Bach, Johann Sebastian / Casella, Alfredo

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Bach, Johann Sebastian / Casella, Alfredo

Ciaccona’ from the 2nd Partita for Violin solo BWV 1004, orch. interpretation by Alfredo Casella

Art.-Nr.: 4865 Kategorie: Schlüsselwort:

23,00 

Johann Sebastian Bach / Alfredo Casella – »Ciaccona« aus der II. Partita für Violine solo BWV 1004 (1720). Orchestrale Interpretation (1935) von Alfredo Casella

(geb. Eisenach, 31. März 1685 – gest. Leipzig, 28. Juli 1750)

(geb. Turin, 25. Juli 1883 — gest. Rom, 5. März 1947)

Vorwort

Alfredo Casella
Alfredo Casella ist der Spross einer hochangesehenen italienischen Musikerfamilie. Sein Großvater Pietro Casella, ein Freund Nicolò Paganinis, war Solocellist in Lissabon und Turin. Alle seine drei Söhne waren gleichfalls bedeutende Cellisten. Der jüngste unter ihnen, Carlo Casella, der Vater Alfredos, wich von der unterhaltend virtuosen Linie ab und hatte eine immense Passion für die Solosuiten von Johann Sebastian Bach, die Alfredo sozusagen als ‚Vatermilch’ aufsog. Ein enger Freund von ihm war Alfredo Piatti, seinerzeit der eminenteste italienische Cellovirtuose und Taufpate Alfredos. Während der Vater, solange seine Gesundheit dies zuließ, als gefragter Pädagoge den Lebensunterhalt besorgte, war es vor allem die Mutter, eine äußerst willensstarke, hochkultivierte Frau, der die Erziehung Alfredos oblag. Alfredo Casella wurde von frühester Kindheit an mit bester klassischer Kammermusik vertraut, und im Alter von fünf Jahren erhielt er den ersten Klavierunterricht von der Mutter. Er machte erstaunliche Fortschritte, doch bald erwies er sich zugleich als außergewöhnlich begabt und interessiert in Naturwissenschaften, und zwei große Männer nahmen regen Anteil an seiner Entwicklung: der Physiker Galileo Ferraris (1847-97) und Italiens führender Symphoniker Giuseppe Martucci. Einige Jahre lang war nicht klar, ob Casella Musiker oder Naturwissenschaftler würde. Am 15. April 1894 debütierte er als Pianist in der Öffentlichkeit. Er erhielt nun eine umfassende musikalische Ausbildung, las exzessiv wissenschaftliche Bücher und Shakespeare und lernte in kürzester Zeit Deutsch und Französisch. 1895 hörte er unter Arturo Toscanini die italienische Erstaufführung von Richard Wagners ‚Götterdämmerung’ und lernte die Partitur auswendig. Sein Vater starb im August 1896.

Martucci und Antonio Bazzini hatten dringend geraten, dass Alfredo außerhalb Italiens sein offizielles Studium aufnehmen solle, und so zog er im September 1896, unter bescheidensten wirtschaftlichen Umständen, mit seiner Mutter nach Paris, wo er sich am Konservatorium einschrieb. Er blieb bis 1915 in Paris, in jener Metropole der lebenssprühenden Erneuerung der Künste, wo er sich seinen Weg nach oben bahnte. Er pflegte intensive freundschaftliche Kontakte mit Maurice Ravel, George Enescu, Pablo Casals, ab 1911 dann Igor Strawinsky, und vielen anderen. So enttäuschend für ihn in menschlicher Hinsicht das Klavierstudium war – trotz der Tatsache, dass er sich als Pianist einen respektierten Namen machte –, so großartig war der Horizont, der sich eröffnete, als er nach der Jahrhundertwende in die Kompositionsklasse von Gabriel Fauré eintrat, wo Jean-Jules Roger-Ducasse, Charles Koechlin und Maurice Ravel zu seinen Kommilitonen zählten. Er begeisterte sich für die symphonische Musik von Richard Strauss und Gustav Mahler und schrieb zwischen Januar und Juli 1906 seine Erste Symphonie op. 5, deren Partitur sehr bald beim Verlag Mathot erschien. 1907 heiratete er zum ersten Mal. Die Ehe war nicht glücklich und wurde 1919 geschieden. Im August 1907 vollendete er seine Orchestration von Mili Balakirews orientalischer Klavierfantasie ‚Islamey’, die vom Komponisten mit Begeisterung aufgenommen wurde.

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