Szymanowski, Karol 

Demeter für Altsolo, Frauenchor und Orchester

Art.-Nr.: 1822 Kategorie:

14,00 

Karol Szymanowski

Demeter

(geb. Tymoszówka, 6. Oktober 1882 – gest. Lausanne, 29. März 1937)

Für Altsolo, Frauenchor und Orchester

Karol Szymanowski wurde im ukrainischen Tymoszówka, nahe Kiew, auf einem Familienanwesen geboren, welches auf die Zeit der Teilung Polens zurückgeht. Seine früheste musikalische Ausbildung erhielt er zu Hause und später von einer Musikschule in einem nahe gelegenen Ort. 1901 zog Szymanowski nach Warschau, um seine Musikstudien durch privaten Unterricht in Harmonielehre, Kontrapunkt und Komposition fortzuführen bei führenden, wenngleich konservativen, polnischen Musikern: bei Marek Zawirski, ein Professor am Warschauer Musikinstitut und beim Komponisten Zygmunt Noskowski. Szymanowski war an aller bahnbrechend neuen Musik interessiert und schnell begeisterte ihn die Neue Deutsche Schule von Wagner und Strauss. Da seine Lehrer ebenso wie das Management des neu geformten Warschauer Philharmonischen Orchesters seine Begeisterung nicht teilten, half sich Szymanowski selbst, indem er die Gruppe Junges Polen der Musik ins Leben rief. Jedes Mitglied, Szymanowski, Fitelberg, Róźycki und Szeluto, engagierte sich, progressive Musiktrends in der polnischen Musik zu bewerben als Reaktion auf die führenden konservativen kulturellen Einrichtungen. Obgleich der Gruppe nur ein kurzes Bestehen beschert war, hatten sie einen reichen Patron mit Prinz Władysław Lubomirski, der Szymanowskis früher Musik half, sowohl in Polen als auch in Deutschland veröffentlicht und aufgeführt zu werden. 1906 präsentierte Prinz Lubomirski ein Konzert mit Kompositionen der Gruppe Junges Polen einschließlich Szymanowskis Konzertouvertüre für Orchester. Das Programm wurde in Warschau wie auch in Berlin aufgeführt und erwies sich als großer Erfolg bei den Hörern und Kritikern.
In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg reiste Stymanowski oftmals, besonders nach Paris, Sizilien und Nordafrika. Längere Zeit ließ er sich 1911 bis 1912 in Wien nieder. Während des Krieges kehrte er nach Tymoszówka zurück und vertiefte sich in ein Studium des antiken Griechenlands und der arabischen Kultur, das inspiriert wurde durch seine Reisen in die Mittelmeerregionen. Hier komponierte er außerdem sein erstes Violinkonzert (1916) und die dritte Symphonie „Lied von der Nacht“ (1914-16). Die russische Revolution von 1917 jedoch zwang in, in die Ukraine zu fliehen. Das Familienanwesen in Tymoszówka wurde zerstört. Für den Rest seines Lebens sollte Szymanowski kein permanentes zu Hause mehr finden, die Gewaltsamkeit des ersten Weltkrieges wie auch der Revolution erschütterten seinen Glauben in die Bedeutung der Kunst als eine ästhetische Flucht aus der Welt. Nach dem Krieg komponierte Szymanowski keine Musik, schrieb dafür einen Roman, Der Ephebe, welchen er 1919 fertigstellte. Nur Fragmente sind erhalten, doch diese zeigen ein Thema von einer von allen sozialen Normen befreiten Liebe, welches sie mit Szymanowskis Oper Król Roger (König Roger, fertiggestellt 1924) gemeinsam haben.
Einen Sinn in der Musik fand Szymanowski in den 1920ern wieder, als Polen seine Unabhängigkeit im Fahrwasser des ersten Weltkriegs wiedererlangte. Der Komponist, zuvor oppositär dem musikalischen Nationalismus und allgemein dem Gebrauch von Material aus der Volksmusik, begann für die Errichtung eines polnischen Nationalismus zu streiten, der jedoch den Proventialismus vermeiden würde, den er in seiner Jugend so erdrückend befunden hatte. Um solch einen begrenzten Fokus zu vermeiden, begehrte Szymanowski, dass seine Musik nach wie vor eine universelle Wirkung haben soll. Sein Ballett Harnasie (1925), eine Fassung des Stabat Mater (1925-26) und das zweite Violinkonzert (1932-33) waren die gewichtigsten Erzeugnisse dieser Bemühungen. Szymanowski erhielt 1927 die Einladung, Direktor der Warschauer Konservatoriums zu werden, doch verließ es aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zu dessen noch immer konservativen Leitung bereits 1929. Daraufhin wurde er 1930 als Rektor des Warschauer Musikinstituts einberufen, wo er besser in der Lage war, seine hohen Ideale durch Lehren umzusetzen, wurde aber darauffolgend gezwungen, auch von dieser Position 1932 zurückzutreten.

Read full preface / Komplettes Vorwort lesen > HERE

Partitur Nr.

1822

Edition

Repertoire Explorer

Genre

Chor/Stimme & Orchestra

Format

225 x 320 mm

Druck

Reprint

Seiten

32

Titel

Nach oben