ensembles leitete. Der britische Komponist Ralph Vaughan Williams hatte bei Bruch studiert und beschrieb ihn als stolzen, sensiblen Menschen. Bruch stellte sich aktiv gegen die Liszt- und Wagnermode seiner Zeit und lehnte seine Werke an die von Mendelssohn und Schu­mann an. Seine Konzerte teilen den charakteristischen Aufbau von Mendelssohns Violinkonzert in e-Moll (das die Exposition des ersten Satzes auslässt und die verschiedenen Sätze miteinander verflechtet). Zu seinen beständigsten Beiträgen zur Kammermusik gehören die Werke, die er für seinen Sohn Max, einen Klarinettisten, schrieb.

Ein Kind seiner Zeit
Bruch wurde im selben Jahrzehnt wie Johannes Brahms, George Bizet und vier der russischen Gruppe der Fünf, des „mächtigen Häufleins“ (Могучая кучка), geboren. Im Alter von vierzehn Jahren (1852) erhielt er den Mozartpreis der Frankfurter Mozart­stiftung, der ihm erlaubte, bei dem Virtuosen Ferdinand Hiller zu studieren. 1858 zog er nach Leipzig und arbeitete später in Mannheim (1862-1864), Koblenz (1965-1967) und Sondershausen (1867-1870).

Bruch hatte mehrere angesehene Stellungen inne, dirigierte von 1880 bis 1883 das Philhar­monische Orchester Liverpool und leitete namhafte Konzerte in Berlin und norddeut­schen Städten. Er ging auf eine Amerikatournee, leitete Gesangsvereine und schrieb weiter für Männerchor (Kriegsgesang, op. 63 und Leonidas, op. 66, 1894-1896) und für gemischten Chor (über zwanzig deutschsprachige Werke von den 1870ern bis zu seinem letzten Chorwerk 1919 (Trauerfeier für Mignon, op. 93 nach Goethe).

Von seinen frühen Zwanzigern an erhielt er Aufträge für Chor, Orchester und Sopran solo wie das Jubilate Amen, op. 3 (1858) und Die Birken und die Erlen, op. 8 (1859). Selbst in dieser frühen Zeit bewies Bruch eine Vorliebe für altes literarisches Mate­rial. Werke wie Frithjof: Szenen aus der Frithjof-Sage, op. 23 (1864), ein Oratorium auf Grundlage einer isländischen Saga aus dem 13. Jahrhundert, die der schwedische Dichter Esaias Tegner 1820 zu einem epischen Gedicht umgearbeitet hatte, wurden vom Publikum gut angenommen. Nach seiner Premiere in Wien hatte ein Kritiker bemerkt: „,Der Erfolg zeigte sich durch den rauschenden Beifall des Publikums nach jeder Szene und durch den dreimaligen Hervorruf des Componisten am Schlusse“.
Unmittelbar bevor Bruch in Leipzig eintraf, betreute der 20jährige die Erstproduktion seiner Komposition Scherz, List und Rache in Köln und nahm an grossen Abschiedskonzert zu seinen Ehren am 4. November 1857 im Hotel Dich teil. Als umfangreichstes Werk des Abends erklang sein Kantate für Sopran, Chor und Orchester Die Birken und die Erlen, op. 8.

Chorwerke
Während des nächsten Jahrzehnts komponierte Bruch Dutzende solcher Werke, die ihm von Amateur- und Berufschören aus den Händen gerissen wurden. Sie schwankten im Inhalt eklektisch zwischen den Zeiten und Nationalitäten, aber bevorzugten immer noch alte Texte. Zu den Beispielen gehört Schön Ellen, op. 24 (eine Ballade von Geibel für Bremen, 1867) und Salamis: Siegesgesang der Griechen, op. 25 (ein Werk für Männerchor und Solisten von H. Lingg, Breslau, 1868).

Der Höhepunkt dieser Periode fiel in die gleiche Zeit, 1870, in der Bruch eine Stellung in Berlin angenommen hatte. Hier schrieb er die zwei Frauenkantaten op. 31 (1870, Die Flucht nach Ägypten und Morgenstunde); den Normannenzug, op. 32 (Vertonung einer Ballade von J. V. von Scheffel, Männerstimmen unisono und Bariton­solist, 1870); drei Messensätze op. 35 (Kyrie, Sanctus, Agnus Dei, 1870) für zwei Sopransolisten und gemischten Chor mit Orchester; das abendfüllende Oratorium Das Lied von der Glocke, op. 45 (nach Schiller, 1872) und seinen größten Berliner Erfolg, Odysseus: Szenen aus der Odyssee, op. 41 (geschrieben für Solisten und gemischten Chor auf einen Text von W. P. Graff, 1872).

Der Schlüssel zum Verständnis des Rätsels von Bruchs Œuvre liegt in unserem Wis­sen um das Leben im spätromantischen Deutschland, in einer Zeit, als romanti­sche und klassische Helden als Metaphern für zeitgenössische Erfolge hochgehalten wurden. Englische Oratorien des achtzehnten Jahrhunderts bevorzugten Vorbilder aus dem Alten Testament, um das Streben und die Leistungen der britischen Bevölkerung zu symbolisieren, aber die deutschen Romantiker wandten sich ihrer eigenen zeitgenössischen Dichtung zu, die auf germanischen Legenden und mittelalterlichen Erzählungen fußte.

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Partitur Nr.

1887

Edition

Repertoire Explorer

Genre

Chor/Stimme & Orchestra

Format

210 x 297 mm

Druck

Reprint

Seiten

260

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