Konzert für Violine, Violoncello und Orchester op. 61
Klengel, Julius
27,00 €
Klengel, Julius – Konzert für Violine, Violoncello und Orchester op. 61
(geb. Leipzig, Deutschland, 24. September 1859 – gest. Leipzig, Deutschland, 27. Oktober 1933)
Vorwort
Julius Klengels Doppelkonzert für Violine und Violoncello op. 61 ist ein Zeugnis der spätromantischen Tradition inmitten einer sich rasch wandelnden Musiklandschaft. Das Konzert, das 1924 anlässlich Klengels fünfzigjährigem Jubiläum beim Gewandhausorchester Leipzig uraufgeführt wurde, verkörpert sowohl den Höhepunkt seines lebenslangen Engagements für die Streichermusik als auch ein Spiegelbild der künstlerischen Strömungen seiner Zeit. Dieses erweiterte Vorwort bietet Lesern, die mit den Persönlichkeiten, Strömungen und stilistischen Debatten, die die europäische Musik zu Beginn des 20. Jahrhunderts prägten, weniger vertraut sind, einen kurzen Überblick über den Kontext, und ergänzt die technische Analyse mit anschaulichen Beispielen.
Zu Beginn der 1920er Jahre erlebte die europäische Musik einen Wandel von Grund auf. Der spätromantische Stil, bekannt für seine üppigen Harmonien, ausdrucksstarken Melodien und expansiven Formen, wich modernistischen Experimenten, bei denen Komponisten wie Arnold Schönberg, Igor Strawinsky und Béla Bartók die Tradition mit Atonalität, rhythmischen Innovationen und neuen Ansätzen in Form und Orchestrierung herausforderten. In Deutschland war dieser Wandel besonders ausgeprägt: Während sich einige Musiker dem Expressionismus und der Abstraktion zuwendeten, blieben andere – darunter Klengel – den romantischen Ausdrucksformen treu.
Klengels Doppelkonzert nimmt daher einen einzigartigen Platz ein, da es auf die Größe des 19. Jahrhunderts zurückblickt, während es gleichzeitig von modernistischen Stimmen umgeben ist, die in die Zukunft drängen. …
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| Partitur Nummer | 6112 |
|---|---|
| Edition | Repertoire Explorer |
| Genre | Solo Instrument(e) & Orchester |
| Seiten | 84 |
| Format | 210 x 297 mm |
| Druck | Reprint |
