Boccherini, Luigi

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Boccherini, Luigi

Symphony in D minor (La Casa del Diavolo)

Art.-Nr.: 4449 Kategorie:

27,00 

Luigi Boccherini – Sinfonie in d-Moll „La casa del diavolo“ (G 506)

(geb. Lucca, 19. Februar 1743 – gest. Madrid, 28. Mai 1805)

Sturm und Drang in Spanien:
Luigi Boccherinis Sinfonie in d-Moll

Luigi Boccherinis bekannte Sinfonie in d-Moll (G 506) ist die vierte in einer Reihe von sechs Sinfonien, der traditionelle Beitrag in Moll im symphonischen „Sechserpack“. Der Pariser Verleger Louis Balthazar de La Chevardière veröffentlichte die Sammlung 1776 als 6 Concerti a grande orchestra opus 16. In seinem eigenen Werkverzeichnis führte Boccherini sie jedoch als opus 12 auf. Widersprüchliche Opuszahlen führen immer wieder zu Verwechslungen – in diesem Fall mit den 1774 als opus 12 veröffentlichten 6 Quintetti, die Boccherini selbst als opus 10 aufführte. Daher ist es sicherer, sich in allen Angelegenheiten, die Boccherini betreffen, auf den Katalog von Yves Gérard zu beziehen (Thematic, bibliographical and critical catalogue of the works of Luigi Boccherini, Oxford University Press, 1969), in dem die Sinfonien als G 503-508 und die Quintette als G 265-270 aufgeführt sind. Der übliche „Spitzname“ der Sinfonie La casa del diavolo (Das Haus des Teufels) ist nicht authentisch.

Boccherinis Sinfonie in d-Moll wird oft als der „Bewegung“ oder dem “Stil“ des Sturm und Drang zugehörig beschrieben. Nach gängiger Lehrmeinung äusserte sich Sturm und Drang vor allem in der Musik der späten 1760er und 1770er Jahre und hinterließ seine Spuren in der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn.

Der Name leitet sich von einer Strömung in der zeitgenössischen deutschen Literatur ab und wurde von Friedrich Maximilian Klingers in seinem Stück Sturm und Drang (1776) übernommen. Ziel der literarischen Bewegung war es, jene Elemente zu betonen, die irrational, subjektiv, individuell, emotional, überwältigend oder gar beängstigend waren. Johann Wolfgang Goethes Götz von Berlichingen (1771) und Die Leiden des jungen Werther (1774) sowie Friedrich Schillers Die Räuber (1781) sind weitere wichtige Werke dieser Epoche. Der Ursprung des neuen Stils in der deutschen Literatur und die Verbindung mit Komponisten wie Haydn und Mozart haben zu der Annahme geführt, dass Sturm und Drang auch in der Musik ein Phänomen des deutschsprachigen Europas sei und in den gleichen Jahren angesiedelt werden sollte. …

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Partitur Nr.

4449

Edition

Repertoire Explorer

Genre

Orchester

Format

210 x 297 mm

Druck

Reprint

Seiten

94

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