Graener, Paul

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Graener, Paul

Concerto for Piano and Orchestra in A minor op.72

Art.-Nr.: 4106 Kategorie:

23,00 

Paul Hermann Franz Graener (Gräner) – Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 72

(geb. 11. Januar 1872 – ges. 14. November 1944)

Vorwort
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verschwand die Musik Paul Graeners aus den Konzertprogrammen, und auch die Musikwissenschaft machte einen Bogen um den Tonsetzer. Zu Lebzeiten wurden seine Werke viel gespielt, und vor allem im Dritten Reich zählte er (nicht zuletzt aufgrund seiner aktiven Mitgliedschaft in der NSDAP) zu den beliebtesten Komponisten. In den 1990er-Jahren entdeckte man Graener wieder, begann, seine Musik zu spielen und sich mit seinem Leben auseinanderzusetzen. Vieles über Graeners ging durch die Zerstörung seiner Wohnung in Berlin bei einem Bombenangriff verloren, darunter zahllose Manuskripte und private Dokumente.

Über Graeners Abstammung können nur Vermutungen angestellt werden, da sowohl Geburts- als auch Taufurkunde verloren gegangen sind. In einem frühen Dokument erklärt er Klara Graener, geb. Kücker, zu seiner Mutter, jedoch gab er im Fragebogen zur Durchführung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 Anna Graener als leibliche Mutter an. Anna verstarb kurz nach der Geburt, und Klara zog den Jungen auf. Danach wäre Hermann Rüdiger sein Vater gewesen; er hätte also bei der Hochzeit den Namen seiner Frau angenommen, was damals beinahe unvorstellbar war. Wie es scheint, hatte Paul Graener selbst kaum eine Ahnung über seine Abstammung, was diese Ungereimtheiten erklärt.

Von 1884 bis 1890 besuchte Graener das Askanische Gymnasium in Berlin und 1888 zudem das Veitsche Konservatorium, wo er kostenfrei Unterricht von Albert Becker (1834-1899) erhielt, der auch Jean Sibelius zu seinen Schülern zählte. Becker legte seinen Fokus auf Vokalmusikkompositionen, was bei seinem Schüler Paul Graener bleibenden Eindruck hinterließ.

Doch Graener wollte mehr – war besessen davon, nach immer Größerem zu streben. So brach er das Gymnasium wie auch den Unterricht am Konservatorium ab und zog nach Hannover, wo er durch Zufall Kapellmeister des Theaters wurde: Jedoch nur für eine Probe, denn seine Unerfahrenheit wurde schnell erkannt, und er wurde entlassen. Einen zweiten Anlauf nahm er 1890 in Bremerhaven als zweiter Kapellmeister des Stadttheaters, wo er – mittlerweile mit etwas mehr Grunderfahrung ausgestattet – einige Fürsprecher gewann und sogar sein erstes Bühnenwerk zur Aufführung bringen konnte: Backfische auf Reisen nach einem Libretto von Fritz Vogler, eine einaktige Operette. Das Werk erhielt Zuspruch, obgleich mehrfach zu lesen war, es überfordere die Möglichkeiten der kleinen Bühne: Graener strebte längst weiter nach oben. Bald schon verließ er das Theater und kam schließlich nach mehreren Zwischenstationen nach Wien, wo er Brahms aufsuchte und von ihm seine Kompositionen durchsehen ließ. Von Graeners Jugendwerken blieben uns nur wenige erhalten, hauptsächlich Klavierlieder, die skurrile Texte und ebenso abenteuerliche Vertonungen präsentieren, voll von Witz und Charme. …

 

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