Cornelius, Peter

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Cornelius, Peter

Der Cid

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Peter Cornelius

„Der Cid“

Oper in 3 Akten

Libretto: Peter Cornelius, nach Guillén de Castro und Victor Aymé Huber
Uraufführung: Weimar, 21. 5. 1865

(geb. Mainz. 24. 12. 1824, gest. Mainz 26. 10. 1874)

Vorwort
Carl August Peter Cornelius wird 1824 in Mainz in eine Schauspielerfamilie hineingeboren und kommt früh mit dem Theater in Berührung. Er ist sowohl dichterisch als auch musikalisch begabt; sein Vater aber wünscht, dass er in die Fussstapfen der Eltern trete. Obwohl er bereits in jungen Jahren Geige lernt und 1841 als erster Violinist an einer Operntournee des Mainzer Theaters nach London teilnimmt, beginnt er nach Beendigung der Realschule eine Karriere als Schauspieler in Mainz. 1843 wird er zum herzoglich nassauischen Hofschauspieler ernannt und spielt in Wiesbaden. Erst als der Vater stirbt, kann sich der zwanzigjährige Cornelius verstärkt der Musik zuwenden. Er zieht nach Berlin zu seinem berühmten, in den Adelsstand erhobenen Onkel, den Maler Peter von Cornelius. In dessen gastfreundlichem, weltoffenen Haus kann er seine Misserfolge als Schauspieler vergessen und seine literarische Bildung erweitern, während er bei dem hochgeschätzten Lehrer Siegfried Dehn (1799-1858) Kontrapunkt und Harmonik studiert. Dehn, zu dessen Schülern auch Michail Glinka und Anton Rubinstein gehören, bringt Cornelius alte Meister wie Lasso und Palestrina näher, und so entsteht in den ersten Jahren der kompositorischen Tätigkeit Cornelius’ hauptsächlich katholische Kirchenmusik. Nebenbei schreibt er für die Berliner Zeitschriften Echo und Modespiegel.

Entscheidend für den jungen Autor und Musiker wird jedoch die von seinem Onkel vermittelte Begegnung mit Franz Liszt, dessen Weimarer Kreis er sich 1852/53 anschliesst. Zunächst arbeitet Cornelius als Musikkritiker für die Neue Zeitschrift für Musik. Unter dem Einfluss der sogenannten Neuen Deutschen Schule vollendet er in Weimar seine erste und bekannteste Oper Der Barbier von Bagdad, die 1858 unter der Leitung von Liszt uraufgeführt wird. Das erst nach dem Tod des Komponisten so erfolgreiche Werk – nach Einschätzung einiger Musikwissenschaftler neben Wagners Meistersinger die beste deutsche komische Oper – fällt wegen organisierten politischen Intrigen am Premierenabend durch und wird zu den Lebzeiten des Komponisten nie wieder gespielt. Als direkte Folge der Geschehnisse um diese Uraufführung tritt Liszt als Hofdirigent in Weimar zurück. Peter Cornelius siedelt sich bald darauf in Wien an, wo er Friedrich Hebbel kennenlernt und seine zweite Oper schreibt, das «lyrische Drama» Der Cid, welches 1865 ebenfalls am Hoftheater in Weimar zur Uraufführung kommt. Im Gegensatz zum Barbier wird Der Cid ein überwältigender Erfolg; die Ironie des Schicksals aber will es, dass in späteren Zeiten der ausgepfiffene Barbier zum dauerhaften Bühnenerfolg wird, während Der Cid in der Versenkung verschwindet.

Mit Richard Wagner wird Cornelius bereits 1852 durch Franz Liszt bekanntgemacht; nach einem ersten Treffen in Basel entwickelt sich nun in Wien eine Freundschaft, wobei der jüngere Cornelius dem älteren Meister zum Teil als «Gesellschafter» dient, zum Teil als Assistent. Cornelius, der mittlerweile als profilierter Kritiker und Essayist gilt, verteidigt Wagner zudem oft in der Presse. Obwohl er ein glühender Bewunderer der Musik Richard Wagners ist, lässt er sich kompositorisch und künstlerisch von dem grossen Vorbild kaum beeinflussen. Dass der Barbier bis weit in das 20. Jahrhundert hinein «wagnerisch» anmutet, liegt an der späteren – übrigens auch inhaltlichen – verfälschenden Bearbeitung durch den bekannten Dirigenten Felix Mottl und, etwas später, durch Hermann Levi.

1865 zieht Peter Cornelius weiter nach München, wo er wie Wagner von König Ludwig II unterstützt wird. Einer Berufung Richard Wagners folgend wird Cornelius 1867 Professor für Komposition an der neu gegründeten Königlichen Musikhochschule. Im selben Jahr heiratet er seine Jugendliebe Bertha Jung, die ihm eine Tochter und drei Söhne schenkt. Ihr sind die schönen Lieder an Bertha gewidmet. Cornelius wird in München jedoch nicht heimisch und so kehrt er vor seinem Tod nach Mainz zurück, wo er bereits mit fünfzig Jahren an den Folgen seiner Zuckerkrankheit stirbt. Er hinterlässt die unvollendete, heute vergessene nordisch-mythologische Oper Günlöd (Uraufführung der fertiggestellten Oper in Weimar, 1891).

Neben dem Barbier von Bagdad zeugen seine vielen Lieder und Liederzyklen für Gesang und Klavier von einer tiefen melodischen und expressiven Begabung, die ganz und gar nicht dramatisch ist, aber oft von diskretem, subtilem Witz. Cornelius schrieb ausserdem mehrere Chorwerke, darunter ein Stabat Mater und eine Messe in d-moll.

Peter Cornelius verstand seine Zeit, passte sich ihren Strömungen an, kam durchaus zu Ruhm und wird noch heute sporadisch aufgeführt. Mit einigen anderen Komponisten dieser Periode teilt Cornelius jedoch das Schicksal, für immer von Wagners dominierenden Genie überschattet zu sein. Aufgrund der Umorchestrierung, die nach Cornelius’ Tod zur «Verbesserung» seiner Werke vorgenommen wurde, stand er lange Zeit im Ruf, lediglich ein Wagnerepigone zu sein; bei heutigen Aufführungen ist man – hauptsächlich – wieder zu den Originalfassungen zurückgekehrt, die vielmehr den Einfluss von Mozart, Lortzing und vielleicht auch von Berlioz ahnen lassen. Die Musik Cornelius’ ist aber trotz aller Einflüsse eigenständig und persönlich gefärbt.

Auch Der Cid wurde in den 1880ern im wagnerischen Stil bearbeitet, so dass die Oper sich im Umfeld des lyrisch-deutschen Lohengrin ansiedeln liess. Die Originalpartitur Cornelius’ hört sich aber eher deutsch und herb an; die spanische Atmosphäre und das heisse Temperament der kastillanischen Helden kommt eher kühl und etwas hölzern daher – mit all den naiven Reizen einer grossen musikalischen Begabung, die sich auch im Cid nicht voll entfalten konnte.

Peter Cornelius schrieb zum Cid – wie zu seinen anderen beiden Opern auch – nach Vorlagen selbst das Libretto. Der Text ist vom Geschmack der Periode geprägt, historisierend und romantisch. Cornelius zeigt eine vielseitige Begabung, die – wie bei Lortzing – Text und Musik zu einer schönen Einheit werden lässt. Doch trotz der allgegenwärtigen Nähe Wagners ist der Weg zum Gesamtkunstwerk noch weit.

Mehrere Komponisten wandten sich dem Cid -Thema zu: Farinelli (1797), Aiblinger (Rodrigo und Zimene 1821), Pacini (1853) und Wagenaar (1916). Die bekannteste Oper stammt von Jules Massenet, dessen Le Cid (1885, nach Pierre Corneille) noch immer aufgeführt wird.

Zur Handlung
Burgos, Kastilien (Spanien), um 1064

Personen:
Fernando, König von Kastilien………………………………Tenor
Luyn Calvo, Bischof……………………………………………..Bass
Chimene, Gräfin von Lozan……………………………………Sopran
Ruy Diaz, Graf von Vibar, genannt Campeador………..Tenor
Alvar Fanez, ein kastilischer Ritter………………………….Tenor
Ein Herold………………………………………………………….. Bass

Hofstaat, Würdenträger, Geistliche, maurische Fürsten,
maurische und spanische Soldaten, einfaches Volk

Akt I: Im Schloss zu Burgos wird Königsgericht gehalten: Gräfin Chimene von Lozan klagt den Grafen Ruy Diaz an, ihren Vater ermordet zu haben. Sie fordert Gerechtigkeit und Rache. Der vom Volk jubelnd begrüsste Diaz verteidigt seine Tat: Nachdem Graf Lozan die Ehre des Hauses Vibar beschmutzt hatte, habe er den Grafen in einem fairen Zweikampf erschlagen. Einem göttlichen Richterspruch würde er sich jedoch fügen. Alvar Fanez stellt sich Chimene zur Verfügung und hebt den von Diaz geworfenen Handschuh auf. Doch da tritt der Bischof dazwischen und verbietet das Duell. Auch kann er Diaz dazu bewegen, Schwert und Schicksal in Chimenes Hände zu legen. Als Chimene nach erstem Zögern den Grafen töten will, stürzen Boten herein und melden den Einfall eines übermächtigen Mauren-Heeres. Das Volk sieht in Ruy Diaz seinen einzigen Retter und Chimene, der das Wohl Kastiliens wichtiger ist als ihre persönliche Rache, übergibt König Fernando das Schwert. Ruy Diaz, als «Campeador» angefeuert, erhält seine Waffe zurück und zieht an der Spitze der Soldaten gegen den Feind.

Akt II: Chimene hat sich in das väterliche Schloss zurückgezogen. Als sie von ihren Frauen in der Dämmerung, die den Schleier senkt allein gelassen wird, lassen sich ihre Gedanken an Ruy Diaz nicht länger zurückhalten; denn sie empfindet sowohl Liebe als auch Hass für ihn. Nur ein Vater unser kann sie beruhigen. Alvar Fanez kommt, um Abschied zu nehmen, und bestätigt Chimene in ihren Hassgefühlen; es sei ihre Pflicht, für den Tod des Vaters Vergeltung zu üben. Fanez soll mit seinem Schwert für Gerechtigkeit sorgen. Der Bischof erscheint und mahnt Chimene, ihrem Feind zu verzeihen. Auch Ruy Diaz muss die schöne Chimene aufsuchen, ehe er in den Kampf zieht; er gesteht ihr seine Gefühle und in Chimene siegt schliesslich die Liebe: Sie vergibt dem Grafen und gibt ihm zum Abschied ihren Segen.

Akt III: Vor den Toren von Burgos betet der Bischof zusammen mit dem Volk für den Sieg. König Fernando tritt auf und verkündet, dass der Campeador das Vaterland gerettet habe. Das Volk feiert den Sieg und seinen Erretter. Als die gefangenen maurischen Fürsten im Triumphzug hereingeführt werden, berichten sie, dass sie Ruy Diaz in Bewunderung für seine Tapferkeit den Ehrennamen „Cid“ – Herr – verliehen haben. Selbst ist der Cid jedoch nicht zu sehen, und als Alvar Fanez ihr sein Schwert zu Füssen legt, glaubt Chimene, dass Ruy Diaz im Zweikampf mit Fanez gefallen sei. In ihrem Schmerz um den vermeintlich Getöteten gibt sie ihre Liebe öffentlich preis: Nun sein Stern erblich… Ich liebt ihn, lieb’ ihn ewiglich!. Doch Alvar Fanez berichtet, dass er dem Campeador im Kampf unterlegen sei, und meldet das Eintreffen des Retters von Kastilien: Ruy Diaz erscheint unter dem Jubel der Menge und erhält von König Fernando Chimenes Hand als Preis für seinen Sieg.

Irmelin Mai Hoffer, 2005

Aufführungsmaterial ist von Breitkopf und Härtel, Wiesbaden zu beziehen.
Nachdruck eines Exemplars der Musikbibliothek der Hochschule für Musik und Theater, München


Peter Cornelius

(b. Mainz, 24 December 1824 — d. Mainz, 26 October 1874)

Der Cid
Opera in 3 Acts

Libretto:
Peter Cornelius, after Guillén de Castro and Victor Aymé Huber
Premiere: Weimar, 21 May 1865

Preface
Carl August Peter Cornelius was born into a family of actors in Mainz in 1824, and thus came into contact with the theatre at an early age. He was both poetically and musically gifted, but his father wanted him to follow in the footsteps of his parents. Although he learned to play the violin as a child and took part as first violinist of the Mainz Theater in an operatic tour to London, he began an acting career in Mainz upon completing secondary school. In 1843 he was named court actor of the Duke of Nassau’s theatre and performed in Wiesbaden. Only after the death of his father does the twenty-year-old Cornelius devote renewed energy to music. He moved to Berlin, joining his famous and ennobled uncle, the painter Peter von Cornelius. In his uncle’s hospitable, cosmopolitan home he was able to forget his failures as an actor and broaden his knowledge of literature; at the same time he studied harmony and counterpoint under the highly regarded teacher Siegfried Dehn (1799-1858), whose pupils also included Mikhail Glinka and Anton Rubinstein. Dehn introduced Cornelius to such masters of early music as Lasso and Palestrina, and thus Catholic church music dominated in the first years of Cornelius’s activity as composer. Besides all this he also wrote for the Berlin journals Echo and Modespiegel.

Decisive for the young author and composer, however, was his encounter, arranged by his uncle, with Franz Liszt, whose Weimar Circle he joined in 1852-53. At first he worked as a music critic for the Neue Zeitschrift für Musik. Under the influence of zopera, Der Barbier von Bagdad, which was premiered with Liszt as conductor. This work, considered by several scholars to be the best German comic opera after Wagner’s Meistersinger, would become famous only after the death of its composer, for it failed at its premiere due to organized political intrigue. It was never again performed during the composer’s life. As a direct consequence of machinations surrounding the performance, Liszt stepped down as court conductor in Weimar. Shortly thereafter Cornelius resettled in Vienna, where he made the acquaintance of the author Friedrich Hebbel and wrote his second opera, the «lyrical drama» Der Cid, which was premiered, like its ill-fated predecessor, at the Weimar Court Theatre. In contrast to Der Barbier, Der Cid was an overwhelming success, but it is one of the ironies of fate that the former work, having been jeered off stage, became a permanent success, while Der Cid sank into obscurity.
Cornelius had been introduced to Richard Wagner by Franz Liszt in 1852; after a first meeting in Basel, the two developed in Vienna a friendship in which the younger man served the older master in part as a social companion, in part as an assistant. Cornelius, who had meanwhile earned a reputation as an outstanding critic and essayist, also defended Wagner frequently in the press. Yet although he was an ardent admirer of Wagner’s music, he was neither compositionally nor artistically much influenced by Wagner’s great example. Even well into the twentieth century, Der Barbier impressed listeners as «Wagnerian», but the reason for this lies in the subsequent editing of the work (and falsification of its contents) by the conductors Felix Mottl and, later, Hermann Levi.

In 1865 Cornelius moved again, this time to Munich, where he was supported, as was Wagner, by King Ludwig II. Accepting an appointment by Wagner, he became professor of composition at the new Royal School of Music in 1867. That same year he married his first love, Bertha Jung, who would bear him a daughter and three sons. It is to her that he dedicated his beautiful Lieder an Bertha. Cornelius never felt entirely at home in Munich, and so he returned to Mainz shorly before his death at age 50 from complications of diabetes. He left behind an incomplete, now-forgotten opera based on Nordic mythology, Günlöd, which was subsequently completed and first performed in Weimar in 1891.

Along with Der Barbier von Bagdad, his many songs and song cycles for voice and piano attest to a deep melodic and expressive talent that is not at all dramatic, but often characterized by a discreet, subtle wit. In addition, Cornelius wrote several choral works, among them a Stabat Mater and a Mass in D Minor.

Peter Cornelius understood his age, adapted himself to its currents, acquired considerable fame, and even today his music is sporadically performed. With several other composers of his time, however, he suffered the fate of being permanently overshadowed by Wagner’s dominating genius. Because of the reorchestrations that several of his works were posthumously subjected to in an effort to «improve» them, he had for the longest time the reputation of being a mere Wagner epigone. For the most part, however, performances today return to the original versions, which suggest instead the influence of Mozart, Lortzing, and perhaps Berlioz as well. Despite all influences, the music of Cornelius stands on its own and has its own character.

Der Cid was also edited into a Wagnerian style in the 1880s, relocating it into the proximity of the lyrical-German Lohengrin. But Cornelius’s original score has instead a rather dry Germsn sound; the Spanish atmosphere and hot temperament of the Castilian heroes thus seems somewhat cool and wooden – with all the naïve charms of a great musical talent, which in this work, as in others of his, could not develop fully.

As with his two other operas, Cornelius wrote his own libretto, basing it on a previous story. The text is characteristic of the tastes of his time—historicizing and romantic. He demonstrates a multifaceted talent like Lortzing’s that melds text and music into an aesthetically pleasing unity. Despite the ubiquitous presence of Wagner, however, Der Cid is far from a Gesamtkunstwerk.

Several composers devoted themselves to the El Cid-theme: Farinelli (1797), Aiblinger (Rodrigo and Zimene, 1821), Pacini (1853), and Wagenaar (1916). The best-known of these operas is the one by Jules Massenet, whose Le Cid (1885, after Pierre Corneille) is still performed today.

Synopsis
Time and Place: Burgos, Castile (Spain), ca. 1064

Dramatis personae
Fernando, King of Castile……………………..tenor
Luyn Calvo, Bishop……………………………bass
Chimene, Countess of Lozan………………..soprano
Ruy Diaz, Count of Vibar, called Campeador….tenor
Alvar Fanez, a Castilian knight………………..tenor
Herald………………………….……………….bass

Royal Retinue, Dignitaries, Clergy, Moorish Princes, Moorish and Spanish Soldiers, Common Folk

Act I: In the Castle of Burgos, the royal tribunal is in session: Countess Chimene of Lozan accuses Count Ruy Diaz of having murdered her father. She demands justice and revenge. Diaz, who is greeted jubilantly by the common folk, defends his actions: Count Lozan had besmirched the honor of the House of Vibar, and thus Diaz killed him in fair duel. He would nonetheless bow to the divine judgment of the court. Alvar Fanez places himself at Chimene’s disposal and picks up the glove thrown down by Diaz, whereupon the Bishop steps between them and forbids the duel. He also persuades Diaz to place his sword and fate in Chimene’s hands. Chimene hesitates at first, but when she decides to kill the Count, messengers burst upon the scene and report the invasion of an overwhelming army of Moors. The common folk see in Diaz their sole savior, and Chimene, to whom the welfare of Castile is more important than personal revenge, yields the sword to King Fernando. Ruy Diaz, hailed as «Campeador», takes back his sword and prepares to lead the soldiers into battle against the enemy.

Act II: Chimene has returned to her ancestral castle. Night falls, and after her ladies-in-waiting retire for the evening, she finds she can no longer hold back her thoughts about Ruy Diaz—for she is filled with love for him as well as hatred. Only prayer can calm her. Alvar Fanez enters in order to take his leave of her, and he reaffirms her feelings of hatred: It is her duty to exact retribution for the death of her father. Fanez shall take up his sword and seek justice. The Bishop appears and admonishes Chimene to forgive her enemy. Ruy Diaz pays a visit to the beautiful Chimene as well before going to battle. He confesses his feelings of love to her, and in Chimene love finally wins out: She forgives the Count and gives him her blessing before he departs.

Act III: Before the gates of Burgos, the Bishop prays together with the common folk for victory. King Fernando appears, announcing that the Campeador has saved the country. The common folk celebrates the victory and their savior. As the captured Moorish princes are led forth in the triumphal procession, they report that they have bestowed upon Ruy Diaz the epithet “Cid”—Lord—in admiration of his bravery. But the Cid himself has not yet appeared, and when Alvar Fanez lays his sword at the feet of Chimene, she believes that Ruy Diaz has fallen in duel with Fanez. In her grief over the supposedly dead Ruy Diaz, she admits her love for him publicly: «Nun sein Stern erblich . . . Ich liebt ihn, lieb’ ihn ewiglich!» («Now that his star has faded . . . I loved him, I shall love him forever!») But Alvar Fanez reports that he was defeated by the Campeador, and announces the arrival of the savior of Castile: Ruy Diaz appears to the jubilation of the crowd and receives from King Fernando Chimene’s hand as the prize for his victory.

Translation: Stephen Luttmann, 2005

For performance material please contact the publisher Breitkopf und Härtel, Wiesbaden.
Reprint of a copy from the Musikbibliothek der Münchner Stadtbibliothek, München.

Score No.

37

Edition

Opera Explorer

Size

160 x 240 mm

Printing

Reprint

Genre

Opera

Pages

400