Bach, Johann Sebastian / orch. Graeser, Wolfgang

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Bach, Johann Sebastian / orch. Graeser, Wolfgang

The Art of the Fugue for ochestra (incl. Graeser biography in German)

Art.-Nr.: 4050 Kategorie:

57,00 

Johann Sebastian Bach
(geb. Eisenach, 21./31. März 1685 – gest. Leipzig, 28. Juli 1750)

in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht und orchestriert von

Wolfgang Graeser
(geb. Zürich, 7. September 1906 – gest. Berlin, 13. Juni 1928)

Die Kunst der Fuge
(1750/arr. ca. 1923-27)

Contrapunctus I
für Solostreicher (p. 1)
Contrapunctus II
für Solostreicher (p. 8)
Contrapunctus III
für Solostreicher (p. 15)
Contrapunctus IV
für Solostreicher (p. 21)
Contrapunctus V
für Streicher und Orgel (die Hälfte des kompletten Streichorchesters) (p. 32)
Contrapunctus VI
für Streicher und Orgel (zwei Drittel des kompletten Streichorchesters) (p. 41)
Contrapunctus VII
für Streichorchester und Orgel (p. 52)
Contrapunctus VIII
für Streichorchester, Blechbläser und Orgel (p. 67)
Contrapunctus IX
für Holzbläser (Soli und Tutti) (p. 83)
Contrapunctus X
für Streichorchester und Holzbläser (p. 88)
Contrapunctus XI
für Streichorchester, Holzbläser, Blechbläser und Orgel (p. 98)
Contrapunctus XII (Canon in Hypodiapason)
für Cembalo solo (p. 128)
Contrapunctus XIII (Canon alla Duodecima)
für Cembalo solo (p. 132)
Contrapunctus XIV (Canon alla Decima)
für Orgel solo (p. 134)
Contrapunctus XV (Canon al roverscio et per augmentationem)
für Orgel solo (p. 138)
Contrapunctus XVI.
Rectus für 3 Holzbläser (p. 142)
Inversus für 3 Holzbläser (p. 145)
Contrapunctus XVII
Rectus für 2 Cembali (p. 148)
Inversus für 2 Cembali (p. 152)
Contrapunctus XVIII (rectus & inversus)
für Streichorchester und Orgel (p. 156)
Contrapunctus XIX (unvollendet)
für Streichorchester, Holzbläser, Blechbläser und Orgel (p. 167)
Choral ’Vor Deinen Thron tret’ ich hiermit’ (p. 201)

Biographie ’Wolfgang Graeser’ von Hans Zurlinden (1935; p. 207)

 

Vorwort
Lange vor dem 20. Jahrhundert war die ‚Kunst der Fuge’ ein Mythos geworden und wurde überwiegend als abstraktes kontrapunktisches Spiel angesehen, das nicht für Aufführungen vorgesehen sei. Wolfgang Graeser war es überlassen, diesen ideologischen Irrtum vom Tisch zu fegen. Um 1922_23 fand er in einem Antiquariat eine Partitur der ‚Kunst der Fuge’. Diese Musik wurde zu seiner tragenden Obsession in seinem kurzen Leben. Bereits als Abiturient arbeitete er an dem, was er als definitive Reihenfolge der Sätze der ‚Kunst der Fuge’ erachtete, und begann in Übereinstimmung mit seinem Forschungsergebnissen mit der Orchestration. 1926 wurde seine Neuausgabe der Partitur in der Gesamtausgabe der Werke Johann Sebastian Bachs von Breitkopf & Härtel als Supplementband Nr. XLVII veröffentlicht. Graesers Ausgabe beanspruchte, die ‚Kunst der Fuge’ „in ihrer ursprünglichen Form wiederhergestellt“ zu haben. 1928 folgte auf diese bahnbrechende Edition die gedruckte Ausgabe von Graesers Orchestration, die entscheidend die weiteren Geschicke der Rezeptionsgeschichte des Werkes bestimmen sollte. Zur Uraufführung gelangte die ‚Kunst der Fuge’, in der Orchestration Wolfgang Graesers, am 26. Juni 1927 in der Leipziger Thomaskirche durch das Gewandhaus-Orchester unter der Leitung von Karl Straube (1873-1950). Es war ein beispielloser Erfolg, und unmittelbar darauf nahmen andere Dirigenten wie Hans Weisbach, Wilhelm Kempff, Hermann Scherchen, Siegmund von Hausegger, Hermann Abendroth, Robert Laugs, Erich Kleiber, Felix Weingartner, Leopold Stokowski (in New York), Robert Heger, Gustav Classens, Joseph Keilberth etc. die ‚Kunst der Fuge’ in Graesers Orchestration in ihre Programme auf. Zeitgleich mit Graeser hatte Hans Theodor David (1902-67) mit seiner Arbeit an der Gesamtform des Werkes begonnen und kam zu anderen Ergebnissen (Uraufführung seiner Orchesterfassung im Herbst 1928 in Kiel unter Fritz Stein). Die Bach-Gemeinde spaltete sich in ‚Graeserianer’ und ‚Davidianer’. Doch der Name von Wolfgang Graeser, der bereits weniger als ein Jahr nach der krönenden Uraufführung seiner Errungenschaft Selbstmord begangen hatte, blieb Symbol der Entdeckung der ‚Kunst der Fuge’ und Startschuss zu ihrer Aufführungsgeschichte. Seine Orchestration erschien 1928 bei Breitkopf & Härtel im Druck. Später haben viele Dirigenten ihre eigenen Fassungen erstellt (Franz von Hoesslin, Fritz Stiedry, Hermann Scherchen etc.) oder neue Orchesterfassungen in Auftrag gegeben (Ina Lohr, Roger Vuataz). Ab 1940 wurde am häufigsten die Orchesterfassung von Kark Hermann Pillney (1896-1980) gespielt, der wie schon kurz zuvor Donald Francis Tovey (1875-1940) Bachs unvollendete Schlussfuge in souveräner Weise zu Ende geführt hatte. All diese Fassungen haben ihre Meriten und ihre Schwächen, und Graesers Pionierarbeit ist es auch weiterhin wert, studiert und aufgeführt zu werden.

Wir runden diese Erstausgabe von Graesers Orchestration im Studienformat mit zwei Anhängen ab: mit Graesers eigenem Vorwort zu seinem Supplementband in der J. S. Bach-Gesamtausgabe von 1926, und der einzigen Graeser-Biographie, verfasst von Hans Zurlinden (1892-1972) und 1935 in München erschienen.

C. S. , Juli 2018

Aufführungsmaterial und Dirigierpartitur sind erhältlich vom Originalverlag Breitkopf & Härtel, Wiesbaden (www.breitkopf.com).

Partitur Nr.

4050

Edition

Repertoire Explorer

Genre

Orchester

Format

160 x 240 mm

Druck

Reprint

Seiten

344

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