Ullmann, Viktor

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Ullmann, Viktor

Klavierkonzert op.25

Art.-Nr.: 6174 Kategorie: Schlüsselwort:

28,00 

Ullmann, Viktor – Klavierkonzert op.25

(geb. Teschen, Austria-Hungary, January 1, 1898 – ermordet Auschwitz-Birkenau, October 18, 1944)

Vorwort
Viktor Ullmann vollendete sein Klavierkonzert im Dezember 1939, als Prag bereits von den deutschen Truppen besetzt und die Aussicht auf eine Aufführung längst eine Illusion war. Gewidmet hat er das Werk der ungarischen Pianistin Juliette Arányi (1906–1944), dabei lässt Ullmanns Widmung “Der verehrungswürdigen Meisterin des apollinischen Klavierspiels – ein dionysisches Werk” nicht nur auf die Interpretin, sondern auch auf sein Klavierkonzert schließen. Ullmann spielt mit den Erwartungen, die das Publikum an ein Solokonzert hat – und enttäuscht diese zunächst. Er behandelt das Klavier anfangs wie in einer Sinfonie als zusätzliches Instrument, als Orchesterklavier, bevor es erst gegen Ende des ersten Satzes mit aller Macht dem Thema, das die Posaunen schon zu Beginn des Satzes spielten, gegenübertritt. Das Klavier entwickelt sich also immer mehr von einem motivischen Stichwortgeber zu einem gleichberechtigten, dem Kollektiv gegenüberstehenden Dialogpartner, was den ganz besonderen Reiz dieser dicht sinfonisch gestalteten Komposition ausmacht.

Ullmann empfing zunächst, nachdem er von 1916 bis 1918 an der österreichisch-italienischen Front gekämpft und eine der schrecklichsten Schlachten am Isonzo überlebt hatte, in Wien wichtige Anregungen von Arnold Schönberg, ehe er 1920 zunächst als Chorleiter und Korrepetitor und ab 1922 als zweiter Kapellmeister am von Alexander Zemlinsky geleiteten Neuen Deutschen Theater in Prag tätig war. In Prag erregte er ab 1923 mit Liedern, Klaviermusik und Kammermusik allmählich Aufsehen als Komponist. Viele dieser Werke, wie das Erste Streichquartett aus dem Jahre 1923, sind bedauerlicherweise verschollen. Nach Engagements als Opernchef am Theater in Aussig (1927/28) und als Kapellmeister und Komponist für Bühnenmusik am Schauspielhaus in Zürich (1929–1931) wandte er sich, inspiriert durch Rudolf Steiners Wirken, zunächst vom Theater und vom Komponieren ab und betrieb die “Novalis Bücherstube”, eine anthroposophische Buchhandlung in Stuttgart, wo er auch an der Waldorf-Schule unterrichtete. …

 

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Partitur Nummer

6174

Edition

Repertoire Explorer

Genre

Tasteninstrument & Orchester

Seiten

100

Format

210 x 297 mm

Druck

Reprint

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