The Two Widows (in three volumes with German and Czech libretto)

Smetana, Bedřich
98,00 €
Bedřich Smetana – Dvě vdovy (The Two Widows)
(geb. Litomyšl, 2. März 1824 – gest. Prag, 12. Mai 1884)
Dvě vdovy
(Zwei Witwen)
Komische Oper in zwei Akten (1873/74)
Vorwort
„Herr Smetana bezieht als Komponist, Dirigent, künstlerischer Leiter und Direktor der Opernschule ein üppiges Gehalt. Als Komponist sind seine Tätigkeiten belanglos … Als Dirigent ist er lediglich als Name im Theaterhandbuch bekannt. …. Als Opernschuldirektor ist sein Zeitplan überwältigend: zwei Vorträge seit Schulbeginn. … Kurzum: Herr Smetana muss als ein Nichts – eine Null – ein Leerzeichen gelten!“ (František Pivoda, 12.September 1874).
So lauteten die Urteile der konservativen Öffentlichkeit, die 1874 über Bedřich Smetana niedergingen, und zwar in einem Ton, den man heutzutage eher mit aufgebrachten Internetbloggern in Verbindung bringt. Zwar sollte die Musikgeschichte Pivoda Unrecht geben, jedoch war dies das Klima, das die fünfte Oper Smetanas – Zwei Witwen (Dvě vdovy) – umgab und in dem sie entstehen musste. Bis dahin hatte Smetana, der sich damals anschickte, ein breitgefasstes Repertoire der national-tschechischen Opernkunst zu schaffen (d.h. Opern mit tschechischsprachigen Libretti über tschechische Sujets in einem betont tschechischen Musikidiom), bereits ein musiktheatralisches Historiengemälde in Sinne Sir Walter Scotts (Die Brandenburger in Böhmen, 1866), eine volkstümliche Komödie mit ländlichem Kolorit (Die verkaufte Braut, 1886) und ein anspruchsvolles heroisches Trauerspiel (Dalibor, 1868) zur Aufführung gebracht und sein großes Opernpanorama über die Entstehung des tschechischen Nationalwesens Libuše zu Ende komponiert. Angesichts der vehement ablehnenden Haltung gegenüber Dalibor im Prager Blätterwald, wo das Werk unter anderem der Einführung germanisch-wagnerianischer Elemente in die aufkeimende tschechischen Opernsprache bezichtigt wurde, verzichtete Smetana jedoch auf eine Inszenierung von Libuše, denn er wusste allzu genau, sie würde lediglich weitere Angriffe von gleicher Heftigkeit nach sich ziehen. (Uraufgeführt wurde Libuše erst 1881 zur Einweihung des neuerrichteten Prager Nationaltheaters). Stattdessen wandte er sich einem leichterem Sujet zu und schrieb eine „Konversationsoper“ (so der Komponist), in der sich die tschechische (Musik-)Sprache einer häuslicheren Thematik bedienen konnte, als dies bei den vier historisierenden Vorgängeropern der Fall war. Um mit Smetana selber zu reden: „Ich gab der Partitur absichtlich einen gewissen Stil, damit die Eleganz des Salons mit der Zartheit und dem Adel der Musik vereint werde. Es war ein Versuch … einmal auch im veredelten Salonstil eine Oper zu schreiben“ (Brief an Ludevít Procháska, 21. Februar 1882). …
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| Edition | Opera Explorer |
|---|---|
| Genre | Oper |
| Seiten | 685 |
| Format | 160 x 240 mm |
| Druck | Reprint |