Ouverture til Operaen Fête Galante, Op. 25
Schierbeck, Poul
28,00 €
Schierbeck, Poul – Ouverture til Operaen Fête Galante, Op. 25
(geb. Kopenhagen, 8. Juni 1888 – gest. Kopenhagen, 9. Februar 1949)
(OM93)
Vorwort
Fête galante – ein galantes Fest, edel ausstaffierte Damen und Herren, flanierend im Park, erotische Liebesspiele: kurzum, aristokratisches Vergnügen inmitten eines ländlichen Idylls. Was noch heute als historisierendes Ereignis in Schlössern wie Versailles als Reminiszenz an die Prachtentfaltung des Rokoko gefeiert wird, nahm sich der dänischen Komponist Poul Schierbeck als Vorlage zu seiner ersten und einzigen Oper.
Obgleich der Name Poul Schierbeck außerhalb Dänemarks weitgehend unbekannt ist, so ist zumindest seine Musik in seinem Heimatland in aller Munde. Er gehört zu den Komponisten, deren Liedschöpfungen zum Volksgut geworden sind und von Jung und Alt gleichermaßen gesungen werden. Sein Lied Det er i dag et vejr – et solskinsvejr (Heute ist ein Wetter – ein Sonnenscheinwetter]) gehört zu den beliebtesten Frühlingsliedern. Das 1926 auf einen Text von Hans Christian Andersen komponierte I Danmark er jeg født (In Dänemark bin ich geboren) gilt sogar als heimliche Nationalhymne des Königreichs und wird bei offiziellen Anlässen und Feiern als “Fællessang”, also als gemeinsam gesungenes Lied, auf die Programme gesetzt.
Doch wer war der Komponist? Poul Schierbeck wuchs in einer gutbürgerlichen Kopenhagener Familie auf. Sein Vater war Arzt und sehr musikalisch: Laute und Gitarre spielte er geschickt, und mit seiner schönen Gesangsstimme trat er von Zeit zu Zeit sogar öffentlich auf. Pouls Mutter hingegen spielte Mandoline und Klavier. In einer so musikalisch vielfältig agierenden Familie verwundert es nicht, dass auch der Filius musikalische Ambitionen zeigte. Bereits als Kind lernte Poul Blockflöte, Mandoline und Klavier und erfand während des Spiels schon bald eigene Melodien. Im 14. Lebensjahr war es dann schon so weit: Der Teenager konnte seine erste Komposition, einen Marsch für seinen Hund Djip, vollenden. Trotz seiner Leidenschaft für das Theater und den Chorgesang dauerte es noch eine Weile, bis er sich – trotz eines bereits bestandenen Philosophikums – für eine Musikstudium entschied. Dänemark war zu jener Zeit in zwei Lager gespalten: Es gab die konservativen, nationalromantischen Komponisten auf der einen Seite, die Modernisten – obgleich noch nicht sehr zahlreich – auf der anderen Seite. Schierbeck erhielt mit Carl Nielsen (1865-1931) nicht nur einen der progressivsten, sondern auch den bedeutendsten Komponisten Dänemarks als Lehrer. Zwischen dem rund 20 Jahre älteren Lehrer und dem Schüler entwickelte sich bald ein freundschaftliches Verhältnis, das von gegenseitiger Wertschätzung geprägt war. Nielsen setzte sich stark für seinen Schüler ein, und schon am 26. Februar 1912 konnte man zum ersten Mal ein Werk Poul Schierbecks im Konzert erleben. Im Gegensatz zu einem Lehrer war er jedoch weniger der großen Form als den kleineren Formaten zugetan: Klavierstücke, aber vor allem seine lyrisch empfundenen Lieder wurden schnell populär und haben teilweise den Charakter eines Volksliedes erhalten. …
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| Partitur Nummer | 6101 |
|---|---|
| Edition | Repertoire Explorer |
| Genre | Ouverture |
| Seiten | 98 |
| Format | 210 x 297 mm |
| Druck | Reprint |
