Cimarosa, Domenico

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Cimarosa, Domenico

Sinfonia con Oboe, e Corni di ripieno in B-flat major

16,00 

Domenico Cimarosa

Sinfonia con Oboe, e Corni di ripieno in B-Dur

(b Aversa, 17 Dec 1749 – d Venice, 11 Jan 1801)

Domenico Cimarosas Ruhm beruht auf seinen fast sechzig Kompositionen für die Opernbühne. Seine Werke wurden in allen grossen Städten wie Neapel, Rom, Wien, London, Paris aufgeführt. Cimarosa studierte elf Jahre am Conservatorio di San Maria di Loreto in Neapel, und obwohl er ein begabter Geiger war und ihm der Ruf eines guten Sängers vorauseilte, etablierte er sich schon frühzeitig als Komponist, insbesondere durch seine komischen Intermezzi. Cimarosa schuf auch Instrumentalmusik, sowohl weltliche wie auch sakrale, jedoch ist ein Grossteil dieser Werke verschollen.

Die Sinfonia con Oboe, e Corni di ripieno in B ist ein ausgezeichnetes Beispiel für eine Sinfonia im galanten Stil. Cimarosas kompositorischer Stil steht beispielhaft für den noblen Charme dieser Stilistik mit ihren einfachen Melodien und ihrer ruhigen und gemessenen Begleitung. Die originalen Stimmen, die dieser Veröffentlichung zugrundeliegen, stammen nicht aus einem geschriebenen Manuskript, sondern von gedruckten Stimmen, die in der Zentralbibliothek im schweizer Solothurn aufbewahrt werden. In dieser Sammlung finden sich zahlreiche Instrumentalstimmen, darunter für die erste und zweite Oboe, erste und zweite Violine, Bratsche und Kontrabass. Auf dem gedruckten Umschlag ist vermerkt: ““Sinfonia con Oboe, e Corni di ripieno del Signore Domenico Cimarosa Eseguita nel Teatro alla Valle in Roma.”

Das Datum der Premiere dieses Werks ist nicht überliefert, aber die Musik ist fast identisch mit der Sinfonia (Ouvertüre), die Cimarosas Oper L’Italiana in Londra einleitet. Es handelt sich um ein Intermezzo für fünf Männerstimmen, da zur damaligen Zeit ein päpstliches Dekret den Auftritt von Frauen auf einer Bühne verbot. L’italiana in Londra erlebte seine Erstaufführung in Rom am 28. Dezember 1779 im Teatro Valle. Die Ähnlichkeit zwischen den beiden Werken überrascht nicht, denn in jener Periode war es üblich, Auszüge aus Kompositionen zu kopieren, veröffentlichen und in ganz Europa zu vertreiben. Bereits zwei Jahre nach der Premiere der Oper war das Intermezzo in fast zehn verschiedenen Städten gespielt, darunter auch eine Aufführung durch Joseph Haydn bei Esterhazys im Jahre 1783. Diese Oper war Cimarosas erster internationaler Erfolg – ein zweiter Stimmensatz der vorliegenden Sinfonia findet sich in der Musiksammlung des berühmten Bildhauers Bertel Thorvaldensen. Seine Fassung des Werks ist gesetzt für Soloflöte und Streicher statt der zwei Oboen und zwei Hörner mit Streichern. Die einzigartige Orchestrierung ist ein Beleg für die Beliebtheit der Ouvertüre bei privaten Musikzirkeln, in denen die Musiker – anders als in Hoforchestern oder öffentlich bestellten Ensembles – meist weniger vertraut waren mit Instrumenten wie Oboe und Horn.

 

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1846

Repertoire Explorer

Solo Instrument(e) & Orchester

210 x 297 mm

Reprint

32

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