Westerlinck, Wilfried

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Westerlinck, Wilfried

Landschappen IV (Landscape IV) for flute, harp and string trio (first edition / score and parts)

24,00 

Wilfried Westerlinck – Landscapes IV for flute, harp and string trio

(Leuven, 3 October 1945)

(1981)

(1981)

Wilfried Westerlinck studierte an den Königlichen Konservatorien von Brüssel und Antwerpen bei Komponisten wie Victor Legley, Jan Louël und August Verbesselt sowie bei dem Komponisten und Dirigenten Daniël Sternefeld. In Monte-Carlo qualifizierte er sich bei Igor Markevitch im Dirigieren. Zwischen 1971 und 1983 lehrte er Musikanalyse am Königlichen Flämischen Konservatorium von Antwerpen und baute seine Karriere als Produzent des klassischen Radiosenders des Flämischen Rundfunks und Fernsehens weiter aus. Als Komponist wurde er bekannt mit dem Orchesterwerk Metamorfose (1971) und seiner Reihe Landschaften (1977-2020) für verschiedene Besetzungen. Hinzu kamen drei Streichquartette (1978-1994), drei Klaviersonaten (1983-1986) und verschiedene Solowerke für Blasinstrumente, wie das oft gespielte Kijk, een basklarinet in mijn tuin! (Schaut her, eine Bassklarinette in meinem Garten! 1985) für Bassklarinette, Talisman (2001) für Klarinette und Meeting a Mockingbird in Texas (2009) für Piccoloflöte. 2015 und 2018 erschienen die CDs Mockingbird und Talisman mit neueren Werken wie Quattro pezzi für Klarinette und Harfe (2007-2015), Three collages ‚Hommage to E.L.T. Mesens‘ für Flöte und Harfe (2013-2014) und der Suite de Montsouris für Violine und Gitarre (2014).

Westerlinck bearbeitet seine Kompositionen gerne für verschiedene Besetzungen und präsentiert sie dadurch aus verschiedenen Blickwinkeln. Seine musikalische Sprache bezieht er aus der Moderne der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, wobei er großen Wert auf Klangfarbe, Timbre und eine klare musikalische Erzählung legt.

Landschappen IV gehört zu einer Serie von neun Landschappen, alles einteilige Werke für verschiedene Besetzungen:

Landschaften I – Bläserquintett
Landschaften II – Streichorchester
Landschaften III – Blechbläserquintett
Landschaften IV – Flöte, Harfe und Streichtrio
Landschaften V – Trompete und Streicher
Landschaften VI – Streichquartett
Landschaften VII – Klarinette und Streichquartett
Landschaften VIII – Altsaxophon und Streicher
Landschaften IX – Klavierquartett
Die erste Serie (I – V) entstand relativ schnell in den Jahren 1977-1983. Danach dauerte es bis 2008, bis Westerlinck eine zweite Serie komponierte, bei der er sich eines etwas gemäßigteren Idioms bediente.

Landschaften IV komponierte Westerlinck im Aufrag des Daphnis Ensembles, das aus Paul Vanwolleghem (Querflöte), Annie Lavoisier (Harfe), Dirk Vermeulen (Violine), Kris Van Severen (Bratsche) und Daniël Vanneste (Cello) bestand. Die Zusammensetzung dieses Ensembles war identisch mit dem Quintette instrumental de Paris des berühmten Harfenisten Pierre Jamet (1893-1991), für das Komponisten wie Germaine Tailleferre, André Jolivet und Albert Roussel Musik schrieben.

Auf eine eher improvisatorische und turbulente erste Episode folgt nach einer kurzen Überleitung eine lebhafte Durchführung als Kontrast. Hier tritt die Querflöte in Erscheinung und begibt sich mit der Geige in ein Wechselspiel, bei dem sie sich gegenseitig verfolgen. Dies gipfelt in einer träumerischen Überleitung, in die der Komponist ein Fragment aus einem Klavierstückchen von August De Boeck eingearbeitet hat. Eine Wiederaufnahme der Molto-vivace-Passage mündet schließlich in einer ausgedehnten Coda.
Landschaften IV wurde 1981 in Aalst vom Daphnis Ensemble uraufgeführt. Das Arpae Ensemble der Harfenistin Sophie Hallynck hat das Werk auf CD aufgenommen (Phaedra, In Flanders’ Fields, Vol. 12).

Jan Dewilde (Dank an den Komponisten für die Informationen)
(Übersetzung: Eva-Maria Kintzel)

Diese Partitur wurde in Zusammenarbeit mit dem Studiecentrum voor Vlaamse Muziek (www.svm.be) veröffentlicht.

 

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Partitur Nr.

1729

Sonderedition

Genre

Kammermusik

Seiten

56

Format

Druck

Erstdruck

Anmerkungen

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