Gebauer, Etienne Jean François

Overtures to Gaspare Spontini‘s La Vestale & Fernand Cortez, arranged for two flutes (parts)

14,00 

Etienne Jean François Gebauer
Ouvertüre zu La Vestale, grosse Oper von Gaspare Spontini, arrangiert für zwei Flöten (ca 1807?)
Ouvertüre zu Fernand Cortez, Musik von Gaspare Spontini, arrangiert für zwei Flöten (ca 1809?)

(Versailles, 7. März 1776 – Paris, ? 1823)

Der Flötist und Komponist Etienne Gebauer studierte bei seinem älteren Bruder, dem Oboisten, Dirigenten und Komponisten Michel Joseph Gebauer (1763-1812) und bei dem bekannten Flötisten und Lehrer Antoine Hugot (1761-1803). Ab 1801 arbeitete im Orchester der Opéra-Comique, erst als zweiter Flötist und dann ab 1813 als erster Flötist. Er komponierte mehr als hundert Stücke für Flöte solo und schuf zahlreiche erfolgreiche Arrangements von Opernfragmenten für die unterschiedlichsten Instrumental-Duos. An seinen Arrangements ist deutlich zu erkennen, welche Opern zu seiner Zeit an den Pariser Opernhäusern populär waren. So war es eine naheliegende Wahl, dass er auch zahlreiche Pariser Opern von Gaspare Spontini (1774-1851) bearbeitete, darunter:

– Julie, ou le pot de fleurs (1805): Arrangement der Ouvertüre für zwei Violinen und zwei flöten
– La Vestale (1807): Arrangement der Ouvertüre für zwei Flöten und zwei Klarinetten
sowie ein Arrangement für Blasorchester
– Fernand Cortez (1809): Arrangement der Ouvertüre für zwei Flöten und symphonisches Blasorchester.

In den hier veröffentlichten beiden Arrangements demonstriert Gebauer sein Geschick in der Weise, dass es ihm trotz der Beschränkungen eines Flötenduos gelingt, die Schönheit, Expressivität und Grösse der Spontini-Ouvertüren zu vermitteln.
Die Arrangements wurden in Paris von den Cousinen Mademoiselles Erard, das heisst Marie Françoise und Catherine-Barbe Marcoux, Cousinen der Instrumentenmacher Sébastien und Jean-Baptiste Erard, veröffentlicht. Spontini, der später Céleste Erard (die Tochter von Jean-Baptiste) heiraten sollte, hatte seine Pariser Opern bei den Erards verlegt.

Jan Dewilde
Übersetzung: Michael Scheck

Faksimiles der Partituren befinden sich in der Bibliothek des Königlichen Konservatoriums in Antwerpen (KVC 207.608-207.609). Diese Partitur wurde veröffentlicht in Zusammenarbeit mit dem Nonprofit -Studienzentrum für Flämische Musik (www.svm.be) und der Provinz von Antwerpen, und ist Teil eines Projekts zu vier autographen Manuskripten von Gaspare Spontini, die im Schloss d’Ursel in Hingene gefunden wurden.

Partitur Nr.

4073

Edition

Repertoire Explorer

Genre

Kammermusik

Format

225 x 320 mm

Druck

Reprint

Seiten

24

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