Brahms, Johannes / orch. Antonín Dvorák

Four Hungarian Dances for orchestra (No.17 in F sharp minor, No.18 in D Major, No.19 in B minor, No. 20 in E minor, No.21 in E minor), orchestrated by Antonín Dvorák

Art.-Nr.: 3004 Kategorie:

22,00 

Johannes Brahms

(b. 7 May 1833 in Hamburg, d. 3 April 1897 in Vienna)

Hungarian Dances

für Orchester

orchestriert von
Antonín Dvořák
(1841 – 1904

Nr. 17 in fis-Moll. Andantino, p.5
Nr. 18 in D-Dur. Molto vivace, p.25
Nr. 19 in h-Moll. Allegretto, p.40
Nr. 20 in e-Moll. Poco allegretto, p.53
Nr. 21 in e-Moll. Vivace, p.66

Vorwort
Die Ungarischen Tänze WoO 1 von Johannes Brahms gehören zweifellos zu seinen bekanntesten und beliebtesten Werken. Von den insgesamt 21 einzelnen Tänzen erschienen zehn im Jahre 1869 und weitere elf im Jahre 1880. Somit entstanden die Ungarischen Tänze bereits in der Zeit, in der sich Brahms endgültig in Wien niedergelassen hatte.
Das musikalische Material bilden eine Vielzahl an Csárdás-Melodien, die der ungarischen Volksmusik entnommen sind. Brahms selbst sah sich aus diesem Grund auch nicht als Komponist der Tänze, sondern lediglich als deren Bearbeiter.1 Dies brachte er in der Erstausgabe an prominenter Stelle zum Ausdruck: So steht auf dem Titelblatt „Ungarische Tänze für das Pianoforte zu vier Händen gesetzt von Johannes Brahms.“2 Ein weiteres Indiz dafür, dass Brahms nicht die Rolle des Schöpfers in Anspruch nehmen und den folkloristischen Ursprung unterstreichen wollte, zeigt sich in dem Umstand, dass er die Ungarischen Tänze mit keiner Opuszahl versehen hat, was ebenso bei seinen Bearbeitungen von deutschen Volksliedern der Fall ist.3 Was die Quellen der verwendeten volkstümlichen Melodien angeht, hat im Jahre 1997 János Bereczky eine umfangreiche Untersuchung zu einer Reihe an Themen vorgelegt, deren Ursprung noch nicht erforscht gewesen ist.4

Die ausgesprochene Beliebtheit der Ungarischen Tänze spiegelt sich auch in der Vielzahl von Bearbeitungen für unterschiedliche Besetzungen wider. So existieren Arrangements von zahlreichen Zeitgenossen wie Albert Parlow oder Joseph Joachim. Auch von Brahms selbst liegen für die Tänze Nr. 1, 3 und 10 Orchesterfassungen vor, zu denen er durch seinen Verleger Fritz Simrock mehr oder weniger gedrängt wurde und die ihm einiges an Mühe abverlangten.5 So klagt Brahms in einem Brief an Simrock: „Das verfluchte Arrangieren! Ich habe sie vierhändig gesetzt, hätte ich’s für Orchester wollen, wären sie anders.“6
Obwohl sich Brahms mit der Orchestrierung der Ungarischen Tänze schwer tat und eine gewisse Skepsis äußerte, bedeuteten die Arrangements für die Tänze einen Gewinn. Das breitere Spektrum an musikalischen Farben, die ein Orchester bieten kann, erschließt bei den Ungarischen Tänzen gegenüber der Originalfassung für Klavier ein beträchtliches Potential an musikalischer Ausdrucksfähigkeit und Vielfalt. Dies gilt gleichermaßen für die von Brahms selbst vorgenommene Orchestrierungen, als auch für die Arrangements seiner Zeitgenossen. Die zunächst für den Salon prädestinierten Stücke fanden auf diese Weise ihren festen Platz im Konzertsaal und im Repertoire der Sinfonieorchester. …

 

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Partitur Nr.

3004

Edition

Repertoire Explorer

Genre

Orchester

Format

160 x 240 mm

Druck

Reprint

Seiten

88

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