Bargiel, Woldemar

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Bargiel, Woldemar

Overture to Medea, Op. 22 for orchestra

Art.-Nr.: 1768 Kategorien: ,

23,00 

Woldemar Bargiel

Ouvertüre zu Medea op.22

(geb. Berlin, 3. Oktober 1828 – gest. Berlin, 23. Februar 1897)

Vorwort
Als Halbbruder von Wieck-Schumann und Schwager von Robert Schumann war Woldemar Bargiel schon immer Teil von Schumanns künstlerischem Kosmos. Zu jener Zeit, als man noch über ihn schrieb, bezeichneten manche den Komponisten als einen Epigonen – vergass darüber jedoch, dass sein früher Stil nicht nur vom „verehrten Schwager“ inspiriert war, wie er Schumann in seinen Briefen nannte, sondern auch von Beethoven, Bach, Mendelssohn und Schubert. In späteren Jahren bewegte sich seine musikalische Sprache in Richtung von Brahms und wurde klassischer. Als konservativer Tonschöpfer überschritt er die selbst auferlegten stilistischen Grenzen nicht, aber was musikalische Form und Idee betrifft, war er immer erfindungsreich, und es stellen seine Kompositionen beachtliche künstlerische Leistungen dar. Tatsächlich ist es angemessen, in ihm einen der besten deutschen Komponisten aus der Mitte des 19. Jahrhunderts zu sehen. Als Bühnenmusiker galt seine Widmung der Musik von Johann Sebastian Bach und anderen früheren Meisterwerken, was ihn dem Neoklassizismus annäherte und gegen Einflüsse der Spätromatik immun machte.

Woldemar Bargiel wurde in Berlin am 3. Oktober 1828 geboren. Seine Mutter Mariane (geborene Tromlitz) war mit Friedrich Weck verheiratet, liess sich jedoch von ihm scheiden und heiratete Adolph Bargiel, einen Lehrer für Klavier und Gesang. Als Wiecks Tochter Clara Robert Schumann am 12. September 1840 heiratete, wurde Woldemar der Schwager des Komponisten. Clara war neun Jahre älter als ihr Bruder, aber die Geschwister sollte eine lebenslange enge Beziehungen verbinden, ebenso wie Claras Mann Robert Schumann Bargiels musikalische Entwicklung förderte.

1846 begab sich Bargiel auf Empfehlung Mendelssohns zum Studium an das Leipziger Konservatorium; dort waren seine Lehrer Moritz Hauptmann, Ferdinand David, Ignaz Moscheles, Julius Rietz und Niels Gade. Der für sein Abschlusskonzert am 20. Dezember 1849 geschreibene erste Satz eines Oktetts, aufgeführt von Joseph Joachim, erregte grosse Aufmerksamkeit. Dieses Ereignis war der Auftakt einer lange währenden Freundschaft zwischen dem Komponisten und dem Geiger und markierte gleichzeitig die Aufnahme Bargiels in den Kreis junger Komponisten, der sich um Robert Schumann gebildet hatte. Schumann erwähnte Bargiel in „Neue Bahnen“ in der Neue Zeitschrift für Musik im Oktober 1853, einem Artikel, der berühmt wurde, weil er der Startschuss für Brahms war: „Viele neue, bemerkenswerte Talente waren aufgetaucht, eine neue musikalische Kraft schien sich anzukündigen … ( Vor allem habe ich hier im Sinn: Joseph Joachim, Ernst Naumann, Ludwig Norman, Woldemar Bargiel )“.

 

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Partitur Nr.

1768

Edition

Repertoire Explorer

Genre

Orchestra

Format

210 x 297 mm

Druck

Reprint

Seiten

80