Martin, Frank

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Martin, Frank

Der Sturm (The Tempest) / in three volumes with German libretto

Art.-Nr.: 2058 Kategorie:

120,00 

Martin, Frank

Der Sturm (The Tempest) / in three volumes with German libretto

Vorwort
In der Musik des Schweizer Komponisten Frank Martin spiegelt sich das zweifache kulturelle Erbe seines Heimatlandes wieder. Im Laufe seines Lebens entwickelte er einen Kompositionsstil, der französische und deutsche Einflüsse mischte. Martin berichtete von sich, dass ihm das Komponieren nie leicht fiel, und erst nachdem im Alter von 50 Jahren sein säkulares Oratorium Le vin herbé vollendet war, hatte der das Gefühl, zu seiner reifen Stimme gefunden zu haben.

Trotz seines lebenslangen Kampfes, widersprüchliche musikalische Wertvorstellungen in Einklang zu bringen, begann Martin bereits im Alter von acht Jahren mit dem Komponieren. Drei Jahre später hörte er Bachs Matthäuspassion, die einen unauslöschlichen Eindruck hinterliess. Mit 16 war ihm klar, dass er Komponist werden wollte, und er nahm seine musikalischen Studien bei dem Pädagogen Joseph Lauber auf. Um dem Wunsch seiner Eltern zu entsprechen, begann er ebenfalls mit einem Studium der Mathematik und Physik, aber setzte seinen Unterricht bei Lauber bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahre 1915 fort.

Nach dem Krieg lebte Martin zuerst in Rom, dann in Paris, bevor er 1925 in die Schweiz zurückkehrte, um bei Emile Jaques-Dalcroze zu studieren. Nach Abschluss seiner Ausbildung in der eurhythmischen Methode von Dalcroize wurde Martin von 1927 bis 1938 Lehrer für rhythmische Theorie und Improvisation am Genfer Institut Jaques-Dalcroze.

Während des Zweiten Weltkriegs blieb Martin in der Schweiz, danach zog er in die Niederlande. Von 1950 bis 1957 pendelte er zwischen Holland und Köln, um dort an der Hochschule für Musik zu lehren. Auch in den späteren Jahren blieb er ein Reisender, oft als aufführender Musiker seiner eigenen Werke.

Martins musikalischer Stil zeugt von seinen unermüdlichen Versuchen, die sinnliche Klangschönheit des französischen Impressionismus mit den strengen kompositorischen Verfahren von Bach und anderen deutschen Tonschöpfern zu vereinen. Seine Oper Der Sturm steht für einen anderen Versuch einer nahtlosen künstlerischen Symbiose, in diesem Falle zwischen Text und Musik. Shakespeares Schauspiel hatte Martin bereits seit Jahren fasziniert, und er hielt das Stück für einen idealen Stoff, auf dem er einen neuen Typus von Theater gründen könne. Dieses ideale Drama sollte begleitende Musik mit gesprochenen Text verbinden, um eine organische Synthese zu vollbringen und nicht nur eine musikalische Untermalung zu einer poetischen Rezitation zu liefern. Schlussendlich liess Martin diese Idee fallen, und vertonte den Sturm in traditionellerer Weise. Selbst wenn das Ergebnis nun nicht mehr experimentell war, blieb es dennoch eine bemerkenswerte Leistung. Wegen der Tatsache, dass Martin vertrauter war mit der Sprache Goethes als mit der von Shakespeare, basierte sein Libretto auf der deutschen Übersetzung von August Wilhelm Schlegel. Schlegels Übertragung hielt sich so eng an das Shalespear’sche Original wie möglich, selbst Rhythmus und Takt des gesprochenen Textes wurden berücksichtigt. So gilt die Übersetzung Schlegels als ein eigenständiges Meisterwerk der deutschen Literatur,.
Experimentelle Elemente finden sich jedoch weiterhin in der Endform der Oper, auffallend vor allem in der Rolle des Ariel. Martin entschloss sich, die Figur durch einen Tänzer auf der Bühne darstellen zu lassen, dessen Melodien durch einen gemischten Chor hinter der Bühne gesungen werden. Um den „luftigen Charakter“ der Rolle hervorzuheben, ordnet Martin der Figur ein Ensemble aus Cembalo, hohen Holzbläsern, hohem Blech, Harfe und Streichern zu. Ariels klangliche und visuelle Identität und ist somit der Rolle angemessen gewichtslos und in ständigem Wandel begriffen – sogar seine durch den Chor personifizierte Stimme verwendet häufig Heterophonie oder imitative Polyphonie…

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Partitur Nr.

2058

Edition

Opera Explorer

Genre

Oper

Format

210 x 297 mm

Druck

Reprint

Seiten

952

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