Sappho-Zyklus

Alle

Gourzi, Konstantia

Sappho-Zyklus, Hommage à György Kurtág for soprano or mezzo soprano and piano / Narcissa-Arie for soprano or mezzo soprano / Eva-Ave for soprano or mezzo soprano (first print)

26,00 

Gourzi, Konstantia

Sappho-Zyklus, Hommage à György Kurtág for soprano or mezzo soprano and piano / Narcissa-Arie for soprano or mezzo soprano / Eva-Ave for soprano or mezzo soprano (first print)

Konstantia Gourzi
(geb. in Athen/Griechenland, 31. März 1962)

Häufig findet man Konstantia Gourzis Namen als Komponistin und auch als Dirigentin in den Ankündigungen ihrer Konzerte. Konstantia Gourzis kompositorische Arbeit umfasst neben Opern, Filmmusik und Werken für Musiktheater und Orchester auch zahlreiche Solostücke und Kammermusik. Ihre Tätigkeit ist ausführlich durch Radio-Aufnahmen, Fernsehsendungen und Live-Streams dokumentiert. Aufnahmen ihrer umfassenden Diskografie erschienen bei ECM, NEOS, NAXOS und SONY Classical.

Anmerkungen der Komponistin

Sappho-Zyklus, Hommage à György Kurtág

Die Komposition Sappho-Zyklus besteht aus einem einzigen Stück, basierend auf einem Text von Sappho. Der Titel „Zyklus“ bezieht sich nicht auf die Zahl der Stücke, sondern auf die Vollständigkeit des Sappho-Textes.
1995 hat der ungarische Komponist György Kurtág eine Komposition für Sopran und Klavier mit diesem Text geschrieben und mir gewidmet. Mein Dank war eine neue Komposition mit dem gleichen Text, die ich ihm widmete. Das Klavier begleitet nicht in herkömmlicher Weise den Sänger, sondern bereitet dessen Gesang vor und reagiert dann auf die Spannung des gesungenen Texts. Die Komposition war zunächst für Sopran gedacht, kann aber auch von anderen Stimmen interpretiert werden, zum Beispiel Mezzosopran oder Bariton.

Text Aussprache

Théthike men a selána ke Pliáthes mése de Níktes.
Pará d´érchete óra egó de móna katévdo.
Algesídoros, mithóplokos.
Eros th´etinaxé mi frénas ós ánemos
Kat´óros thrísin ebéton.

Narcissa-Arie

Das Dirigieren von Joseph Haydns Symphonie Nr. 43 Es-Dur bildete den Ausgangspunkt der Beschäftigung mit seinen unbekannten und fragmentarisch überlieferten Werken. Fasziniert von „Philemon und Baucis“, einem Werk, das in der griechischen Mythologie und ihrer Götterwelt verwurzelt ist, entsteht eine ergänzende Neukomposition.

Die Narcissa-Arie ist Teil dieses Kompositionsprojekts. Oper wird hier verstanden als musikalischer Text und als Schauspiel, in dem Sänger-Schauspieler auf der Bühne stehen, nicht als „perfekte Stimmen“, sondern als Träger sprachlicher Klarheit, verbunden mit körperlicher Präsenz und Emotionen.

Eva-Ave

Das Stück Eva Ave ist eine szenische Komposition für Sopran oder Mezzosopran und basiert auf Passagen des Gedichts „Eva“ von Eva Maria Brandin. Der erste von zwei Teilen besteht aus beinahe hysterischen Klängen mit stimmlichen Geräuschen, mit denen die Situation der Unsicherheit und der Angst dargestellt wird. Angst und Unsicherheit über das Alleinsein, das Nacktsein, gegenüber der Wahrnehmung der eigenen „Sünden“. Aus dieser Situation heraus geht die Komposition langsam in den zweiten Teil über, der ausgesungen wird.

Diese dramaturgische Abfolge ist die Umkehrung des Textes von Eva Maria Branding, die den Übergang vom Paradies in eine angstvolle Welt beschreibt. Musikalisch vermittelt dieses Stück, dass wir auch umgekehrt von der Angst heraus ins Licht gehen können. Die Sängerin ist zu Beginn in einen schwarzen Stoff verhüllt und befreit sich während der performativen Aufführung daraus, um schließlich in Weiß zu erscheinen.

 

Konstantia Gourzi – Ein biographischer Essay > LESEN

2732

Gourzi Edition

A Cappella

225 x 320 mm

Erstdruck

28