Werther. Drame lyrique en quatre actes (full opera score with French libretto)
Massenet, Jules
72,00 €
Massenet, Jules – Werther. Drame lyrique en quatre actes (full opera score with French libretto)
(b. Montand, 12 May 1842 — d. Paris, 13 August 1912)
Literaturvorlage: “Die Leiden des jungen Werther”. Roman von Johann Wolfgang von Goethe (1774)
Libretto: Édouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann
Komponiert 1886/87, Uraufführung an der Wiener Hofoper 1892 in der deutschen Übersetzung von Max Kalbeck
Vorwort
Der Vorwurf der sogenannten “Kulturellen Aneignung” wird heute oft erhoben und beherrscht auf teilweise sehr polarisierende Weise ästhetische und politische Diskussionen. Vorformen der “cultural appropriation”, mit stark differierenden Aspekten versehen, letztlich aber doch vergleichbar, gab es allerdings auch schon zu früheren Zeiten. Im 19. bis zum 20. Jahrhundert wurde es etwa in Deutschland nicht überall gerne gesehen, wenn sich französische oder italienische Komponisten der eigenen heimischen literarischen Produktion zuwandten; angebliche Pietät, aus heutiger Sicht nationalistische Mimosenhaftigkeit, war der Hauptgrund dafür, dass etwa Gounods Oper “Faust” im deutschen Sprachraum lange Zeit als “Margarethe” gegeben wurde, als ob sie des originalen Titels nicht würdig wäre. Wenn Eduard Hanslick, seinerzeit führender Wiener Musikkritiker, berühmt durch die Auseinandersetzung mit den Wagnerianern, Autor der bis heute einflussreichen musikästhetischen Schrift “Vom Musikalisch-Schönen” (1854), solche Engstirnigkeit erwähnt, tut er dies deskriptiv und damit wertfrei; wenn er Sympathien erkennen lässt, dann eher nicht auf der Seite der Nationalisten. Seine Uraufführungskritik zu Jules Massenets “Werther” beginnt Hanslick damit, zu bedauern, dass Robert Schumann sich nie des Sujets angenommen hatte und konstatiert dann die überraschende Tatsache, dass sich bislang überhaupt “[kein] einziger deutscher Tondichter […], trotz der verlockenden Popularität des Stoffes”, an eine Vertonung des Briefromans von 1774 herangetraut hat1. Hanslick findet es bezeichnend, dass es mit Rodolphe Kreutzer – dem Komponisten und Geiger, dem Beethovens Violinsonate Nr. 9 A-Dur op. 47, die sogenannte “Kreutzer-Sonate”, gewidmet ist –, ein Franzose war, der 1792 die erste “Werther”-Oper vorlegte, ein Werk, das wie spätere Versuche einiger “Italiener zweiten und dritten Ranges” (Benvenuti, Pucitta, Coccia, Gentili und Aspa) im Verlauf des 19. Jahrhunderts “längst verweht und verschollen” ist. Aus zwei Gründen sei laut Hanslick bislang kein deutscher “Werther” geschrieben worden: …
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| Partitur Nummer | 2167 |
|---|---|
| Edition | Opera Explorer |
| Genre | Oper |
| Seiten | 476 |
| Format | 210 x 297 mm |
| Druck | Reprint |
