Albicastro. Henricus

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Albicastro. Henricus

Twelve Concerti a 4, Op. 7

Art.-Nr.: 4069 Kategorie:

34,00 

Henricus Albicastro – Zwölf Concerti a 4, Op. 7

(Johannes Hendrik Weissenburg oder Weysenbergh)
(geb. 1660? Bayern, oder vielleicht Wien oder irgendwo in der Schweiz – gest. Maastricht, 26. Januar 1730)

 

Henricus Albicastro war der Name, unter dem der talentierte Musiker aus den Alpen gekannt werden wollte. wenig über ihn ist bekannt, aber man weiss, dass er sich in den Niederlanden niederließ, um sich 1681 an der Universität von Leiden einzuschreiben. Als er 1722 zum zweiten Mal heiratete, gab er das Schloss von Neuberg an der Donau als seinen Geburtsort an – mehrmals hatte er bereits behauptet, von der adligen bayerischen Familie von Weissenburg abzustammen. Andere Quellen wiederum geben Wien als seine Geburtsstadt an, und das Musicalisches Lexicon von Johann Gottfried Walther (1732) spricht davon, dass er Schweizer gewesen sei. Woher auch immer er stammen mochte, erblühte er doch als Komponist in den Niederlanden. Schon zu Studienzeiten war ihm die besondere Verantwortung übertragen, das musikalische Ensemble collegium musicum (academia) an der Leidener Universität zu leiten. Erstmals erschien seine Musik 1696 in Druck, gefolgt von einem Kreativitätsschub, aus dem neun Sammlungen von Streichermusik (App. 1-9) hervorgingen, veröffentlich vom Amsterdamer Verleger Estienne Roger.

Albicastro schrieb in einem Stil, der die polyphone westdeutsche Violinschule (Schmelzer, Biber, Walther, Muffat, Westhoff) mit den melodischen und strukturellen Innovationen aus Italien, wie zum Beispiel von Torelli, verschmolz. Seine zwölf Concerti (Streicher mit Continuo) repräsentieren einen wichtigen frühen Schritt – tatsächlich einen der frühesten – auf dem Weg zur Vorherrschaft der westlichen Musik für die nächsten 150 Jahre. Aber Albicastro schrieb nicht sein Leben lang Musik; im Jahre 1706 während des Spanischen Nachfolgekrieges schloss er sich der niederländischen Kavallerie als Kapitän-Leutnant an, um 1708 zum vollwertigen Kapitän aufzusteigen. Seine militärische Karriere scheint von diesem Zeitpunkt an alle seine Kraft gekostet zu haben, und es gibt keine Zeugnisse, dass er danach je wieder komponierte.

Übersetzung: Peter Dietz

Aufführungsmaterial ist von Bärenreiter, Kassel, zu beziehen. Nachdruck eines Exemplars aus der Musikbibliothek der Münchner Stadtbibliothek, München.

4069

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Orchester

210 x 297 mm

Reprint

156